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Tarifkonflikt mit der GDL

Streik beendet – Bahn kehrt zum normalen Fahrplan zurück

Aktualisiert 13.08.2021 - 10:47 Uhr

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Zurück zum Normalbetrieb: Bei der Bahn fahren die meisten Züge seit Freitag Morgen wieder nach Plan. Der Lokführerstreik ist beendet, der Tarifkonflikt aber noch nicht gelöst. Drohen weitere Streiks?

Streik beendet – Bahn kehrt zum normalen Fahrplan zurück

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Drohen weitere Streiks?

Berlin (dpa) – Nach dem zweitägigen Lokführerstreik fahren die Züge in Deutschland zum größten Teil wieder im üblichen Umfang. Der Verkehr sei am frühen Freitag Morgen weitgehend normal gestartet, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn in Berlin. Allerdings könne es vereinzelt noch zu Einschränkungen kommen. «Wir bitten unsere Fahrgäste, sich vor Fahrtantritt in den digitalen Auskunftsmedien der Deutschen Bahn zu informieren», sagte er.

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Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte ihren Streik im Personen- und Güterverkehr um 2.00 Uhr beendet. An dem zweieinhalbtägigen Streik bei der Deutschen Bahn haben sich nach Unternehmensangaben rund 5400 Lokführer von insgesamt 19.700 DB-Triebfahrzeugführern beteiligt. Wie eine Sprecherin der Bahn am Freitagmorgen in Berlin mitteilte, waren zudem 72 Stellwerker im Ausstand, 30 Beschäftigte in der Instandhaltung und 18 Servicemitarbeiter an Bahnhöfen.

Tarifkonflikt besteht weiter

Die GDL will mit dem Ausstand eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen. Deutsche Bahn und GDL ringen in der Tarifrunde um eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent. Strittig ist jedoch, wann die Erhöhung greifen und wie lang der neue Tarifvertrag gelten soll. Auch Betriebsrenten sind ein Streitthema.

Die Gewerkschaft will am Freitagvormittag (11.00 Uhr) in Berlin eine Bilanz ihres Streiks ziehen. Die Solidarität der Mitglieder sei über alle Berufsgruppen hinweg riesengroß gewesen, teilte die Gewerkschaft zuvor bereits mit. «Sie alle haben der Deutschen Bahn die Rote Karte gezeigt.»

Weitere Streiks sind möglich, an diesem Wochenende soll es jedoch keine Aktionen geben. Über die nächsten Schritte will die GDL in der kommenden Woche beraten.

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Hohe Verluste für die Bahn durch Corona

Die Bahn will die Kosten des Tarifabschlusses gering halten, weil sie in der Corona-Krise hohe Verluste eingefahren hat. Zudem hat der Bund als Eigentümer im Gegenzug für Milliardenhilfen auch Einsparungen im Konzern verlangt.

Mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft gibt es seit knapp einem Jahr einen Tarifabschluss. Anfang 2022 erhalten die Beschäftigten 1,5 Prozent mehr Geld. Betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen.

Die GDL will aber keine Nullrunde in diesem Jahr akzeptieren und verlangt zudem eine Corona-Prämie von 600 Euro. Gewerkschaftschef Claus Weselsky droht mit weiteren Streiks, sollte die Bahn kein verbessertes Angebot vorlegen.

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