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Neue soziales Medium

Nach Sperre auf Twitter und Facebook: Trump startet mit «Truth Social»

Aktualisiert 22.02.2022 - 13:57 Uhr

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Nach dem Sturm auf das Kapitol in Washington deaktivierte Meta Platforms Donald Trumps Zugriff auf sein Benutzerkonto bei Twitter und Facebook. Nun versucht er eine eigene Online-Plattform fĂŒr seine AnhĂ€nger zu etablieren.

Nach Sperre auf Twitter und Facebook: Trump startet mit «Truth Social»
©Foto: shutterstock

Truth Social: Trumps neue Kommunikationsplattform

Washington (dpa-AFX) – Der bei Twitter und Facebook ausgesperrte frĂŒhere US-PrĂ€sident Donald Trump versucht, eine eigene Online-Plattform fĂŒr seine AnhĂ€nger zu etablieren. Die von Trumps Mediengruppe entwickelte Twitter-Alternative Truth Social tauchte am Montag im amerikanischen App Store fĂŒr Apples iPhone auf.

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Trump hatte die Plattform im Oktober angekĂŒndigt, um der "Tyrannei" der großen Tech-Unternehmen die Stirn zu bieten. Die Social-Media-AktivitĂ€ten des 75-JĂ€hrigen haben eine besondere Bedeutung angesichts der Spekulationen ĂŒber eine mögliche Kandidatur bei der US-PrĂ€sidentenwahl 2024.

Probleme beim Start der Twitter-Attrappe 

Nutzerinnen und Nutzer hatten allerdings Probleme beim Start. Die App konnte am Montag heruntergeladen werden. Es war außerdem möglich, ein Konto einzurichten. Allerdings wurde dann auf eine Warteliste verwiesen – angeblich wegen hoher Nachfrage. "Wir lieben dich, und du bist nicht nur eine Nummer fĂŒr uns. Aber deine Nummer auf der Warteliste steht unten", hieß es. Auf der Webseite der Trump Media & Technology Group, dem Unternehmen hinter der neuen Plattform, zeigt ein Video, wie Truth Social aussehen soll. Darin sieht es so aus, als ob die Plattform Twitter Ă€hnelt.

Der Chef von Trumps Mediengruppe TMTG, Devin Nunes, sagte dem Sender Fox News am Sonntag, Ziel sei es, Truth Social bis Ende MĂ€rz voll funktionsfĂ€hig zu machen. Der Dienst wurde nach der AnkĂŒndigung im Herbst zunĂ€chst im kleinen Rahmen getestet.

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Grund fĂŒr Trumps Twitter-Verbannung

Facebook und vor allem Twitter waren jahrelang die wichtigsten KommunikationskanĂ€le fĂŒr Trump, doch er verlor den Zugang nach dem Sturm seiner AnhĂ€nger auf das Kapitol in Washington am 6. Januar 2021. Den Ausschlag gab, dass Trump Sympathie fĂŒr die Angreifer bekundet hatte. Außerdem behauptet er nach wie vor ohne jegliche Belege, dass ihm der Sieg bei der PrĂ€sidentenwahl im November durch Betrug gestohlen worden sei. Damit heizte er die Stimmung im Land auf.

Twitter sieht keinen Weg zurĂŒck fĂŒr den Ex-PrĂ€sidenten, der mehr als 80 Millionen Follower auf der Plattform hatte. Bei Facebook ist Trump zunĂ€chst bis Anfang 2023 verbannt. Googles Videoplattform YouTube schließt seine RĂŒckkehr nicht aus, nennt aber keinen zeitlichen Rahmen dafĂŒr.

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Die Twitter-Alternative fĂŒr Trump

Nach dem Rauswurf von Trump bei den wichtigsten sozialen Medien haben Trump und seine UnterstĂŒtzer mehrere AnlĂ€ufe unternommen, eine relevante Alternative zu Twitter & Co. aufzubauen. Im Mai ließ Trump einen Blog auf seiner Website einrichten. Dort beklagte sich der ehemalige PrĂ€sident vor allem ĂŒber angebliche BetrĂŒgereien bei den PrĂ€sidentschaftswahlen 2020.

Nach einem Monat wurde der Blogbereich wieder geschlossen. Mittlerweile kommuniziert Trump unter anderem ĂŒber seine Sprecherin Liz Harrington auf Twitter, die dort regelmĂ€ĂŸig Mitteilung des Ex-PrĂ€sidenten veröffentlicht.

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