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Deutscher Astronaut ĂŒber den Weltraum

Herr Astronaut, wie riecht das Weltall? Deutscher erzÀhlt von Weltraum-Erfahrungen

Aktualisiert 30.05.2022 - 15:21 Uhr

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Wie riecht das Weltall? Nicht viele kennen eine Antwort auf diese Frage. Esa-Raumfahrer Matthias Maurer allerdings schon.

Herr Astronaut, wie riecht das Weltall? Deutscher erzÀhlt von Weltraum-Erfahrungen

Kennt den Geruch des Weltalls: Astronaut Matthias Maurer. (dpa)

Schwerkraft ist fĂŒr Astronauten Gewöhnungssache

Der deutsche Esa-Raumfahrer Matthias Maurer hat den Geruch des Weltalls mit dem metallischen Duft einer sprĂŒhenden Wunderkerze verglichen.
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Wenn eine Kapsel frisch an der Raumstation ISS ankomme, könne man das Aroma deutlich vernehmen, sagte Maurer der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn wir dann die Luken öffnen, riecht man die OberflĂ€che, die noch vor wenigen Minuten im freien Weltraum war. Es riecht ein wenig wie Wunderkerzen an Weihnachten.» Auch sein Raumanzug habe nach seinem Einsatz außerhalb der ISS so gerochen.

Klinischer Geruch wie im Labor

Innerhalb der Internationalen Raumstation rund 400 Kilometer ĂŒber der Erde riecht es Maurer zufolge etwa so klinisch wie in einem Labor. «Ich hatte eigentlich erwartet, basierend auf den ErzĂ€hlungen der Kollegen, dass es wie im U-Boot riecht», sagte der 52 Jahre alte SaarlĂ€nder schmunzelnd. Der Astronaut der europĂ€ischen Raumfahrtagentur Esa war am 6. Mai nach fast einem halben Jahr auf dem Außenposten der Menschheit auf die Erde zurĂŒckgekehrt.

Noch nicht wieder an Schwerkraft gewöhnt

Ihm passierten immer noch kleine Fehler, weil er sich nach 177 Tagen in der Schwerelosigkeit noch nicht wieder völlig an die Schwerkraft gewöhnt habe, sagte Maurer. «Dass ich zum Beispiel jemandem etwas rĂŒberwerfen wollte und dem Ding wie im Weltraum nur einen leichten Schubser gegeben habe. Es fiel natĂŒrlich nur einen Meter vor mir vor meine FĂŒĂŸe.» Zurzeit mache er intensive Übungen, um unter anderem die Feinmotorik anzusteuern. «Ich merke, dass mein Kopf hier unten sehr viel wiegt und muss meine Nackenmuskeln erst wieder trainieren.»

Wohl bald werde er zu Nachbesprechungen in die USA fliegen. «Danach werde ich ein bisschen Urlaub machen – aber nach der Sommerpause geht es weiter», kĂŒndigte Maurer an, der einen weiteren Raumflug im Blick habe. «Ich hoffe, dass ich noch einmal die Möglichkeit haben werde – entweder noch einmal zur ISS oder gar zum Mond.» Auf dem Erdtrabanten könnten wichtige Erkenntnisse auch fĂŒr eine mögliche Mars-Mission gewonnen werden.

Mit Material der dpa

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