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Impfkommission fĂŒr Auffrischimpfung fĂŒr alle Erwachsenen

STIKO: Auffrischimpfung fĂŒr alle Erwachsenen

Aktualisiert 18.11.2021 - 13:30 Uhr

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Immer mehr Studien zeigen nachlassenden Impfschutz gegen Corona. Und das in einer Zeit, in der die Fallzahlen rasant steigen. Die StĂ€ndige Impfkommission spricht sich nun fĂŒr breiteres Auffrischen aus.

STIKO: Auffrischimpfung fĂŒr alle Erwachsenen

Eine Mitarbeiterin vom Impfzentrum am Robert-Bosch-Krankenhaus verabreicht eine Auffrischimpfung gegen das Coronavirus. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Auffrischimpfungen im Abstand von sechs Monaten 

Berlin (dpa) – Die StĂ€ndige Impfkommission (Stiko) weitet ihre Empfehlung zu Auffrischimpfungen massiv aus. «Ab sofort empfiehlt die Stiko allen Personen ab 18 Jahren die Covid-19-Auffrischimpfung», teilte das Gremium am Donnerstag mit.

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Auch ein flexiblerer Umgang mit dem Zeitabstand ist demnach vorgesehen: «Die Auffrischimpfungen sollen in der Regel im Abstand von sechs Monaten zur letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen. Eine VerkĂŒrzung des Impfabstandes auf fĂŒnf Monate kann im Einzelfall oder wenn genĂŒgend KapazitĂ€ten vorhanden sind erwogen werden», hieß es.

Änderung der Empfehlung noch möglich

Ein entsprechender Beschlussentwurf sei zur Abstimmung an Fachkreise und BundeslĂ€nder gegangen, daher seien Änderungen noch möglich. Es handelt sich noch nicht um eine finale Stiko-Empfehlung.

Bislang empfiehlt das Gremium eine Auffrischungsimpfung unter anderem Menschen ab 70 Jahren, Menschen mit ImmunschwÀche, Bewohnern von Pflegeeinrichtungen sowie Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegepersonal. Die Stiko bekrÀftigte am Donnerstag, dass diese Gruppen bevorzugt das Angebot zum Booster erhalten sollten. Geraten wird, dass unabhÀngig vom bisher verwendeten Impfstoff mit einem mRNA-PrÀparat aufgefrischt wird. «Auch bisher Nicht-Geimpfte sollen vordringlich geimpft werden», betont die Stiko.

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Stiko hatte die Entscheidung angekĂŒndigt

Zuletzt hatte die Stiko bereits durchblicken lassen, dass die Empfehlung ausgeweitet werden soll. In einer Stellungnahme von voriger Woche hieß es, es sei aus immunologischen und infektionsepidemiologischen GrĂŒnden sinnvoll, ĂŒber die bisherige Empfehlung hinaus mittelfristig auch allen anderen eine Auffrischimpfung anzubieten.

Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen und einer großen Zahl noch gĂ€nzlicher ungeimpfter Menschen in Deutschland hatten mehrere Experten und Politiker zuletzt Druck gemacht, mehr und schneller Auffrischimpfungen zu verabreichen. Die Hoffnung ist auch ein dĂ€mpfender Effekt auf die Virusverbreitung in der Bevölkerung. Die Stiko dĂ€mpft jedoch Hoffnungen auf allzu schnelle Effekte: «Die epidemiologische Auswirkung durch eine verminderte Transmission wird erst bei hohen Impfquoten bei Auffrischimpfungen deutlich wirksam werden», schreibt sie. Bisher haben in Deutschland 5,7 Prozent der Bevölkerung eine Auffrischimpfung erhalten, bei den Menschen ab 60 Jahren sind es 13,8 Prozent.

Der Schutz vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 lÀsst bei Geimpften mit der Zeit nach, das zeigen Studien. Der Schutz vor schwerer Erkrankung lÀsst insbesondere bei Àlteren oder vorerkrankten Menschen nach. Mit einer Auffrischung lÀsst sich der Schutz wieder merklich verbessern. Ein Schema mit drei Impfstoffdosen ist auch von anderen Impfungen bekannt.

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