Coronavirus in Deutschland
Lauterbachs Sieben-Punkte-Plan: So schützen wir uns im Herbst vor Corona
Stand 17.06.22 - 14:24 Uhr
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Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei – auch wenn sich das Leben in den meisten Bereichen bereits so anfühlt. Jetzt stellt Bundesgesundheitsminister Lauterbach seinen Corona-Plan für den Herbst vor.
©shutterstock
Reformiertes Infektionsschutzgesetz noch vor Sommerpause
Berlin (dpa-AFX) – Gesundheitsminister Karl Lauterbach setzt angesichts wieder höherer Corona-Infektionszahlen auf Vorsicht aller im Sommer – und dann auf weitere Schutzvorkehrungen für den Herbst. "Es ist nicht so, dass wir sorglos und ohne Gegenmaßnahmen dieser Sommerwelle begegnen können", sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin.
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Es sei aber auch "kein Alarm notwendig". Er appellierte an die Menschen, freiwillig Masken in Innenräumen zu tragen. Dann rechne er mit einem Herbst, "wo wir nicht zur Normalität zurückkommen. Aber wir werden auch nicht so eingeschränkt sein, wie wir eingeschränkt waren."
Lauterbachs Sieben-Punkte-Plan
Mit Blick auf eine wieder angespanntere Lage will Lauterbach einen Sieben-Punkte-Plan umsetzen. "Das Ziel ist ganz klar, dass wir besser in den Herbst hineingehen wollen als wir das im letzten Jahr konnten und auch im Jahr davor." Dazu gehört eine weitere größere Impfkampagne, aber ohne einen neuen Anlauf für die im Bundestag gescheiterte allgemeine Impfpflicht.
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So sieht der Sieben-Punkte-Plan aus:
- Impfkampagne mit neuen Impfstoffen
- überarbeitetes Testkonzept
- schneller und gezielter Einsatz von Medikamenten bei Infizierten
- verbessertes Schutz vulnerabler Gruppen (z.B. in Pflegeheimen)
- tagesaktuelle Belegungszahlen von Covid-Patienten in Kliniken
- Impf-, Test- und Hygienekonzepte für Schulen und Kitas
- reformiertes Infektionsschutzgesetz bis Herbst (aktuelles läuft zum 23. September aus)
Neue Impfstoffe sollen Ansteckung verhindern
Noch für den Sommer riet Lauterbach erneut dazu, vierte Impfungen "großzügiger" zu handhaben – also einen zweiten "Booster" nach dem Grundschutz mit meist zwei Spritzen. Vier von fünf der Über-60-Jährigen hätten noch keine vierte Impfung – obwohl diese für ein paar Monate vor einer Infektion und fast immer vor schweren Verläufen schütze. "Die konkrete Entscheidung muss der Einzelne treffen, im Einvernehmen mit seinem Arzt." Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt dies unter anderem generell erst ab 70 Jahren. Der Vorsitzende Thomas Mertens sagte der "Rheinischen Post" (Freitag), eine neue Stellungnahme dazu sei "erst nach dem Sommer sinnvoll".
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Im Herbst sollen drei Impfstoffe angeboten werden können – und zwar in jeweils ausreichenden Mengen. Neben einem für das klassische Virus werden zwei erwartet, die an neue Varianten angepasst sind. "Wir haben so viel Impfstoff beschafft, dass wir jedem jeden Impfstoff anbieten können", sagte Lauterbach.
Bei der Frage, wer welchen Impfstoff erhält, zähle das individuelle Arzt-Patienten-Gespräch. Für die Zukunft hält Lauterbach es für wahrscheinlich, dass es Impfstoffe geben werde, "die die eigentliche Ansteckung verhindern können". Das sei "Licht am Ende des Tunnels". Einige Wissenschaftler erwarteten dies, andere hielten es derzeit für nicht greifbar. Es könnten Impfstoffe sein, die sofort über die Schleimhaut wirken.
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