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Fahrradfahren in Deutschland

Brauchen FahrrÀder in Zukunft Nummernschilder?

Aktualisiert 05.11.2020 - 13:43 Uhr

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Immer mehr Menschen schwingen sich auf ihr Fahrrad um in die Arbeit, die Uni oder die Schule zu fahren. Doch das kreiert erhebliche Probleme im Straßenverkehr.

Brauchen FahrrÀder in Zukunft Nummernschilder?

Foto: Shutterstock

Im Kampf gegen Verkehrsrowdys 

Mit der steigenden Radfahrer Zahl steigt auch die Zahl der immer rĂŒcksichtsloseren Rennfahrer. Jeder hat es in der FrĂŒh eilig und freut sich abends umso schneller Nachhause zu kommen. Doch Radrowdys können sowohl fĂŒr FußgĂ€nger als auch fĂŒr sich selbst gefĂ€hrlich sein.

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Kennzeichen fĂŒr FahrrĂ€der?

Aufgrund der steigenden Beschwerden von FußgĂ€ngern ist die Maßnahme eine Überlegung wert, sagte die Berliner PolizeiprĂ€sidentin Barbara Slowik der Berliner Morgenpost. „Wir beobachten eine zunehmende AggressivitĂ€t im Straßenverkehr – auch bei Fahrradfahrern.“ Die Maßnahmen mit den Kennzeichnen sei nötig, um schwĂ€chere Verkehrsteilnehmer vor StĂ€rkeren zu schĂŒtzen, meint Slowik. „ Bei Beschwerden, bei schweren VerstĂ¶ĂŸen und vor allem schweren Folgen finde ich, dass es ein wichtiger Aspekt sein kann.“

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Macht es Sinn FahrrÀder mit Nummernschildern auszustatten?

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey zufolge wĂŒnscht sich jeder zweite Deutsche Nummernschilder fĂŒr FahrrĂ€der.  Autofahrer, Rollerfahrer und E-Bike-Fahrer mĂŒssen bereits, im Gegensatz zu Fahrradfahrern,  Kennzeichnen haben. Auf die Frage „Sollte Ihrer Meinung nach eine Pflicht zur Kennzeichnung von FahrrĂ€dern eingefĂŒhrt werden“ antworteten 53 Prozent der Befragten mit Ja. 38,4 Prozent der Befragten sprachen sich dagegen aus.

Laut dem Hamburger Abendblatt ist die Zahl der von Radfahrern verursachten UnfÀlle von 1799 FÀllen im Jahr 2017 auf 1852 im Jahr 2018 gestiegen.

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Bayern spricht sich gegen solche Maßnahmen aus

MĂŒnchen gilt als eine der FahrradhauptstĂ€dten Deutschlands. Vor allem wĂ€hrend des Berufsverkehrs herrscht oft GedrĂ€ngel und Hektik auf den Straßen. Jedoch soll die Maßnahme des Nummernschilds nicht eingefĂŒhrt werden.

Obwohl Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer die Idee von Nummernschildern charmant findet, ist sie der Meinung dass sie in der Praxis nicht einfĂŒhrbar sind.

In Deutschland gibt es mehr als 78 Millionen FahrrĂ€der auf den Straßen. Demzufolge brĂ€uchten alle FahrrĂ€der Fahrzeugpapiere und Schilder. Außerdem, so Schreyer, besteht in Deutschland keine Versicherungspflicht fĂŒr FahrrĂ€der. Es wĂ€re also schwierig eine Lösung ĂŒber die Versicherungswirtschaft zu finden. Der mit der EinfĂŒhrung der Nummernschilder verbundene Verwaltungs- und Kostenaufwand steht also in keiner Relation mit dem zu erwartenden Nutzen.

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