Der Kampf um die Wohnung
Mieten in München: Nahezu unbezahlbar
Stand 02.08.17 - 14:04 Uhr
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Bezahlbare Wohnungen finden? Eine Sache der Unmöglichkeit. Eine aktuelle Untersuchung des Instituts des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) zeigt jetzt, wie angespannt der Wohnungsmarkt in der Landeshauptstadt wirklich ist.
Wohnen in München fast nur noch auf dem Land bezahlbar
Die Ergebnisse des Instituts des Immobilienverandes Deutschland (IVD) werfen Fragen auf. Die dringendste: Wo kann man sich den Umzug in der Region überhaupt noch leisten?
Durchschnittsmiete steigt innerhalb eines halben Jahres um 3,3 Prozent
In keiner anderen Stadt in der Bundesrepublik steigen die Mieten so rasant wie in München: Laut IVD-Studie "lag die Durchschnittsmiete für Bestandswohnungen mit gutem Wohnwert im Frühjahr bei 15,50 Euro pro Quadratmeter", heißt es in der Süddeutschen Zeitung. Das bedeutet einen Anstieg der Durchschnittsmiete um 3,3 Prozent bzw. um 50 Cent seit Herbst 2016. Und verglichen mit 1995 sind die Mietpreise durchschnittlich um 70 Prozent gestiegen. Spitzenreiter bei den teuersten Mieten ist der Bezirk Altstadt-Lehel mit im Schnitt 19,20 Euro pro Quadratmeter. Das führt dazu, dass selbst Menschen mit einem mittleren Einkommen Abstriche nach einem Umzug müssen. Wieviel Wohnraum man in dieser Gehaltsklasse in noch bekommen, hat der Münchner Merkur in einem Überblick zusammengestellt: "Hier reicht das mittlere Einkommen rechnerisch lediglich für 54 Quadratmeter Wohnfläche", zitiert der Merkur eine aktuelle Studie. Das ist selbst für Paare ohne Kinder nicht viel. Familien müssen demnach noch weit mehr als die empfohlenen 35 Prozent des Haushaltseinkommens für die Miete aufbringen, um ausreichend Platz zu haben.
- Anzeige -Wohnungssuche in München: Stress vorprogrammiert
Vor dem Umzug in die Stadt oder innerhalb dieser sollte man sich auf den Wohnungsmarkt und seine Herausforderungen in jedem Fall vorbereiten und sich die Wohnungssuche und den Umzugstag möglichst leicht gestalten. Denn: Wer sich vergrößern möchte, Nachwuchs bekommen hat oder aus einem anderen Grund eine neue Bleibe sucht, kann angesichts dieser Zahlen davon ausgehen, dass das Wohnen in München nahezu überall teurer geworden ist. Die günstigsten Mieten gibt es im Hasenbergl mit durchschnittlich 12 Euro pro Quadratmeter und in Neuperlach (12,10 Euro). Immerhin: Wohnungssuche und Umzug lassen sich inzwischen dank des Internets besser planen. Über Immobilienportale wie Immobilienscout24.de kann man schnell nach passenden Wohnungsgrößen und Mietpreisen filtern und findet bei seriösen Anzeigen auch direkt Informationen zum Besichtigungstermin und notwendigen Unterlagen. Den Umzug in München kann man schließlich von einem ortskundigen Umzugsunternehmen durchführen lassen: Viele Anbieter haben sich auf den umkämpften Markt eingestellt und kümmern sich nicht nur um den Transport, sondern auf Wunsch auch um das Beantragen von Halteverbotszonen. So ersparen sich von einer stressigen Wohnungssuche geplagte Umzügler immerhin einen anstrengenden selbstorganisierten Umzug.
Welche Optionen haben Umzügler in der Region noch?
Wer günstigeren Wohnraum in der Region sucht und nicht vor längeren Pendelwegen zurückschreckt, kann sich auch in den umliegenden Landkreisen umschauen. Wohnungen zu Schnäppchenpreisen sind aber auch im Münchner Speckgürtel Mangelware geworden. Einen "äußerst entspannten" Wohnungsmarkt gibt es in Bayern nur noch vereinzelt: So etwa im Bayerischen Wald, in Teilen Frankens oder der Oberpfalz. Aufgrund der großen Distanz sind diese Kreise aber fürs tägliche Pendeln kaum bis gar nicht mehr geeignet. Noch ist es in den Nachbarlandkreisen aber etwas günstiger als in der Stadt – auch wenn in Fürstenfeldbruck, Dachau oder Starnberg ebenfalls die Mieten steigen. Eine Entspannung des Wohnungsmarkts in München und im Umland ist in absehbarer Zeit jedenfalls kaum zu erwarten.
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