Zeckenschutz
Zecken jetzt schon im März: FSME-Impfung dieses Jahr früher nötig
Stand 01.03.24 - 13:12 Uhr
Wegen der warmen Temperaturen sind jetzt schon Zecken unterwegs. München gilt als Risikogebiet.
©shutterstock
Wie viel sparst du wirklich?
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die durch Viren verursacht wird, gehört zu den bedeutendsten durch Zecken übertragenen Infektionskrankheiten in Deutschland.
Bisher galten das Frühjahr und der Sommer als besonders übertragungsrelevant, da in dieser Zeit die höchste Zeckenaktivität bestand. Begünstigt durch milde Temperaturen auch im Winter können Zecken inzwischen jedoch nahezu ganzjährig aktiv sein und ihr Stich zu Infektionen führen.
München gehört – als einer von derzeit 178 Stadt- und Landkreisen in Deutschland – seit letztem Jahr zu den Regionen, die vom Robert Koch-Institut als FSME-Risikogebiet eingestuft wurden.
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Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek:
„Lassen Sie sich und Ihre Kinder jetzt gegen FSME impfen und schützen Sie so sich und Ihre Lieben vor der gefährlichen FSME-Infektion. Sie kann zu einer Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute mit zurückbleibenden Lähmungen führen, und in Einzelfällen sogar tödlich verlaufen. All das ist vermeidbar, deshalb appelliere ich an die Münchner*innen, besonders an die im Freien aktiven Personen: Lassen Sie sich gegen FSME impfen beziehungsweise Ihren Impfschutz auffrischen.“
Gegen FSME gibt es eine wirksame und gut verträgliche Impfung. Die Grundimmunisierung besteht aus drei Injektionen, wobei bereits nach der zweiten Impfung eine ausreichende Immunität aufgebaut wird. Daher ist es auch für diese Saison, in der es nach Expertenmeinung sehr viele Zecken und FSME-Fälle geben könnte, wichtig, sich bereits jetzt impfen oder seinen Impfschutz vervollständigen zu lassen. Der Abschluss der Grund- immunisierung durch eine dritte Injektion erzeugt einen Immunschutz für mehrere Jahre.
Beratung zur Zecken-Impfung in München
Das Gesundheitsreferat bietet über seine Impfberatungsstelle Aufklärung bei Fragen rund um den Impfschutz an. Diese ist werktäglich von 11 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 233-66907 zu erreichen. Impfungen können bei Hausärztin oder Hausarzt, aber auch in der Impfstelle des Gesundheitsreferates durchgeführt werden. Eine Terminvereinbarung kann unter 233-66912 erfolgen. Weitere Informationen sind unter http://www.muenchen.de/impfen zu finden.
Was kann man gegen Zecken beim Menschen und Hunden machen?
Zecken sind meist in Wäldern, Wiesen, Parks und Gärten zu finden. Sie halten sich bevorzugt dort auf, wo es warm und feucht ist, beispielsweise im Gebüsch, im Gras, am Wegrand oder im Unterholz. Die landläufige Annahme, dass Zecken sich von den Bäumen fallen lassen, ist dabei nicht korrekt. Vielmehr streift man sie ab, wenn man beispielsweise durch hohes Gras oder ein Gebüsch geht.
Geschlossene Kleidung – zum Beispiel mit in die Socken gesteckten Hosenbeinen – und festes Schuhwerk erschweren der Zecke den Kontakt zur Haut. Da Zecken auch andere Infektionskrankheiten, vor allem die durch Bakterien verursachte Borreliose verbreiten, ist zudem ein Absuchen der Kleidung und der Haut am gesamten Körper, insbesondere der Hautfalten, nach dem Aufenthalt in den genannten Bereichen auch unabhängig vom eigenen FSME-Impfstatus immer angesagt. Helle Kleidung hilft dabei, da insbesondere die jungen Zeckennymphen mit unter einem Millimeter sehr klein sind und auf heller Kleidung besser entdeckt werden.
Bei Felltieren werden die Parasiten meist erst entdeckt, wenn deren Hinterleib nach dem Vollsaugen tastbar wird. Deshalb hilft bei Mensch und Tier das prophylaktische Auftragen von Insektenschutzmitteln, die einen Angriff der Zecken unterdrücken sollen. Festgesaugte Zecken sollten nicht herausgezogen oder -gedreht, sondern mit Hilfsmitteln wie einer Zeckenzange durch wiederholte Seitwärtsbewegungen entfernt werden.
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