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Coronavirus in Deutschland

Koalition einigt sich: Kurzarbeitergeld wird verlÀngert

Aktualisiert 26.08.2020 - 09:12 Uhr

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Kurzarbeit hat in der Corona-Krise viele Jobs gerettet. Branchen wie Gastronomie, Tourismus oder Messen sind weiter betroffen. Nun will die Koalition den Arbeitnehmern und Unternehmen weiter helfen.

Koalition einigt sich: Kurzarbeitergeld wird verlÀngert

Die Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld wird verlĂ€ngert. Foto: Jens BĂŒttner/dpa-Zentralbild/dpa

VerlÀngert bis Dezember 2021 

Berlin (dpa) – Unternehmen in Deutschland können Jobs in der Corona-Krise weiter durch erleichterte Kurzarbeit absichern. Die Spitzen von Union und SPD verstĂ€ndigten sich auf eine VerlĂ€ngerung der erleichterten Kurzarbeit von regulĂ€r 12 auf bis zu 24 Monate.

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Die verlĂ€ngerte Bezugsdauer soll fĂŒr Betriebe gelten, die bis zum 31. Dezember 2020 Kurzarbeit eingefĂŒhrt haben. LĂ€ngstens soll das Kurzarbeitergeld bis zum 31.12.2021 verlĂ€ngert werden. Damit die Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA) die Milliardenkosten fĂŒr Kurzarbeit schultern kann, will die Koalition Steuergeld locker machen – und zwar als Zuschuss und nicht als Darlehen.

Erleichterter Zugang zum Kurzarbeitergeld

Aktuell geltende Regeln zum erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld sollen noch bis zum 31. Dezember 2021 gelten – fĂŒr alle Betriebe, die bis zum 31. MĂ€rz 2021 mit der Kurzarbeit begonnen haben. Dabei geht es darum, dass nur 10 Prozent der Belegschaft eines Betriebes von einem Entgeltausfall betroffen sein mĂŒssen und dass kein Aufbau negativer Arbeitszeitsalden erforderlich ist.

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So werden die SozialversicherungsbeitrÀge erstattet

Die SozialversicherungsbeitrĂ€ge sollen bis 30. Juni 2021 vollstĂ€ndig erstattet werden. Vom 1. Juli 2021 bis höchstens 31. Dezember 2021 sollen fĂŒr alle Betriebe, die bis zum 30. Juni 2021 Kurzarbeit eingefĂŒhrt haben, die SozialversicherungsbeitrĂ€ge zur HĂ€lfte erstattet werden. Diese hĂ€lftige Erstattung kann auf 100 Prozent erhöht werden – aber nur wenn eine Qualifizierung wĂ€hrend der Kurzarbeit erfolgt.

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Erhöhung des Kurzarbeitergelds bis 2021

Das Kurzarbeitergeld wird weiter auf 70 beziehungsweise 77 Prozent ab dem vierten Monat und auf 80 beziehungsweise 87 Prozent ab dem siebten Monat erhöht. Diese Regeln soll bis 31. Dezember 2021 fĂŒr alle verlĂ€ngert werden, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. MĂ€rz 2021 entstanden ist. RegulĂ€r betrĂ€gt das Kurzarbeitergeld 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, fĂŒr BerufstĂ€tige mit Kindern 67 Prozent.

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Minijobs und Leiharbeit bei Kurzarbeitergeld 

Von bestehenden Hinzuverdienstmöglichkeiten wird die Regelung verlĂ€ngert, dass Minijobs bis 450 Euro generell anrechnungsfrei sind. VerlĂ€ngert wird die Möglichkeit, dass BeschĂ€ftigte in Leiharbeit Kurzarbeitergeld beziehen können. Geltende Steuererleichterung fĂŒr ArbeitgeberzuschĂŒsse auf das Kurzarbeitergeld wird bis 31. Dezember 2021 gewĂ€hrt. Und je nach Pandemie-Entwicklung soll spĂ€ter erneut ĂŒber eine mögliche weitere VerlĂ€ngerung entschieden werden.

Kritiker hatten gewarnt, dass Kurzarbeit allein wegen der Corona-Flaute nicht mit Kurzarbeit im Strukturwandel vermischt werden dĂŒrfe. Unternehmen sollten nicht kĂŒnstlich erhalten werden.

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