Hier wird diese Woche gestreikt
Diese Woche: Warnstreiks in Kitas und Kliniken
Stand 07.03.23 - 13:34 Uhr
Die Gewerkschaft Verdi hat für diese Woche erneut Warnstreiks angekündigt. Wo gestreikt wird, erfährst du hier.
© shutterstock
Ganztägiger Warnstreik der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst
Die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste aus folgenden Kommunen und Einrichtungen werden am Mittwoch, 8. März 2023 zum ganztägigen Streik aufgerufen:
- Anzeige -- Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München (LHM)
- Sozialreferat der Landeshauptstadt München (LHM)
- Kreisjugendring München Stadt
- Kreisjugendring München Land
- Landratsamt München
- Landratsamt Starnberg
Die größte Beschäftigtengruppe sind Erzieherinnen und Erzieher sowie Sozialpädagoginnen und –pädagogen.
Der Streiktag wurde extra auf den Internationalen Frauentag gelegt, weil im Sozial- und Erziehungsdienst überwiegend Frauen arbeiten.
Auswirkungen des Streiks
Streikbedingt werden voraussichtlich Kitas, Kinderkrippen, Tagesheime, Horte, Haus für Kinder, Tagestreffs und weitere Einrichtungen geschlossen.
Die Eltern werden vorab direkt in der Einrichtung informiert, ob sie am Streiktag geöffnet hat oder geschlossen ist.
Arbeitssituation der Beschäftigten
Im gesamten Bereich der Sozial- und Erziehungsdienste herrscht ein Personalmangel. Das führt zu einer Überlastung der Beschäftigten. Die Folgen sind Unzufriedenheit, Angst vor Fehlern und Burnout. Nicht wenige verlassen deshalb den Beruf, was den Personalmangel noch verschärft.
Die Streikenden versammeln sich um 11:00 Uhr auf dem Münchner Karlsplatz/Stachus zu einer Kundgebung.
- Anzeige -Welche Einrichtungen sind konkret betroffen?
Eltern werden im Vorfeld benachrichtigt, ob die entsprechende Kita geschlossen bleibt. Welche es am Mittwoch am Ende konkret sind, kann allerdings nicht gesagt werden. Es kann von kompletten Schließungen über eingeschränkten Betrieb bis zu keinen Auswirkungen alles auf Eltern zukommen.
Kann es sein, dass Eltern vor verschlossenen Türen stehen?
Ja. Es ist nicht auszuschließen, dass Personal ohne Vorankündigung dem Streik folgt. Die Stadt München empfiehlt Eltern, sich untereinander auszutauschen und über weitere Medien zu informieren.
- Anzeige -Gibt es Notbetreuungen?
Notbetreuung gibt es üblicherweise bei mehrtägiger Schließung der Einrichtung. Dann können Eltern bei der Einrichtungsleitung eine Notbetreuung in einer anderen, weniger vom Streik betroffenen Einrichtung beantragen. Liegen schließlich mehr Anträge als Plätze vor, wird per Los entschieden. Alle Infos dazu findest du übrigens hier.
Stand der Tarifverhandlungen
In den Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst haben die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das Verdi nur als Verhöhnung der Beschäftigten bewertet. Nach neun sog. Nullmonaten soll es eine Erhöhung von 3 % geben. Acht Monate später dann erneut 2 %. Und das bei einer Gesamtlaufzeit von 27 Monaten.
Die darüber hinaus angebotene Inflationsausgleichsprämie von insgesamt 2.500 € soll nicht auf den Monatstabellenlohn aufgeschlagen werden.
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