Coronavirus in München
Wiesn wurde schon mal wegen einer Krankheit abgesagt
Stand 21.04.20 - 17:52 Uhr
0
Das Oktoberfest ist den Bayern heilig. Und doch gab es auch vor dem Coronavirus immer wieder Ereignisse in der Welt, die dazu führten, dass die Wiesn nicht wie geplant stattfinden konnte.
© Foto: pixabay
Bereits 24 Mal konnte das Oktoberfest nicht stattfinden
Die Absage des Münchner Oktoberfests 2020 ist nicht die erste in der 210-jährigen Geschichte des weltberühmten Volksfestes. Insgesamt fielen bisher 24 Oktoberfeste aus, wegen Kriegen, Bomben und der Cholera.
- Anzeige -
Das erste Oktoberfest wurde in München im Jahr 1810 gefeiert. Anlass war die Hochzeit von Kronprinz Ludwig – der spätere König Ludwig I. – mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Bereits drei Jahre später fiel das vierte Oktoberfest 1813 aus. Der Grund waren Kämpfe der Bayern mit Napoleon.
Cholera verhinderte gleich mehrfach das Oktoberfest
Einige Jahre später grassierte die Cholera. Gleich zwei Mal wurde die Wiesn deswegen abgesagt. Im Jahr 1854 wurde München von einer Cholera-Epidemie heimgesucht, die 3.000 Todesopfer forderte. Im restlichen Bayern waren es Tausende mehr.
Unter ihnen war auch Königin Therese, der zu Ehren die Wiesn zum ersten Mal stattgefunden hatte und nach der das Festgelände, die Theresienwiese, benannt ist.
[MD_Portal_Script ScriptID="9217250" location="leftALone"]Krieg und Cholera – kein Oktoberfest 1866 und 1873
Im Jahr 1866 ließ der preußisch-österreichische Krieg keine Feierlaune in München aufkommen, Bayern war hier an der Seite Österreichs dabei. Und 1873, knapp zwanzig Jahre nach der ersten Cholera-Epidemie kehrte die Seuche nach München zurück und verhinderte so ein weiteres Mal das Oktoberfest.
Weltkriege und Inflation führen zum Ausfall der Wiesn
Auch während der Weltkriege gab es keine Oktoberfeste. Von 1914 bis 1918 wurde in München gar nicht gefeiert. 1919 und 1920 fanden zwar kleine Herbstfeste statt, die aber nicht als Oktoberfeste zählen.
- Anzeige -1923 wiederum plagte die Menschen die Hyperinflation. Geldsorgen und Existenzängste machten dem Oktoberfest einen Strich durch die Rechnung.
Während des Zweiten Weltkriegs fiel die Wiesn ebenfalls aus, um dann von 1946 bis 1948 nur als kleines Herbstfest gefeiert zu werden.
Danach musste das Oktoberfest bis zum Jahr 2020 nicht wieder abgesagt werden. Erst jetzt kommt es durch die Corona-Pandemie erneut zu einer Pause.
Mehr Beiträge und Themen
Trinkgeld per Karte sorgt für Kritik: Viele Gäste fühlen sich durch Bezahlterminals unter Druck gesetzt.
Die Wiesn 2026 in München ist einen Monat vor dem Start gut vorbereitet. SWM und MVG sichern Strom, Trinkwasser und die Anreise zur Theresienwiese.
Neue Regeln in Laim: Welche S-Bahnen halten, wo ihr umsteigen müsst und was beim Ticket gilt.
München bewirbt sich um das Champions-League-Finale 2028 in der Allianz Arena. Die UEFA entscheidet im September.
Bayern gewinnt in Heidenheim. Doch nach dem Spiel dreht sich alles um Jamal Musiala.
Polizeischuss in Schwabing: Ein 14-Jähriger mit Softair-Waffe wurde schwer verletzt. Das LKA ermittelt.
Neue Details zum Dreamliner-Zwischenfall in München zeigen, wie ernst die Lage am Flughafen wirklich war.
100 Tage im Amt: Krause setzt erste Akzente, doch Wohnen, Verkehr und Geldsorgen drücken weiter.
Urteil in München: Nach dem Auto-Anschlag auf eine Verdi-Demo erhält der Täter die Höchststrafe.
Am Starnberger See fallen wegen Niedrigwasser vier Haltestellen aus. Fahrgäste müssen ihre Touren neu planen.
DESK
Wende im Münchner Univiertel: Kioskbetreiber ziehen ihre Klagen zurück. Ab dem 4. September 2026 gilt ab 22 Uhr wieder ein striktes Bierverkaufsverbot.
Dekolleté-Eklat auf dem Oktoberfest: Auf Druck der Stadt München mussten die traditionellen Pappmaché-Figuren am Teufelsrad züchtig übermalt werden - aus Sorge vor einem Wiesn-Verbot
Waymo plant fahrerlose Taxis in München: Erste Testfahrten starten bald, der öffentliche Robotaxi-Dienst soll Ende 2027 folgen.
Freibier in der Bräurosl: Das Festzelt sorgt auf der Wiesn 2026 für das gewisse Extra.
Mondfinsternis über Bayern: Warum sich frühes Aufstehen diesmal lohnt
Im Tierpark Hellabrunn leben jetzt Kirk-Dikdiks. Die Mini-Antilopen sind am Isar-Eingang zu sehen.
Italien plant 75 Euro Strafe für Fußgänger mit Smartphone auf der Straße. Noch ist die Regel nicht beschlossen.













