Sommer im April
Badeunfall-Gefahr: DLRG warnt vor kühlen Wassertemperaturen
Stand 05.04.24 - 14:11 Uhr
Die sommerlichen Temperaturen im April motivieren viele dazu, ins Schlauchboot oder aufs Stand-Up-Paddle zu steigen. Die Wassertemperaturen sind trotzdem niedrig, also Vorsicht vor einem Kälteschock.
©shutterstock
Gefahren in Gewässern
München (dpa/lby) – Badewetter im April – scheinbar: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für das Wochenende zwar eine regelrechte «Temperaturexplosion», die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bayern warnt jedoch davor, in die noch sehr kühlen Gewässer zu springen. Denn Seen und Flüsse erwärmen sich langsam, wie ein DLRG-Sprecher sagte.
- Anzeige -Werden die 30 Grad geknackt?
«Es wird in Bayern hochsommerlich warm», sagte der Leiter der Regionalen Wetterberatung München, Guido-Peter Wolz. Örtlich könne die 30-Grad-Marke vielleicht geknackt werden. Das sei außergewöhnlich. Der DWD rechnet damit, dass an mehreren Messstationen Rekorde für die erste April-Dekade gebrochen werden, die vom 1. bis 10. April dauert.
Vorsicht vor den Wassertemperaturen
Die DLRG geht nach eigenen Angaben davon aus, dass viele Menschen die sommerlichen Bedingungen für Ausflüge mit Schlauchboot oder Stand-Up-Paddelbrett nutzen werden. Ein leichtfertiger Umgang damit sei bei diesen Wassertemperaturen riskant, sagte der Sprecher. «Wir warnen eindringlich davor, nach einem längeren Aufenthalt in der Sonne ins kalte Wasser zu springen. Das ist lebensgefährlich.» Es könnte zu einem Kälteschock kommen. Das gelte auch für Stand-Up-Paddler oder Schlauchbootfahrer, die versehentlich ins Wasser fallen. Besonders gefährdet seien zudem Nichtschwimmer, so der Sprecher.
DLRG immer vor Ort
Die Präsenz der DLRG an Gewässern sei unabhängig vom Wetter gesichert, denn das ganze Jahr über stünden Schnelleinsatz-Gruppen bereit, die nach einem Notruf von den Rettungsleitstellen alarmiert würden. Die Rettungsstationen an den Badeseen seien standardmäßig von Mitte Mai bis Anfang September an Wochenenden und feiertags besetzt. Bei Besonderheiten wie am kommenden Wochenende hänge die Besetzung vom örtlichen Bedarf ab, zum Beispiel am Starnberger See.
Liegt das warme Wetter am Klimawandel?
Ungewöhnlich warm wird es den Prognosen nach auch in den Bergen. Auf der Zugspitze könnten Höchsttemperaturen um plus 8 Grad auftreten, hier lag der bisherige April-Rekord 1985 bei 9,3 Grad. Grund für die sommerliche Wärme seien verschiedene Faktoren. «Wir haben einen aktuell zu warmen Atlantik, gepaart mit einer Strömung aus Südwesten», die durch ein Orkantief westlich von Irland noch verstärkt wird, sagte Wolz. Hinzu komme auch das erwartete sonnige Wetter. Die extremen Temperaturen seien somit nicht allein mit dem Klimawandel zu erklären.Schon im Februar und März sei es in Bayern viel zu mild gewesen, der Trend setze sich fort. Eine Prognose für den Sommer könne man daraus jedoch nicht geben. Hierfür sei es zu früh.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Im August 2026 starten neue Regeln für Familien, Bahnkunden, KI, Solaranlagen und Verpackungen.
Freie Fahrt, freie Schifffahrt, freier Bergspaß: Bayern belohnt Einser
Die Stadt München verlängert ihre Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Wassernutzung nicht. Auch die Wasser-Sparanordnung der Stadtwerke München läuft aus. Entspannung gibt es aber nur teilweise - denn die Lage beim Grundwasser bleibt weiter angespannt.
Waldbrände in Südeuropa sorgen für Unsicherheit: Das müssen Urlauber jetzt zu ihren Rechten wissen.
Vom Naturbad in München bis zum Wellenbad im Umland: Diese Freibäder in und um München sorgen für Abkühlung, Badevergnügen und echtes Sommerfeeling.
Donna Maria startet im September und bohrt für die 2. Stammstrecke drei Kilometer unter München.
Zum Augustbeginn drohen lange Staus: Der ADAC warnt vor einem besonders vollen Ferienwochenende.
Das Voting zum Jugendwort des Jahres 2026 hat begonnen. Zehn Begriffe sind noch im Rennen.
Im Tierpark Hellabrunn gibt es neue Hoffnung im Elefantenhaus. Die Asiatische Elefantkuh Temi ist trächtig, die Geburt ist für August 2027 geplant.
Am 12. August 2026 wird’s am Himmel spektakulär: Die Sonnenfinsternis ist auch in Deutschland gut zu sehen.
DESK
Am Starnberger See fallen wegen Niedrigwasser vier Haltestellen aus. Fahrgäste müssen ihre Touren neu planen.
Bayern steht ein sehr heißer Dienstag bevor. Danach steigt das Risiko für Gewitter und Waldbrände.
34-Jähriger stirbt nach Festnahme in München. LKA und Staatsanwaltschaft ermitteln.
Im Englischen Garten half die Feuerwehr München einem Mann mit schwerer Atemnot nach einem Insektenstich.
In Münchens Freibädern wartet in den Sommerferien ein kostenloses Mitmachprogramm auf Kinder und Jugendliche.
Wegen vieler Baustellen ändern sich in München ab 3. August zahlreiche Bus- und Tramlinien.
Wiesn 2026: KI-Kameras, neue Wege und mehr Kontrolle sollen Überfüllung verhindern.














