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Düstere Prognose

Stellenabbau am Flughafen München

Aktualisiert 04.11.2020 - 13:07 Uhr

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Nach den drastischen Einbrüchen wegen Corona versuchen Arbeitgeber und Betriebsrat jetzt, für die Betroffenen möglichst verträgliche Lösungen zu finden. 

Stellenabbau am Flughafen München

Foto: Flughafen München GmbH

Corona-Krise trifft den Flughafen hart

Der Flughafen München gilt als sozial großzügiger Arbeitgeber – auch aufgrund der Anteilseignung des Staates. Corona zwingt die Flughafen München GmbH (FMG) jedoch zu einer "Anpassung der Personalsituation"

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Erheblicher Einbruch im Flug-Verkehr

Viele Jahre erlebte der Flughafen München ständige Passagierrekorde und wachsende Umsatzzahlen. Diese Zeiten erhielten mit Einsetzen der Corona-Pandemie ein jähes Ende – der Flugverkehr kam zum Erliegen. Die FMG spürt dies in den Kassen, und beschließt nun Personalmaßnahmen für einen Wegfall von Arbeitsplätzen.   

Die Pläne für den Personalabbau am Airport werden konkret. Die FMG bestätigte am 9. September, Gespräche der Geschäftsführung mit dem Betriebsrat über eine "Anpassung der Personalsituation in allen Funktionen und Ebenen". 

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Diese Maßnahmen möchte der Flughafen München ergreifen

Neben altersbedingten Ausscheiden von Mitarbeitern setze die FMG auf Vorruhestandsregelungen, Freiwilligenprogramme mit Abfindungen und Teilzeitregelungen sowie auf Fortsetzung der Kurzarbeit. Der Stellenabbau werde sich "über die nächsten Jahre erstrecken" und sozialverträglich sein, heißt es. Kündigungen soll es nicht geben.

Angaben wie viele der etwa 10.000 Mitarbeiter gehen müssen, machte die FMG nicht. Bereits im Juli gab es Pläne, etwa jede fünfte Stelle aufzulösen. Besonders betroffen ist die größte Tochter, die Aeroground mit 2400 Mitarbeitern. Dort sind die Flugzeugabfertiger angesiedelt. 

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FMG-Chef rechnet mit Rückkehr des Niveaus der Vor-Corona-Zeit

Die "Durststrecke" im Luftverkehr werde "mehrere Jahre" dauern, sagte FMG-Chef Jost Lammers. Vor 2025, so heißt es, werde das Niveau der Vor-Corona-Zeit nicht errecht. Vom Flughafen München aus werden zwar wieder über 100 Ziele angeflogen, doch die Passagierzahl ist sehr niedrig.

Am Flughafen München ist eine große Event-Arena in Planung. Schon jetzt spaltet das Projekt die Gemüter: Kritiker vermuten ein Kultur-Streben, auch eine enorme Zunahme des Verkehrs wird befürchtet.

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