Mitten in der Corona-Pandemie
Mindestens 22 Tote bei Zyklon in Indien und Bangladesch
Stand 25.05.20 - 15:45 Uhr
0
Mitten in der Corona-Pandemie hat einer der stärksten Stürme der Region in der jüngeren Geschichte Indien und Bangladesch getroffen. Abstand zu halten, ist für die rund drei Millionen Menschen in den Notunterkünften schwer - und die haben noch ganz andere Sorgen.
Wirbelsturm «Amphan» hat das Festland mit viel Wind und Regen erreicht.
Foto: Uncredited/AP/dpa
Einer der stärksten Stürme in der jüngeren Geschichte Indiens und Bangladeschs
Neu Delhi/Dhaka (dpa / 95.5 Charivari) – Der starke Wirbelsturm «Amphan» hat in Indien und Bangladesch mindestens 22 Menschen das Leben gekostet. Sie starben etwa durch zusammenkrachende Häuser oder umstürzende Bäume, wie zuständige Behörden mitteilten.
- Anzeige -In weiten Teilen der 15-Millionen-Einwohner-Stadt Kolkata im Nordosten Indiens sei der Strom ausgefallen. Der Flughafen der Stadt war völlig überflutet, es gab umgestürzte Strommasten und umgekippte Autos, wie Fernsehbilder zeigten.
Eine Katastrophe größer als Corona
Laut der Regierungschefin des betroffenen nordostindischen Bundesstaates Westbengalen sei die Katastrophe größer als Corona und es brauche drei, vier Tage, um das ganze Ausmaß der Schäden abzuschätzen. Der Sturm brachte laut dem indischen meteorologischen Dienst Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde und viel Regen und Gewitter mit sich.
Viele Menschen überlebten wohl, weil mehr als drei Millionen in Notunterkünfte gebracht worden waren, bevor Sturm «Amphan» am Mittwoch das Festland erreicht hatte. Aber etliche andere blieben daheim, weil sie um Hab und Gut fürchteten. Laut dem indischen meteorologischen Dienst ist er einer der schlimmsten Stürme in der Region der vergangenen 20 Jahre. Er sollte weiter über Bangladesch nach Bhutan ziehen und sich am Donnerstagnachmittag abschwächen.
[MD_Portal_Script ScriptID="9217250" location="leftALone"]Viele Gebiete sind verwüstet
Ein Mann, der in der Nähe vom Ort lebte, wo der Sturm am Mittwoch an Land kam, sagte dem Fernsehsender NDTV: «Viele Gebiete sind verwüstet und es gibt keine Wasserversorgung. In unserem Dorf hat dieser schreckliche Sturm alles flach gemacht.»
Die Corona-Pandemie machte die große Evakuierung noch schwieriger als sonst bei solchen Stürmen. Um Abstand zu gewährleisten, stellten Behörden beider Länder nach eigenen Angaben mehr Notunterkünfte zur Verfügung. Es würden etwa leerstehende Schulen genutzt. Doch mehr Gebäude zu finden, sei schwierig gewesen, da einige Notunterkünfte zurzeit als Quarantäne-Gebäude oder temporäre Unterkünfte für gestrandete Wanderarbeiter dienten.
- Anzeige -Angst vor ansteigenden Corona-Infektionen durch die Naturkatastrophe
Pankay Anand von der Hilfsorganisation Oxfam sagte, dass einige Leute Angst hätten, sich in den Unterkünften mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren. Teils würden Masken oder Desinfektionsmittel verteilt. Trotzdem konnten die Leute in den Unterkünften nicht immer genügend Abstand halten, wie Fernsehbilder zeigten.
Indien und Bangladesch kämpfen mit immer mehr Corona-Infektionen, in beiden Ländern gilt eine Ausgangssperre. In Indien haben sich nach Aufzeichnungen der amerikanischen Johns Hopkins Universität inzwischen mehr als 112.000 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, mehr als 3400 starben infolge der Lungenkrankheit Covid-19.
Wirbelstürme kommen im Golf von Bengalen immer wieder vor. Bei einem großen Zyklon im Jahr 1999 starben rund 10.000 Menschen. Experten gehen davon aus, dass die Intensität der Stürme in den vergangenen Jahren unter anderem wegen des Klimawandels tendenziell zugenommen hat. Die Opferzahlen waren aber in den vergangenen Jahren generell kleiner, da es inzwischen mehr gute Notunterkünfte und Evakuierungspläne gibt.
Mehr Beiträge und Themen
Wegen vieler Baustellen ändern sich in München ab 3. August zahlreiche Bus- und Tramlinien.
Wiesn 2026: KI-Kameras, neue Wege und mehr Kontrolle sollen Überfüllung verhindern.
Im August 2026 starten neue Regeln für Familien, Bahnkunden, KI, Solaranlagen und Verpackungen.
Freie Fahrt, freie Schifffahrt, freier Bergspaß: Bayern belohnt Einser
Die Stadt München verlängert ihre Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Wassernutzung nicht. Auch die Wasser-Sparanordnung der Stadtwerke München läuft aus. Entspannung gibt es aber nur teilweise - denn die Lage beim Grundwasser bleibt weiter angespannt.
Waldbrände in Südeuropa sorgen für Unsicherheit: Das müssen Urlauber jetzt zu ihren Rechten wissen.
Vom Naturbad in München bis zum Wellenbad im Umland: Diese Freibäder in und um München sorgen für Abkühlung, Badevergnügen und echtes Sommerfeeling.
Donna Maria startet im September und bohrt für die 2. Stammstrecke drei Kilometer unter München.
Zum Augustbeginn drohen lange Staus: Der ADAC warnt vor einem besonders vollen Ferienwochenende.
Das Voting zum Jugendwort des Jahres 2026 hat begonnen. Zehn Begriffe sind noch im Rennen.
DESK
100 Tage im Amt: Krause setzt erste Akzente, doch Wohnen, Verkehr und Geldsorgen drücken weiter.
Urteil in München: Nach dem Auto-Anschlag auf eine Verdi-Demo erhält der Täter die Höchststrafe.
Am Starnberger See fallen wegen Niedrigwasser vier Haltestellen aus. Fahrgäste müssen ihre Touren neu planen.
Bayern steht ein sehr heißer Dienstag bevor. Danach steigt das Risiko für Gewitter und Waldbrände.
34-Jähriger stirbt nach Festnahme in München. LKA und Staatsanwaltschaft ermitteln.
Im Englischen Garten half die Feuerwehr München einem Mann mit schwerer Atemnot nach einem Insektenstich.
In Münchens Freibädern wartet in den Sommerferien ein kostenloses Mitmachprogramm auf Kinder und Jugendliche.













