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Coronavirus in GB

Corona-Infektion: Britischer Premierminister auf Intensivstation

Aktualisiert 07.04.2020 - 08:51 Uhr

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Der britische Premier Johnson leidet seit mehr als einer Woche an der Lungenkrankheit Covid-19. Nun soll er wegen andauernder Symptome vorsorglich im Krankenhaus untersucht werden. Ob er seine AmtsgeschĂ€fte weiterfĂŒhren kann, war zunĂ€chst unklar.

Corona-Infektion: Britischer Premierminister auf Intensivstation

Am 28. MĂ€rz fĂŒhrte Boris Johnson aus der hĂ€uslichen QuarantĂ€ne noch den Vorsitz beim morgendlichen Treffen zum Coronavirus. Foto: Andrew Parsons/10 Downing Street/dpa

Zustand verschlechtert sich

London (dpa) – Der Zustand des mit dem Coronavirus infizierten britischen Premierministers Boris Johnson hat sich verschlechtert. Er sei auf eine Intensivstation gebracht worden, bestĂ€tigte eine Regierungssprecherin am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur in London.

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Erstmeldung (06.04.2020 – 04:09 Uhr)

London (dpa) – Sorge um den britischen Regierungschef: Der britische Premierminister Boris Johnson wurde am Sonntagabend wegen seiner Covid-19-Erkrankung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Das teilte der Regierungssitz Downing Street in London mit.

Er solle dort Tests unterzogen werden. «Es handelt sich um einen vorsorglichen Schritt, da der Premierminister noch zehn Tage, nachdem er positiv auf das Coronavirus getestet wurde, Symptome hat», hieß es in der Mitteilung der Regierung.

Johnson fĂŒhre die Regierung weiterhin, sagte ein Sprecher am Abend. Dennoch wurde damit gerechnet, dass sein Stellvertreter, Außenminister Dominic Raab, fĂŒr die Leitung einer Sitzung am Montag einspringen sollte.

Johnson seit 27. MÀrz in QuarantÀne

Der 55 Jahre alte konservative Politiker hatte am 27. MĂ€rz seine Infektion bekannt gemacht und sich in Selbstisolation in seiner Dienstwohnung zurĂŒckgezogen. Noch am Freitag meldete er sich mit einer Videobotschaft zu Wort. Er fĂŒhle sich zwar besser, habe aber weiterhin Fieber. «Dem Ratschlag der Regierung zufolge muss ich meine Selbstisolation weiterfĂŒhren», sagte der Premier.

Johnson wirkte erschöpft, trotzdem gab er sich optimistisch. Von seiner Dienstwohnung aus hatte er die vergangenen zehn Tage weiter gearbeitet. Selbst Kabinettssitzungen hatte er per Videokonferenz geleitet. Nun sind seine Ärzte wohl eingeschritten. Ob er die AmtsgeschĂ€fte auch in den kommenden Tagen weiterfĂŒhren kann, scheint fragwĂŒrdig. Sein Stellvertreter wĂ€re nach Medienberichten Außenminister Dominic Raab.

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Die Zahl der Toten durch die Coronavirus-Pandemie stieg in Großbritannien am Sonntag um 621 auf 4934 an. Johnsons Regierung steht unter großem Druck, die Zahl der Tests zu erhöhen und medizinisches Personal mit SchutzausrĂŒstung zu versorgen.

Auch Johnsons Verlobe Covid-19 positiv

Auch Johnsons schwangere Verlobte Carrie Symonds, hat nach eigenen Angaben eine Woche mit Symptomen der Lungenkrankheit Covid-19 im Bett verbracht. Das teilte die 32 Jahre alte ehemalige Kommunikationschefin der Konservativen Partei am Samstag per Twitter mit. Getestet worden sei sie aber nicht.

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«Nach sieben Tage Ausruhen fĂŒhle ich mich stĂ€rker und bin auf dem Weg der Besserung», so Symonds. Schwanger zu sein mit Covid-19 sei offensichtlich beunruhigend, fĂŒgte sie hinzu und teilte eine Online-InfobroschĂŒre mit ihren Followern.

«Bitte lesen Sie und befolgen Sie die aktuellsten Leitlinien, die ich sehr beruhigend fand», schrieb sie. Johnson und Symonds hatten erst Ende Februar ihre Verlobung und die Schwangerschaft bekannt gegeben. Das gemeinsame Baby soll im FrĂŒhsommer auf die Welt kommen.

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