Schwarze Löcher
Neue Technik: Riesiges Schwarzes Loch entdeckt
Stand 04.04.23 - 10:27 Uhr
Dank einer neuen Technik haben Forscher ein gigantisches Schwarzes Loch entdeckt und eröffnen damit die Chance, Schwarze Löcher in bislang unzugänglichen Galaxien aufzuspüren.
©shutterstock
Forscher entdecken Schwarzes Loch in ferner Galaxie
Ein Team von Wissenschaftlern in Großbritannien hat mit Hilfe einer neuen Technologie eines der größten bekannten Schwarzen Löcher aufgespürt. Damit könnte die Ortung tausender weiterer Schwarzer Löcher möglich werden.
- Anzeige -Wie wurde diese Entdeckung gemacht?
In einer Studie im Fachblatt „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“ wird berichtet, dass die Masse des entdeckten Schwarzen Lochs 30 Milliarden Mal größer ist als die unserer Sonne.
Das Schwarze Loch wurde etwa zwei Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt lokalisiert, was durch die Anwendung einer neuen Technik namens „gravitational lensing“ möglich gemacht wurde. Dabei wird die Existenz eines schwarzen Lochs durch Licht, das aus fernen Galaxien zu uns dringt, festgestellt, wenn es sich verstärkt und nach innen krümmt.
Dieser Prozess lässt sich mit einem Lichtstrahl, der durch den Boden eines Glases scheint, vergleichen.
- Anzeige -Was ist das Besondere an Schwarzen Löchern?
Aufgrund ihrer extrem hohen Gravitation üben Schwarze Löcher eine so starke Anziehungskraft aus, dass selbst Licht nicht in der Lage ist, ihrer Gravitationskraft zu entkommen. Daher sind sie für das menschliche Auge normalerweise unsichtbar und konnten bisher nur indirekt beobachtet werden.
Eine Möglichkeit, Schwarze Löcher zu beobachten, besteht darin, große Mengen an Licht an ihren Rändern zu erkennen oder indem die Umlaufbahnen von Sternen gemessen werden, die beim Vorbeiflug an einem Schwarzen Loch an Geschwindigkeit zunehmen. Diese Techniken sind jedoch auf relativ nahe Galaxien beschränkt.
Welchen Einfluss hat die neue Entdeckung?
Mithilfe der Gravitationslinsen besteht nun die Möglichkeit, Schwarze Löcher in den übrigen 99 Prozent der Galaxien zu entdecken, die bisher aufgrund der Entfernung nicht zugänglich waren. Dadurch kann sich unser Bild vom Weltall voraussichtlich dramatisch verändern.
Für ihre jetzt veröffentlichte Entdeckung nutzten die Forscher Bilder des Weltraumteleskops „Hubble“ sowie Computersimulationen. Außerdem schlossen sie andere Möglichkeiten aus, wie eine Überkonzentration von dunkler Materie.
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