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Das ├Ąndert sich 2021

Ab Januar: Mehr Kindergeld f├╝r Familien

Aktualisiert 02.11.2020 - 10:34 Uhr

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Familien hatten es wegen der Corona-Krise zuletzt besonders schwer. Ein kleiner Lichtblick: Ab Januar k├Ânnen sie mit mehr Geld rechnen. Die Entlastung hatten Union und SPD schon lange vor. Doch nicht alle profitieren davon gleicherma├čen.

Ab Januar: Mehr Kindergeld f├╝r Familien

┬ę Foto: shutterstock

Mehr Kindergeld und weniger Steuern f├╝r Familien

Berlin (dpa) – Familien winkt zum zweiten Mal in dieser Legislaturperiode mehr Kindergeld. Nach einem Plus von 10 Euro im vergangenen Sommer soll es ab dem kommenden Jahr noch einmal 15 Euro mehr im Monat geben. Das beschloss der Bundestag am Donnerstag.

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Auf das Jahr gerechnet bedeutet das f├╝r eine Familie mit zwei Kindern 360 Euro mehr. Die gro├če Koalition hatte sich die Erh├Âhungen bereits im Koalitionsvertrag nach der letzten Bundestagswahl vorgenommen.

Dass sie sie jetzt trotz Corona-Krise durchziehe, zeige ihre Priorit├Ąten, betonten Union und SPD. Die Opposition kritisiert allerdings, ausgerechnet bei Familien mit sehr wenig Geld komme die Entlastung ├╝berhaupt nicht an.

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Steuerliche Entlastungen für Familien vom rund 12 Milliarden Euro 

Das Finanzministerium rechnet pauschal: Steuerliche Entlastungen eingerechnet w├╝rden die Familien in Deutschland im Jahr um 12 Milliarden Euro entlastet. Zus├Ątzlich beschloss der Bundestag auch steuerliche Neuregelungen f├╝r Menschen mit Behinderung und pflegende Angeh├Ârige. Damit alles zum Jahreswechsel in Kraft treten kann, bedarf es allerdings noch der Zustimmung des Bundesrats. Ein ├ťberblick:

Kindergeld und Kinderfreibetrag steigen

Familien hatten es in den vergangenen Monaten besonders schwer – vor allem durch den Spagat zwischen Homeschooling und Homeoffice, viele Eltern mussten von zuhause arbeiten und gleichzeitig Ersatzlehrer sein. Deshalb hatte der Bundestag bereits einen Kinderbonus f├╝r die Krisenzeit beschlossen. Die Kindergeld-Erh├Âhung werde nun zus├Ątzlich helfen, betonten Union und SPD.

Konkret soll das Kindergeld f├╝r das erste und zweite Kind ab Januar auf 219 Euro pro Monat steigen, f├╝r das dritte Kind auf 225 Euro und ab dem vierten Kind auf 250 Euro. Dar├╝ber hinaus soll der Kinderfreibetrag bei der Steuer um mehr als 500 Euro auf 8.388 Euro angehoben werden.

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Eltern k├Ânnen entweder Kindergeld oder Kinderfreibetrag nutzen. Der Freibetrag verringert die Einkommensteuer und lohnt sich daher vor allem f├╝r Besserverdiener. Das Finanzamt pr├╝ft, welche Hilfe f├╝r welche Familie mehr bringt.

Die Opposition kritisierte, die h├Âheren Freibetr├Ąge entlasteten Familien, die das gar nicht n├Âtig h├Ątten. Familien mit ganz geringem Einkommen dagegen h├Ątten ├╝berhaupt nichts davon, weil das Kindergeld mit Hartz-IV verrechnet werde.

Steuerfreibetrag steigt für alle 

Egal ob Eltern, Paare oder Singles – alle Steuerzahler werden im kommenden Jahr finanziell entlastet. Der Grundfreibetrag, auf den man keine Steuern zahlen muss, wird angehoben, von 9.408 Euro auf 9.696 Euro.

Die Grenze, von der an der 42-prozentige Spitzensteuersatz verlangt wird, steigt von 57.052 Euro auf ein Jahreseinkommen von 57.919 Euro. F├╝r das Jahr 2022 ist eine weitere Erh├Âhung dieser Einkommensgrenzen vorgesehen.

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Nach Berechnungen des Steuerzahlerbundes sparen Singles mit einem Monatsbrutto von 2.500 Euro dadurch aber nur 6 Euro pro Monat. Bei einer Familie mit zwei Kindern w├╝rde ein Alleinverdiener mit einem monatlichen Einkommen von 6.000 Euro etwa 15 Euro im Monat sparen – hier kommt aber immerhin noch das h├Âhere Kindergeld hinzu. Au├čerdem k├Ânnen Alleinerziehende k├╝nftig h├Âhere Unterhaltsleistungen bei den Steuern abziehen d├╝rfen.

Pflege von Angeh├Ârigen wird steuerlich st├Ąrker beg├╝nstigt

Auch die Pflege von Angeh├Ârigen soll steuerlich st├Ąrker beg├╝nstigt werden. Der Pflege-Pauschbetrag f├╝r die beiden h├Âchsten Pflegestufen wird auf 1.800 Euro pro Jahr angehoben und damit nahezu verdoppelt.

Bei den niedrigeren Pflegestufen zwei und drei, die bisher nicht bedacht wurden, wird k├╝nftig ein Pauschbetrag von 600 beziehungsweise 1.100 Euro gew├Ąhrt. Nach Sch├Ątzungen des Gesundheitsministeriums k├Ânnten davon mehr als eine halbe Million Menschen profitieren.

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