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Coronavirus in Deutschland

Neue Regeln fĂŒr Corona-QuarantĂ€ne: Das gilt ab 1. Mai

Aktualisiert 06.04.2022 - 12:43 Uhr

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Viele staatliche Corona-BeschrĂ€nkungen im Alltag sind nun passĂ©. Dazu kommen bald auch weitreichende Lockerungen bei den Vorgaben fĂŒr Absonderungen, mit denen Ansteckungsketten eingedĂ€mmt werden sollen.

Neue Regeln fĂŒr Corona-QuarantĂ€ne: Das gilt ab 1. Mai
© Foto: shutterstock

Corona-QuarantÀne ab 1. Mai nur noch freiwillig

Berlin (dpa) – Corona-Infizierte und Kontaktpersonen brauchen ab 1. Mai in der Regel nur noch freiwillig und fĂŒr kĂŒrzere Zeit in Isolierung oder QuarantĂ€ne. Darauf verstĂ€ndigten sich die Gesundheitsminister von Bund und LĂ€ndern, wie Bundesminister Karl Lauterbach (SPD) am Montag mitteilte.

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Infizierten wird demnach kĂŒnftig nur noch «dringend empfohlen», sich fĂŒr fĂŒnf Tage zu isolieren und Kontakte zu meiden – fĂŒr Kontaktpersonen von Infizierten soll es entsprechend gelten. Eine Anordnung des Gesundheitsamts, die es schon jetzt hĂ€ufig nicht mehr gibt, fĂ€llt weg. Strengere Vorgaben sollen aber noch fĂŒr BeschĂ€ftigte in Gesundheitswesen und Pflege bleiben, die sich infiziert haben.

Neue Regeln wegen PersonalausfÀllen

Lauterbach sagte, die bestehende Regelung habe funktioniert, sei aber dauerhaft so nicht notwendig. Bisher dauern die Absonderungen in der Regel zehn Tage und können mit einem negativen Test nach sieben Tagen vorab beendet werden. Hintergrund der Lockerungen ist die aktuelle Omikron-Welle mit vielen, aber meist eher leichter verlaufenden Infektionen. Damit sollen nun auch massenhafte PersonalausfĂ€lle bei hohen Infektionszahlen vermieden werden. Die Änderungen gehen auf einen Vorschlag des Bundesministeriums und des Robert Koch-Instituts (RKI) zurĂŒck, der nun als Empfehlung an die LĂ€nder gehen soll.

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Positive freiwillig fĂŒr 5 Tage isolieren

Konkret sollen sich Infizierte demnach der «dringenden Empfehlung» zufolge fĂŒr fĂŒnf Tage selbststĂ€ndig isolieren und dann – beginnend nach fĂŒnf Tagen – Schnelltests machen, bis sie negativ sind. FĂŒr Kontaktpersonen von Infizierten gilt die «dringende Empfehlung», selbststĂ€ndig Kontakte zu reduzieren – vor allem mit Menschen, die Risikogruppen fĂŒr schwere Corona-VerlĂ€ufe angehören. Sie sollten zudem tĂ€glich Selbsttests machen.

Das gilt fĂŒr BeschĂ€ftigte im Gesundheitswesen & Pflege

FĂŒr BeschĂ€ftigte im Gesundheitswesen, in Alten- und Pflegeheimen sowie bei ambulanten Pflegediensten sollen im Fall einer Infektion die GesundheitsĂ€mter weiter TĂ€tigkeitsverbote anordnen. Voraussetzung fĂŒr die Wiederaufnahme sind laut Konzept eine deutliche Besserung der Krankheitssymptome sowie ein negatives Ergebnis per Schnell- oder PCR-Test frĂŒhestens am Tag fĂŒnf nach Nachweis der Infektion. Sind solche BeschĂ€ftigten Kontaktpersonen von Infizierten, sollen sie sich vor Dienstantritt bis einschließlich Tag fĂŒnf tĂ€glich testen.

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Bekommt man in freiwilliger Isolation weiterhin Gehalt?

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte, es gehe um den nĂ€chsten Schritt Richtung Eigenverantwortung. «Ich appelliere an die Menschen, sich diese Verantwortung bewusst zu machen», fĂŒgte er hinzu. Klar sei zudem, dass noch wichtige Fragen geklĂ€rt werden mĂŒssten – etwa was VerdienstausfĂ€lle oder Krankschreibungen angehe. Hier mĂŒsse der Bund rasch einen vernĂŒnftigen Vorschlag liefern.

Corona-Maßnahmen in weiten Teilen Deutschlands ausgelaufen

Lauterbach machte mit Blick auf die Pandemie-Entwicklung deutlich, dass die Lage nach wie vor angespannt sei und man «nicht entwarnen» könne. Zugleich sei es gut, dass beim Anstieg der Fallzahlen «der Wendepunkt erreicht zu sein scheint». Sie gingen systematisch zurĂŒck. Dazu habe auch die jĂŒngste VerlĂ€ngerung der bestehenden Schutzregeln bis zum 2. April beigetragen. Dies war als Übergangsfrist im geĂ€nderten Infektionsschutzgesetz vorgesehen.

Lauterbach kritisierte erneut, dass nicht mehr BundeslÀnder als Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg von der «Hotspot-Regel» im Gesetz Gebrauch machen. Sie ermöglicht weitergehende Schutzvorgaben auch mit mehr Maskenpflichten, wenn das Landesparlament regional eine kritische Lage feststellt. Allgemein sind die meisten staatlichen Schutzvorgaben am Sonntag ausgelaufen. UnabhÀngig davon können Unternehmen und Einrichtungen nach Hausrecht weiter Vorgaben machen.

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