Coronavirus in Bayern
Teststrategie, Schulen und Novemberhilfe: Das hat die Bayerische Kabinettssitzung beraten
Stand 10.11.20 - 17:02 Uhr
0
Heute, am 10. November, hat sich das Bayerische Kabinett getroffen, um über die weiteren Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu beraten. Es wurde über eine neue Teststrategie, die Schulen in Bayern und die Novemberhilfe diskutiert.
Foto: Bayerische Staatsregierung
So geht es in Bayern weiter
Die Lage in Bayern wird weiterhin als kritisch eingestuft. Gestern sind knapp 3.000 Neuinfektionen gemeldet worden. Deshalb gab es heute eine Bayerische Kabinettssitzung, um über die aktuellen Corona-Maßnahmen zu diskutieren. Das sind die Ergebnisse.
- Anzeige -Überlastung der Teststationen
Die Testlabore kommen an ihre Grenzen – und das RKI fordert weniger Tests. Teilweise lassen sich Personen mehrmals die Woche auf das Corona-Virus testen. Um den Missbrauch der Tests und die Überlastung der Testlabore zu verhindern, möchte Gesundheitsminister Jens Spahn nur noch Menschen testen lassen, die Corona-Symptome vorweisen. Personen die mit einem Infizierten Kontakt hatten, sollen sich automatisch in eine 4-tägige Quarantäne begeben und ihre Symptome beobachten. Diesen Vorschlag hat Ministerpräsident Markus Söder abgelehnt.
Laut aktuellen Stand gibt es in Bayern eine Test Kapazität von 49.000 in privaten Laboren und 38.000 in kommunalen Zentren. In der letzten Woche gab es durchschnittlich 47.000 Tests. Rein rechnerisch müssten also noch genügend Kapazitäten vorhanden sein. Deshalb soll das Gesundheitsministerium die Testkapazitäten diese Woche untersuchen.
- Anzeige -Bayerische Corona-Teststrategie
Bayern lehnt den Vorschlag des RKI´s ab. Aus Bayerische Sicht würden weniger Tests zu Verunsicherung führen. Auch rechnet der Freistaat dann mit Ausfällen in der Wirtschaft, da die Personen alle zu Hause bleiben müssen. Es sollen also mehr Test zur Verfügung gestellt werden. Die lokalen Teststationen sollen somit um 18.000 Tests pro Tag aufgestockt werden. Ebenfalls sollen die Kapazitäten verstärkt werden. Nach Evaluierung des Gesundheitsministeriums sollen auch 18.000 Schnelltests eingesetzt werden.
Söder appelliert dennoch an die Bürger sie Testkapazitäten nicht auszureizen.
- Anzeige -Der Präsenzunterricht wird beibehalten
In der Kabinettssitzung ging es ebenfalls um das Thema Schulen. Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist es, den Präsenzunterricht so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Um Engpässen durch die Corona-Pandemie vorzubeugen, stellt Bayern für das laufende Schuljahr 2020/21 ein zusätzliches Budget für Aushilfslehrkräfte und sogenannte Schulassistenzen für Aufgaben außerhalb des Unterrichts bereit. Insgesamt umfasst das Maßnahmenpaket 20 Mio. Euro aus dem Sonderfond der Corona-Pandemie. Die Personalmittel werden je nach Erfordernis vor Ort flexibel für entsprechende Beschäftigungsverhältnisse bereitgestellt.
- Anzeige -
Novemberhilfen sollen bald ausgezahlt werden
Die Bayerische Staatsregierung hat zu Anfang des Teil-Lockdowns entschieden, betroffene Unternehmen und Selbstständige finanziell zu unterstützen. Diese sollen so schnell wie möglich ausgezahlt werden. Zusätzlich wird es bis zu 50 Mio. Euro für Landkreise mit frühem Lockdown geben. abhängig von der Dauer der Maßnahmen wird die Novemberhilfe um bis zu 38 Prozent aufgestockt. Darüber hinaus werden die Kredit- und Eigenkapitalhilfe, insbesondere der LfA Förderbank Bayern, verlängert.
Zuständig für die Antragsbearbeitung ist, wie schon bei der Überbrückungshilfe, die Handelskammer für München und Oberbayern.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Mondfinsternis über Bayern: Warum sich frühes Aufstehen diesmal lohnt
Im Tierpark Hellabrunn leben jetzt Kirk-Dikdiks. Die Mini-Antilopen sind am Isar-Eingang zu sehen.
Italien plant 75 Euro Strafe für Fußgänger mit Smartphone auf der Straße. Noch ist die Regel nicht beschlossen.
Trinkgeld per Karte sorgt für Kritik: Viele Gäste fühlen sich durch Bezahlterminals unter Druck gesetzt.
Die Wiesn 2026 in München ist einen Monat vor dem Start gut vorbereitet. SWM und MVG sichern Strom, Trinkwasser und die Anreise zur Theresienwiese.
Neue Regeln in Laim: Welche S-Bahnen halten, wo ihr umsteigen müsst und was beim Ticket gilt.
München bewirbt sich um das Champions-League-Finale 2028 in der Allianz Arena. Die UEFA entscheidet im September.
Bayern gewinnt in Heidenheim. Doch nach dem Spiel dreht sich alles um Jamal Musiala.
Polizeischuss in Schwabing: Ein 14-Jähriger mit Softair-Waffe wurde schwer verletzt. Das LKA ermittelt.
Neue Details zum Dreamliner-Zwischenfall in München zeigen, wie ernst die Lage am Flughafen wirklich war.
DESK
1860 München steht vor dem nächsten Einschnitt. Das Insolvenzverfahren ist eröffnet, der Spielbetrieb läuft weiter.
Neue Regeln im September 2026: Das ändert sich bei Steuer, Bahn, Warntag und Einkaufen.
Der Münchner Wohnungsmarkt ist für viele der Endgegner. Grund genug, endlich groß darauf aufmerksam zu machen, dachte sich unser Moderator Thommy Berglmeir.
Wende im Münchner Univiertel: Kioskbetreiber ziehen ihre Klagen zurück. Ab dem 4. September 2026 gilt ab 22 Uhr wieder ein striktes Bierverkaufsverbot.
Dekolleté-Eklat auf dem Oktoberfest: Auf Druck der Stadt München mussten die traditionellen Pappmaché-Figuren am Teufelsrad züchtig übermalt werden - aus Sorge vor einem Wiesn-Verbot
Waymo plant fahrerlose Taxis in München: Erste Testfahrten starten bald, der öffentliche Robotaxi-Dienst soll Ende 2027 folgen.
Freibier in der Bräurosl: Das Festzelt sorgt auf der Wiesn 2026 für das gewisse Extra.












