EU einig über Verbot von Einweg-Plastik
EU-Beschluss: Diese Plastikprodukte werden abgeschafft
Stand 19.12.18 - 14:10 Uhr
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Riesige Mengen Plastikmüll landen jedes Jahr in den Ozeanen. Die Europäische Union hat nun entschieden einige Plastikprodukte werden verboten.
© Foto: Ralf Hirschberger / dpa
Im Kampf für eine saubere Umwelt
Brüssel (dpa / 95.5 Charivari) – Das EU-Verbot von Plastiktellern, Trinkhalmen und anderen Wegwerfprodukten aus Kunststoff ist unter Dach und Fach. Die EU-Staaten haben sich am Mittwochmorgen in Brüssel auf die Einzelheiten geeinigt. Das Verbot soll dazu beitragen, die Massen von Plastikmüll in der Umwelt und in den Weltmeeren einzudämmen.
- Anzeige -Die EU-Kommission hatte bereits im Mai vorgeschlagen, Einmalgeschirr, Strohhalme, Wattestäbchen und andere Wegwerfartikel aus Plastik zu verbieten. Die Menge an Lebensmittel-Verpackungen und Trinkbechern soll mit Reduktionszielen zurückgedrängt werden. In Kraft treten werden die Änderungen voraussichtlich in gut zwei Jahren.
Diese Produkte sind von dem Verbot betroffen:
- Trinkhalme
- Besteck
- Teller
- Luftballonstäbe
- Rührstäbchen für den Kaffee
- dünne Plastiktüten
- Wattestäbchen
- Getränkeverpackungen aus erweitertem Polystyrol
- so genanntes „oxo-abbaubares Plastik“ – ein Material mit Metallbeimischung
Gegen die Müllflut
Die Strategie gegen Plastikmüll dürfte für fast Jeden im Alltag spürbare Veränderungen bringen. Verboten werden sollen aber nur Gegenstände, für die es bessere Alternativen gibt.
Die EU-Kommission verspricht sich von dem Plan große Umweltvorteile. Die Maßnahmen sollen den Ausstoß von Kohlendioxid um 3,4 Millionen Tonnen verringern. Bis 2030 könnten Umweltschäden im Wert von 22 Milliarden Euro vermieden werden, hieß es.
Verbraucher könnten bis zu 6,5 Milliarden Euro sparen. Die Kommission begründet den Vorstoß vor allem mit dem Schutz der Ozeane. Mehr als 80 Prozent des Mülls in den Meeren seien Plastik.
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