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Zwei Polizeibeamte getötet

Nach tödlichen SchĂŒssen auf Polizisten: TatverdĂ€chtiger Ă€ußert sich

Aktualisiert 02.02.2022 - 09:57 Uhr

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Zwei MĂ€nner stehen wegen tödlicher SchĂŒsse auf Polizisten unter Mordverdacht. Zuvor sollen sie als Wilderer unterwegs gewesen sein - sie wurden womöglich zufĂ€llig entdeckt.

Nach tödlichen SchĂŒssen auf Polizisten: TatverdĂ€chtiger Ă€ußert sich

Polizeibeamte sind in der Innenstadt im Einsatz. Foto: Thomas Frey/dpa

Ermittlungen zu mutmaßlichen Polizistenmördern dauern an

Kaiserslautern (dpa) – Nach den tödlichen SchĂŒssen auf zwei junge Polizisten in der Pfalz untersuchen die Ermittler am Mittwoch weitere Details zu den beiden festgenommenen TatverdĂ€chtigen.

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Die Behörden wollen unter anderem klĂ€ren, ob die MĂ€nner ĂŒber Waffenbesitzkarten verfĂŒgten, wie die Staatsanwaltschaft in Kaiserslautern mitteilte. Bei der Festnahme der MĂ€nner am Montag im Saarland war ein großes Waffenarsenal sichergestellt worden. Die Ermittler wollen auch den rund 150 Hinweisen nachgehen, die zu dem Verbrechen bis zuletzt eingegangen waren.

Seit Dienstag sitzen die 32 und 38 Jahre alten SaarlĂ€nder wegen Verdachts auf gemeinschaftlichen Mord und Wilderei in Untersuchungshaft. Sie sollen am frĂŒhen Montagmorgen bei einer Verkehrskontrolle im Kreis Kusel – er liegt im SĂŒdwesten von Rheinland-Pfalz und grenzt ans Saarland – eine 24 Jahre alte PolizeianwĂ€rterin und einen 29 Jahren alten Oberkommissar erschossen haben. Die Ermittler vermuten, dass die MĂ€nner Jagdwilderei vertuschen wollten. Der Kofferraum ihres Kastenwagens war demnach voller Wild.

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Keine Hinweise auf politisch motivierte Tat

Der Ältere habe sich bisher nicht zur Sache geĂ€ußert, der JĂŒngere habe die Wilderei eingerĂ€umt sowie die Polizeikontrolle und SchĂŒsse geschildert, hieß es. Er hat der Staatsanwaltschaft zufolge bestritten, selbst geschossen zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass mindestens zwei Waffen verwendet wurden – und diese von beiden Beschuldigten genutzt wurden. Hinweise auf eine politisch motivierte Tat oder etwa Verbindungen in die sogenannte ReichsbĂŒrgerszene gebe es nicht.

Die TatverdĂ€chtigen sind nicht vorbestraft. Der 38-JĂ€hrige sei der Polizei aber bereits wegen Jagdwilderei und Verkehrsunfallflucht aufgefallen, der 32-JĂ€hrige wegen Betrugsdelikten, hieß es. Der Staatsanwaltschaft zufolge droht den MĂ€nnern nun lebenslange Haft.

«Es gehört nicht zu unserer Vorstellung von Deutschland, dass jemand auf offener Straße mit Jagdwaffen schießt, weil er vielleicht beim Wildern erwischt wird», sagte Oberstaatsanwalt Udo Gehring.

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Polizei «zutiefst entsetzt und traurig»

Der Kaiserslauterner PolizeiprĂ€sident Michael Denne sagte, nach dem Tod der Kollegen herrsche «sehr große Betroffenheit» bei der gesamten rheinland-pfĂ€lzischen Polizei. «Seit 4.22 Uhr gilt fĂŒr uns eine neue Zeitrechnung. Wir sind schockiert, zutiefst entsetzt und traurig.» Montagmorgen 4.22 Uhr ist der mutmaßliche Zeitpunkt des Verbrechens.

Die Ermittler sprachen auch von Beifallsbekundungen mit den TĂ€tern in sozialen Medien. Dies werde man nicht hinnehmen, kĂŒndigte Frank Gautsche von der Kriminaldirektion Westpfalz an. Die Behörden wĂŒrden diese «abscheulichen Postings» genau untersuchen und alles daran setzen, die Absender von Hassnachrichten strafrechtlich zu verfolgen.

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Politik wirbt fĂŒr SolidaritĂ€t mit der Polizei

Mehrere fĂŒhrende Politiker sprachen sich in der «Bild» fĂŒr SolidaritĂ€t mit der Polizei aus. So warb Hessens MinisterprĂ€sident Volker Bouffier (CDU) dafĂŒr, VerstĂ€ndnis fĂŒr die Arbeit der Frauen und MĂ€nner in Uniform zu zeigen und ab und zu Danke zu sagen – «einfach so». Hamburgs Erster BĂŒrgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte: «Anfeindungen und Angriffe auf Polizisten dĂŒrfen wir nicht dulden.»

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) bekrĂ€ftigte: «Den Respekt fĂŒr diese Frauen und MĂ€nner weiter zu stĂ€rken, bleibt eine gesellschaftliche Aufgabe.» Allerdings werde man die Gefahren, die dieser Beruf mit sich bringen könne, nie völlig ausschalten können. Baden-WĂŒrttembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) verwies in der «Bild» auf eine gestĂ€rkte AusrĂŒstung der Polizei in seinem Bundesland und nannte als ein Beispiel die EinfĂŒhrung von Bodycams.

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