In weniger als 4 Stunden
Express-ICE zwischen München und Berlin erfolgreich
Stand 02.05.18 - 14:46 Uhr
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Die neue Schnellverbindung auf der Strecke München-Berlin kommt gut an, und das im doppelten Sinne: Über eine Million Fahrgäste wurden in den ersten 100 Tagen befördert und die Pünktlichkeitsquote der eingesetzten ICEs lag über dem Bundesdurchschnitt. Grund genug für die Deutsche Bahn, die Verbindungen auf der neuen Strecke zu intenvieren.
Doppelt so viele Fahrgäste
Die Einführung der neuen Schnellfahrtstrecke der Deutschen Bahn zwischen München und Berlin im vergangenen Dezember hatte große mediale Aufmerksamkeit erregt (wir berichteten). Denn die neue Bahntrasse war bis dato das teuerste Projekt der Deutschen Bahn.
Nicht nur die Kostenfrage, auch die angeblich ungünstige Streckenführung wurde kritisiert, da die infrastrukturellen Neuerungen und Verbesserungen kaum für andere Strecken nutzbar seien. Die Umsetzung der Strecke verlief zudem alles andere als geradlinig, das Projekt stammte noch aus Zeiten der Wiedervereinigung.
Doch nun scheinen die Fahrgastzahlen für den Erfolg der neuen Schnellstrecke zu sprechen. Circa 1,2 Millionen Passagiere zählte die Deutsche Bahn in den Express-Zügen seit Dezember vergangenen Jahres. Damit verdoppelte sich das Fahrgastvolumen zwischen München und Berlin im Vergleich zu den Zahlen aus dem Jahr davor.
Die Auslastung der Züge liege mit 58 % knapp über dem Durchschnittswert des Fernverkehrs. Die ICE Sprinter, die neben den regulären ICEs dreimal am Tag zwischen München und Berlin pendeln, sind sogar noch voller. Auch die Pünktlichkeit der Züge liegt mit 90 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.
Hohe Nachfrage nach der Berlin-Verbindung
Berühmte Wahrzeichen, moderne Regierungsgebäude und interessante Museen wie das Deutsche Historische Museum machen Berlin zum Topziel für innerdeutsche Städtereisen. Die neuen Schnellzüge in die Hauptstadt verschaffen den Urlaubern eine perfekte Anbindung an die Hotels, die in der Nähe der Sehenswürdigkeiten liegen und über Portale wie ab-in-den-urlaub.de bequem online buchbar sind.
Für Geschäftsreisende ist die neue Verbindung mit nur knapp vier Stunden Fahrzeit eine echte Alternative zum Flieger geworden. Die Strecke München-Berlin ist die am meisten geflogene Strecke Deutschlands – das möchte die Deutsche Bahn ändern. Sie veröffentlichte deshalb vor dem Start der ICE Sprinter einen Werbespot, in dem sie den Rennfahrer Nico Rosberg die schnellste Verbindung nach Berlin herausfinden ließ.
[MD_Portal_Script ScriptID="7231573" location="leftALone"]Angesichts des Erfolges der Schnellfahrtstrecke will die Deutsche Bahn ihr Angebot nun ausbauen. Die Sprinter sollen in beide Richtungen künftig fünfmal am Tag verkehren. Zudem sollen bestimmte Züge verlängert werden, etwa für die besonders nachgefragten Bahnfahrten am Wochenende.
Die Erweiterung der Kapazitäten wird durch den Einsatz der neuen ICE 4-Züge möglich, die anstelle der aktuellen ICE T-Bahnen künftig die Strecke befahren sollen. Die Änderungen sind für den nächsten Fahrplanwechsel im Dezember geplant. Das Zugsicherungssystem ETCS, das auf der neuen Trasse verwendet wird, hat sich nach anfänglichen Komplikationen anscheinend bewiesen. Die neue Technik soll bald bundesweit eingesetzt werden, um eine digitale Steuerung des Schienennetzes möglich und die aufwendige Wartung der Bahnsignale überflüssig zu machen.
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