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Coronavirus weltweit

Reisewarnung für mehr als 160 Länder wird bis Ende August verlängert

Aktualisiert 10.06.2020 - 14:55 Uhr

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Badeferien etwa in Italien oder auch auf Mallorca dürften im Sommer trotz Corona klappen. Schwieriger wird es bei Urlaub außerhalb der EU - aber es könnte Ausnahmen geben.

Reisewarnung für mehr als 160 Länder wird bis Ende August verlängert

Die Reisewarnung für Nicht-EU-Länder soll bis Ende August verlängert werden. Foto: picture alliance / dpa

Ausnahmen für einzelne Länder möglich

Berlin (dpa) – Die Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie fĂĽr mehr als 160 Länder auĂźerhalb der Europäischen Union wird bis 31. August verlängert.

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Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch einen entsprechenden Beschluss verfasst, der aber Ausnahmen für einzelne Länder zulässt, die bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu sollen etwa die Entwicklung der Infektionszahlen, die Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme, Testkapazitäten, Hygieneregeln und Reisebeschränkungen zählen. Der Reiseverband DRV hatte solche Maßstäbe auch für Ziele außerhalb Europas gefordert.

Von Kreuzfahrten wird abgeraten

Die Bundesregierung rät auch weiter dringend von Kreuzfahrten ab. Mehrere Kreuzfahrtschiffe hatten im März wegen Infektionen an Bord Probleme, einen Hafen zu finden, in den sie einlaufen konnten.

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Reisewarnung seit dem 17. März 2020

AuĂźenminister Heiko Maas (SPD) hatte am 17. März nach Ausbruch der Corona-Pandemie eine Reisewarnung fĂĽr Touristen fĂĽr alle rund 200 Länder der Welt ausgesprochen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde nur bei einer Gefahr fĂĽr Leib und Leben etwa in Kriegsgebieten vor Reisen gewarnt – und damit eine kostenlose Stornierung ermöglicht.

Reisewarnung fĂĽr die EU wird am 15. Juni aufgehoben

In der vergangenen Woche beschloss das Bundeskabinett, die Reisewarnung am 15. Juni für 31 europäische Länder aufzuheben. Dazu zählen die 26 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union, das gerade aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein.

Für 29 Länder erfolgt die Aufhebung am 15. Juni, für Spanien und Norwegen erst später, weil dort noch Einreisesperren gelten. Für diese Länder wird es künftig nur noch sogenannte Reisehinweise geben.

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Verlängerung der Reisewarnung trifft Tourismusbranche

Die verlängerte Reisewarnung unter anderem für beliebte Reisegebiete wie die Türkei, Ägypten oder Tunesien bedeutet einen herben Rückschlag für die von der Corona-Krise schwer getroffene Tourismusbranche. Der tourismuspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Marcel Klinge, kritisierte die Verlängerung der Reisewarnung als «Todesstoß für die deutsche Reisewirtschaft».

Die Tourismuswirtschaft zählt zu den von der Corona-Krise am härtesten getroffenen Branchen. Das Sommergeschäft mit Auslandsreisen ist normalerweise die umsatzstärkste Saison der Branche mit etwa 2300 Veranstaltern und mehr als 11.000 Reisebüros in Deutschland. Nach Angaben des DRV führen 70 Prozent aller mehr als 71 Millionen Reisen der Deutschen ins Ausland.

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TĂĽrkei will deutsche Touristen empfangen

Vor allem die TĂĽrkei wirbt bereits offensiv um deutsche Touristen. Der tĂĽrkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will nach dpa-Informationen noch in dieser Woche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefonieren, um mit ihr unter anderem ĂĽber dieses Thema zu sprechen. FĂĽr die Bundesregierung wird es nun schwierig: Jede Aufhebung einer Reisewarnung fĂĽr ein Land auĂźerhalb der EU könnte andere Länder verärgern. Wenn die Reisewarnung fĂĽr die TĂĽrkei aufgehoben wird, könnte sich Ă„gypten beschweren – und so weiter.

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Spanien lockert Einreiseverbot auf den Balearen 

Spanien hat unterdessen das Einreiseverbot ein bisschen gelockert. Von Montag an wollen die Balearen – die Inselgruppe, zu der auch Mallorca gehört, bis zu insgesamt 10.900 Urlauber aus Deutschland einreisen lassen. Deutschland sei aus zwei «offensichtlichen» GrĂĽnden fĂĽr dieses Pilotprojekt ausgewählt worden, sagte die Regionalpräsidentin der Balearen, Francina Armengol, in Palma de Mallorca. «Deutschland ist das Land, aus dem am meisten Urlauber zu uns kommen, und die epidemiologischen Zahlen sind den unseren sehr ähnlich». Ganz Spanien will sich erst am 1. Juli wieder fĂĽr den Tourismus öffnen.

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