München - Feldkirchen
Zeugen gesucht: Unbekannte erbeuten mit Schockanruf mehr als 10.000 Euro
Stand 07.01.22 - 12:06 Uhr
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Mit einem Schockanruf über einen angeblichen Verkehrsunfall haben Unbekannte mehr als 10.000 Euro erbeutet. Jetzt sucht die Münchner Polizei Zeugen, die den Täter möglicherweise beobachtet haben.
© Foto: shutterstock
Wer hat etwas beobachtet?
Am Dienstag, 04.01.2022, zwischen 14:00 Uhr und 16:30 Uhr, erhielt eine über 70-Jährige aus Feldkirchen einen Anruf einer angeblichen Mitarbeiterin des Amtsgerichts München. Diese schilderte ihr, dass die Tochter der über 70-Jährigen in einen Autounfall verwickelt gewesen ist, bei dem eine Person gestorben sei.
- Anzeige -Um zu verhindern, dass die Tochter in Haft geht, solle die über 70-Jährige eine Kaution in einem fünfstelligen Wert zahlen. Des Weiteren würde ein Mitarbeiter des Amtsgerichts zu Hause vorbeikommen, um das Geld abzuholen.
Aufgrund dessen packte die über 70-Jährige Bargeld, welches sie zu Hause hatte und Schmuck (nachdem zusätzlich gefragt wurde) in eine Tasche. Im Verlauf des Einpackens bis zur Abholung eines unbekannten Täters wurde telefonischer Kontakt gehalten. Noch während des Telefonats erschien dann der angebliche Mitarbeiter und nahm die Tasche in Empfang.
Unbekannter "Abholer" kann mit Beute entkommen
Der unbekannte Täter, der als Abholer fungierte, hatte keinen direkten Kontakt zur über 70-Jährigen und konnte in unbekannte Richtung entkommen. Ca. eine halbe Stunde später meldete sich die über 70-Jährige bei der örtlichen Polizeiinspektion, wo sie über diesen Betrug aufgeklärt wurde.
Die AG Phänomene hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
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Der Täter wurde wie folgt beschrieben:
- Männlich, ca. 170 cm groß, südländische Erscheinung;
- schwarze Lederjacke, dunkles T-Shirt,
- schwarze Stickmütze und trug eine OP-Maske
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Aschheimer Straße, Hohenlindner Straße, Zeppelinstraße, Bahnhofstraße, Sonnenstraße, Kreuzstraße und Emeranstraße (Feldkirchen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3, AG-Phänomene, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
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Hinweis der Münchner Polizei:
Falsche Mitarbeiter eines Amtsgerichts oder Staatsanwaltschaft verwenden fast immer den Trick, dass sie die Angerufenen über Unglücksfälle von Verwandten informieren. Sie behaupten, dass diese den Unfall verursacht hätten und deshalb verhaftet worden sind. Dies kann nur durch Zahlung eines bestimmten Betrages abgewendet werden. Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art.
- Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.
- Machen Sie am Telefon niemals Angaben über Ihre finanziellen Verhältnisse und teilen Sie keine Bankverbindungsdaten mit.
- Vergewissern Sie sich selbst bei Ihren Angehörigen, ob diese tatsächlich gerade in einen Unfall verwickelt sind.
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