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Zahl der Corona-Neuinfektionen in Italien stabilisiert sich

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Italien stabilisiert sich

Aktualisiert 31.03.2020 - 11:59 Uhr

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In Italien tut sich ein kleiner Hoffnungsschimmer auf. Die Zahl der Infizierten und der Toten in Italien steigt zwar immer noch. Aber der Anstieg ist nicht mehr so steil. Die Regierung will die Sperren dennoch verl├Ąngern. Aber es wird auch ├╝ber ein ┬źDanach┬╗ gesprochen.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Italien stabilisiert sich

Arbeiter in Schutzkleidung desinfizieren die Gehwege eines Viertels in Rom. Foto: Mauro Scrobogna/LaPresse/dpa

Rom (dpa) – Italien wagt die vorsichtige Hoffnung auf eine Besserung in der Corona-Pandemie: Der Anstieg der Zahl der aktuell positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen ist so niedrig wie seit Beginn der landesweiten Ausgangssperren vor drei Wochen nicht.

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Dennoch wolle die Regierung die Beschr├Ąnkungen bis mindestens Ostern (12. April) verl├Ąngern, teilte das Gesundheitsministerium am Montagabend mit. In diese Richtung bewege sich die Regierung nach Beratungen mit einer Expertenkommission.

Die Zahl der derzeit Positiven nahm bis Montag um 1648 auf 75.528 zu – so wenig wie seit dem 10. M├Ąrz nicht. Darin sind Tote und Genesene nicht eingerechnet. Die Gesamtinfektionen stiegen auf 101.739, wie der Zivilschutz mitteilte. Auch hier war der prozentuale Anstieg geringer. Die Zahl der Verstorbenen ist allerdings nach wie vor so hoch wie in keinem anderen Land der Welt. Bis Montag kamen 812 Tote hinzu, insgesamt sind es nun 11.591.

Seit 10. M├Ąrz d├╝rfen sich die Menschen im Land nicht mehr frei bewegen. Schulen sind zu, viele Fabriken ebenfalls. Die Sperren gelten bisher bis zum 3. April.

┬źWir gehen in die richtige Richtung, aber wir d├╝rfen unsere Strategie nicht im Geringsten ├Ąndern┬╗, sagte der Pr├Ąsident des nationalen Gesundheitsrates CSS, Franco Locatelli. Man werde nicht von heute auf morgen zur Normalit├Ąt zur├╝ckkehren.

Die Debatte um eine Lockerung der strikten Ma├čnahmen ist bereits im Gange. ┬źEs gibt zwar noch keine Signale eines R├╝ckgangs, doch es geht besser┬╗, sagte der Pr├Ąsident des nationalen Gesundheitsinstitutes ISS, Silvio Brusaferro, der Zeitung ┬źLa Repubblica┬╗. ┬źWir warten bis Ostern und werden dann die Zahlen pr├╝fen, um weitere Schritte zu unternehmen┬╗, beschrieb er den m├Âglichen Zeitrahmen. Die strengen Ausgangsverbote gelten noch bis Freitag. Es wird erwartet, dass die Regierung sie in K├╝rze verl├Ąngert.

Den richtigen Weg aus den Ma├čnahmen mit ihren harten Folgen f├╝r B├╝rger und Wirtschaft zu treffen, werde schwer. ┬źDas Problem besteht darin, herauszufinden, welche ├ľffnungsformen sicherstellen, dass die Kurve nicht wieder w├Ąchst┬╗, sagte der Regierungsberater Brusaferro. M├Âglich sei, dass der Staat mehr Freiheiten erlaube und sie wieder zur├╝cknehmen m├╝sse. ├ťber den Einsatz von Apps, die die Bewegung von Patienten kontrollieren, werde nachgedacht.

Vorsicht m├╝sse noch f├╝r Monate das Leben bestimmen, mahnte der f├╝r Gesundheit zust├Ąndige Regionalkommissar der besonders betroffenen Lombardei, Giulio Gallera. Nach einem Neustart werde man sich l├Ąnger ┬źan eine andere Lebensweise gew├Âhnen m├╝ssen, das Haus mit Atemschutz zu verlassen, Distanz zu anderen zu halten (…)┬╗, sagte er in einem Fernsehinterview.

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