Familienstudie
Neue Studie zeigt: Einzelkinder könnten glücklicher sein
Stand 26.02.24 - 13:53 Uhr
Einzelkinder sind egoistisch und unsozial. Mit diesem Klischee müssen Einzelkinder immer noch kämpfen. Laut einer neuen Studie sollen sie aber glücklicher sein.
©shutterstock
Einzelkinder sind glücklicher
Laut einer neuen Studie sollen Geschwister der seelischen Gesundheit schaden. Zu ernst darf man die Ergebnisse aber nicht nehmen.
- Anzeige -Wissenschaftler der Ohio State University haben eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass Geschwister der psychischen Gesundheit von Teenagern schaden können. Die Wissenschaftler haben 9400 Teenagern in China und 9100 Teenagern in den USA Fragebögen zu ihrer psychischen Gesundheit gegeben. Dabei kam heraus, dass diejenigen, die keine oder nur ein Geschwister haben, glücklicher sind.
Eine große Rolle spielt hierbei wohl der Altersabstand der Geschwister. Je geringer der Altersabstand ist, desto unglücklicher sind die Teenager. Grund dafür könnte eine Art Wettbewerbseffekt sein. Eltern müssen ihre Aufmerksamkeit auf alle Kinder verteilen und weil Gleichaltrige oft dieselben Bedürfnisse haben, könnte die Rivalität um die Eltern stärker sein. Je mehr Kinder es in einer Familie gibt, desto weniger Aufmerksamkeit bekommt aber ein Kind, und das kann zu Frust führen.
Die neue Studie bezieht sich aber nur auf Teenager. Welche langfristigen Folgen Geschwister haben, zeigt die Studie nicht.
Ältere Studie kommt zu anderem Ergebnis
Eine ältere Studie kam allerdings zu anderen Ergebnissen. In der Studie „Maternal stress, child behavior and the promotive role of older siblings“sind 373 Mutter-Kind-Paare von Schwangerschaft bis zum zehnten Lebensjahr begleitet worden. Hierbei kam heraus, dass Kinder mit Geschwistern deutlich weniger Verhaltensstörungen zeigten.
Ältere Geschwister können laut der Studie jüngeren Geschwistern dabei helfen, sich sozial zu verhalten. Außerdem lernen jüngere Geschwister wichtige Kompetenzen durch ihre älteren Geschwister und sie können die Verbündeten gegenüber der Eltern sein, was sich auch positiv auf ihre psychische Gesundheit auswirkt.
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