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Coronavirus in Deutschland

Lockdown & Schulschlie├čungen? Worauf m├╝ssen wir uns im Herbst einstellen?

Aktualisiert 04.07.2022 - 09:12 Uhr

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Im September l├Ąuft die Rechtsgrundlage f├╝r Corona-Schutzvorkehrungen aus. Die Ampel will daf├╝r rasche Vorbereitungen treffen. Bestimmte Ma├čnahmen schlie├čen der Kanzler und der Justizminister jedoch aus.

Lockdown & Schulschlie├čungen? Worauf m├╝ssen wir uns im Herbst einstellen?

Foto: shutterstock

Scholz: Kein Lockdown mehr wie in den vergangenen Jahren

Bundeskanzler Olaf Scholz h├Ąlt f├╝r den kommenden Herbst und Winter nicht mehr so drastische Corona-Ma├čnahmen f├╝r n├Âtig wie in den Jahren zuvor.

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┬źSchulschlie├čungen sollte es nicht mehr geben, und ich glaube auch nicht, dass wir so einen Lockdown brauchen, wie wir ihn in den letzten Jahren hatten┬╗, sagte der SPD-Politiker am Sonntag.

Man habe inzwischen eine ┬źv├Âllig ver├Ąnderte Situation┬╗, sagte Scholz mit Blick auf eine Impfquote von 76 Prozent (Grundimmunisierung) in Deutschland. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hatte sich zuvor ├Ąhnlich ge├Ąu├čert.

Lauterbach: Schulschlie├čungen nicht g├Ąnzlich ausschlie├čen

Anders als der Kanzler und die FDP m├Âchte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bei der anstehenden Vorbereitung auf eine gro├če Corona-Welle im Herbst auch Schulschlie├čungen nicht v├Âllig ausschlie├čen.

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"Ich halte sie f├╝r sehr, sehr unwahrscheinlich. Sie w├Ąren dann das allerletzte Mittel. Aber sie kategorisch auszuschlie├čen, da w├Ąre ich vorsichtig, weil: Wir wissen ja nicht, welche (Virus-)Varianten kommen", sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will" auf wiederholte Nachfrage. Eine weitgehende Stilllegung des ├Âffentlichen Lebens durch einen Lockdown h├Ąlt er als Schutzinstrument dagegen nicht mehr f├╝r n├Âtig. "Daf├╝r haben wir einfach einen zu guten Immunstatus in der Bev├Âlkerung", erkl├Ąrte er.

Lauterbach verhandelt mit Justizminister Marco Buschmann (FDP) ├╝ber die k├╝nftig grunds├Ątzlich m├Âglichen Ma├čnahmen.

Ab Herbst wieder gr├Â├čere Rolle von Masken und Tests

Kanzler Scholz kann sich vorstellen, dass Test- und Maskenpflichten im Herbst und Winter wieder eine gr├Â├čere Rolle spielen werden. ┬źEs muss dar├╝ber diskutiert werden, ob die Tests wieder genutzt werden┬╗, sagte er.

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Und zur Maskenpflicht, die es haupts├Ąchlich noch in ├Âffentlichen Verkehrsmitteln und in Einrichtungen mit Risikogruppen wie Kliniken und Pflegeheimen gibt, sagte er: ┬źIch glaube, dass man schon davon ausgehen muss, dass die Maske im Herbst und Winter schon eine gr├Â├čere Rolle spielen wird als jetzt.┬╗

So drastische Corona-Ma├čnahmen wie in den beiden Vorjahren soll es nicht wieder geben. ┬źSchulschlie├čungen sollte es nicht mehr geben, und ich glaube auch nicht, dass wir so einen Lockdown brauchen, wie wir ihn in den letzten Jahren hatten┬╗, sagte er.

Corona-Impfung: Vierte Spritze f├╝r alle ├╝ber 60 – ┬źweil das hilft┬╗

Scholz rief alle Menschen ab 60 Jahre zu einer vierten Impfung gegen Corona auf. Der 64-J├Ąhrige verriet, dass er selbst auch zu den sieben Prozent der Menschen in Deutschland z├Ąhlt, die bereits eine zweite Auffrischungsimpfung nach den beiden Impfungen f├╝r die Grundimmunisierung erhalten haben.

Es w├Ąre eine ┬źgute Sache┬╗, wenn alle Menschen ├╝ber 60 das auch tun w├╝rden, ┬źweil das hilft┬╗. Scholz wies darauf hin, dass er selbst sich noch nicht mit Corona infiziert habe. ┬źVielleicht ist die Tatsache, dass ich mich vier Mal habe impfen lassen, der Grund, warum es nicht passiert ist.┬╗

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Infektionszahlen steigen seit einiger Zeit

Die Infektionszahlen steigen seit einiger Zeit, die ansteckendere Omikron-Sublinie BA.5 dominiert das Infektionsgeschehen. Die Zahl der Schwerkranken, die auf Intensivstationen in Deutschland mit Covid-19 behandelt werden, stieg nach Angaben vom Sonntag erstmals seit Mitte Mai auf 1000. Experten halten eine Welle auch f├╝r Herbst und Winter f├╝r m├Âglich.

Bef├╝rchtet wird eine erhebliche Belastung des Gesundheitssystems und der kritischen Infrastruktur. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnte zuletzt vor einer deutlichen Versch├Ąrfung der Lage. Rufe nach einer schnellen rechtlichen Vorbereitung f├╝r eine Herbstwelle wurden laut. Im Fr├╝hjahr waren die Corona-Bestimmungen stark zur├╝ckgefahren worden, die bundesweite Rechtsgrundlage l├Ąuft am 23. September aus.

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