Coronavirus in Südkorea
Südkorea: Kritischer Punkt im Kampf gegen Virusausbreitung
Stand 14.05.20 - 14:32 Uhr
0
Die Lage schien weitgehend im Griff zu sein. Dann besuchte ein Mann fünf Clubs in Itaewon. Nun fürchtet Südkorea, im Kampf gegen das Coronavirus die Kontrolle zu verlieren.
Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde desinfizieren das Innere von MADE, einem großen Club im internationalen Touristenbezirk Itaewon in Seoul. Foto: -/YNA/dpa
Erneute Welle des Coronavirus in Südkorea?
Seoul (dpa) – Nach einer Häufung von Corona-Infektionen unter Clubgängern in Seoul sehen die südkoreanischen Gesundheitsbehörden den Kampf gegen eine neue Ansteckungswelle an einem kritischen Punkt.
- Anzeige -Behördenvertreter warnten am Donnerstag erneut vor dem Risiko, dass die Situation außer Kontrolle geraten und zu einem ähnlichen sprunghaften Anstieg der Fallzahlen wie im Februar führen könnte. «Es ist für uns jetzt ein sehr kritischer Moment», sagte Kwon Joon Wook von der Zentrale für das Katastrophen-Management.
Coronavirus: Nachtclubs als Infektionsherde
Die Zahl der Infektionsfälle, die in Verbindung mit Besuchern in Nachtclubs und Bars im beliebten Seouler Vergnügungsviertel Itaewon stehen, stieg den Angaben zufolge auf 136. Insgesamt seien am Mittwoch 29 Neuansteckungen im ganzen Land erfasst worden. Davon stünden 20 mit dem Nachtleben in Itaewon im Zusammenhang. Es handele sich um Clubgäste und Kontaktpersonen. In der Millionenmetropole wurden zunächst mehrere Infektionen auf einen infizierten Mann zurückgeführt, der in der Nacht zum 2. Mai fünf Clubs in Itaewon besucht hatte.
[MD_Portal_Script ScriptID="9217250" location="leftALone"]Massentests sollen Ausbreitung von Coronavirus verhindern
Die Behörden befürchten, dass sich das Virus schnell auf Gemeindeebene im ganzen Land verbreiten kann, weil die Clubgäste nicht nur aus Seoul kamen. Um die Infektionsketten zu durchbrechen, setzen sie auf intensives Testen. Bisher wurden in Verbindung mit dem Itaewon-Ausbruch etwa 35 000 Menschen auf Sars-Cov-2 getestet. So wurden alle Menschen, die sich zwischen dem 24. April und dem 6. Mai in der Gegend um die Clubs aufhielten, dringend aufgerufen, sich testen zu lassen.
- Anzeige -Coronavirus-Zahlen Südkorea
Nach dem Höhepunkt des Ausbruchs Ende Februar mit über 900 Fällen innerhalb eines Tages hatte Südkorea die Lage weitgehend in den Griff bekommen. Seit Mitte April wurden zunächst täglich weniger als 15 Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl liegt bisher bei knapp 11 000. Es wurden 260 Todesopfer in Verbindung mit dem Virus gebracht.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Bayern gewinnt in Heidenheim. Doch nach dem Spiel dreht sich alles um Jamal Musiala.
Polizeischuss in Schwabing: Ein 14-Jähriger mit Softair-Waffe wurde schwer verletzt. Das LKA ermittelt.
Neue Details zum Dreamliner-Zwischenfall in München zeigen, wie ernst die Lage am Flughafen wirklich war.
100 Tage im Amt: Krause setzt erste Akzente, doch Wohnen, Verkehr und Geldsorgen drücken weiter.
Urteil in München: Nach dem Auto-Anschlag auf eine Verdi-Demo erhält der Täter die Höchststrafe.
Am Starnberger See fallen wegen Niedrigwasser vier Haltestellen aus. Fahrgäste müssen ihre Touren neu planen.
Bayern steht ein sehr heißer Dienstag bevor. Danach steigt das Risiko für Gewitter und Waldbrände.
34-Jähriger stirbt nach Festnahme in München. LKA und Staatsanwaltschaft ermitteln.
Im Englischen Garten half die Feuerwehr München einem Mann mit schwerer Atemnot nach einem Insektenstich.
In Münchens Freibädern wartet in den Sommerferien ein kostenloses Mitmachprogramm auf Kinder und Jugendliche.
DESK
Mondfinsternis über Bayern: Warum sich frühes Aufstehen diesmal lohnt
Im Tierpark Hellabrunn leben jetzt Kirk-Dikdiks. Die Mini-Antilopen sind am Isar-Eingang zu sehen.
Italien plant 75 Euro Strafe für Fußgänger mit Smartphone auf der Straße. Noch ist die Regel nicht beschlossen.
Trinkgeld per Karte sorgt für Kritik: Viele Gäste fühlen sich durch Bezahlterminals unter Druck gesetzt.
Die Wiesn 2026 in München ist einen Monat vor dem Start gut vorbereitet. SWM und MVG sichern Strom, Trinkwasser und die Anreise zur Theresienwiese.
Neue Regeln in Laim: Welche S-Bahnen halten, wo ihr umsteigen müsst und was beim Ticket gilt.
München bewirbt sich um das Champions-League-Finale 2028 in der Allianz Arena. Die UEFA entscheidet im September.













