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Unterricht w├Ąhrend Corona

Entscheidung ├╝ber weitere Schul├Âffnungen kommende Woche

Aktualisiert 01.05.2020 - 14:11 Uhr

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B├╝ffeln im Wohnzimmer, vielleicht mit Eltern im Home Office oder tobenden Geschwistern drumherum: Das Lernen in der Corona-Krise ist auch f├╝r Sch├╝ler eine besondere Herausforderung. Eigentlich wollten die L├Ąnder sich nun auf weitere Schritte einigen.

Entscheidung ├╝ber weitere Schul├Âffnungen kommende Woche

Die Kultusminister wollen, dass jede Sch├╝lerin und jeder Sch├╝ler vor den Sommerferien zumindest tage- oder wochenweise die Schule besuchen kann. Wie genau, ist aber noch unklar. Foto: Caroline Seidel/dpa

Bund und L├Ąnder beraten ├╝ber Fortf├╝hrung des Unterrichts

Berlin (dpa) – In der Coronakrise vertagen Bund und L├Ąnder die Entscheidung ├╝ber weitere ├ľffnungen von Schulen und Kitas auf den 6. Mai.

Dann sollten ┬źsehr klare Entscheidungen┬╗ fallen, ┬źin welcher Folge und in welcher Art und Weise Schule, Kita wieder m├Âglich sind┬╗, k├╝ndigte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin nach einer Schaltkonferenz mit den Ministerpr├Ąsidenten an. F├╝r den kommenden Mittwoch ist die n├Ąchste Beratungsrunde von Bund und L├Ąndern geplant.

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Sie gehe bei der R├╝ckkehr nicht von einem ┬źEntweder-Oder┬╗ aus, ┬źnur die gro├čen Sch├╝ler oder nur die kleinen┬╗, sagte Merkel. Sie denke eher an einen ┬źparallelen Prozess der verschiedenen Altersgruppen┬╗, bei dem zun├Ąchst aber keine Gruppe komplett zur├╝ckkehre.

Einige Bundesl├Ąnder planen mit dem 4. Mai f├╝r einige Sch├╝lergruppen

L├Ąnder wie Sachsen-Anhalt, das Saarland oder Bremen planen bislang f├╝r den Montag die R├╝ckkehr bestimmter Sch├╝lergruppen. In den meisten Bundesl├Ąndern sind die Schulen seit Mitte M├Ąrz bis auf eine Notbetreuung geschlossen. NRW-Ministerpr├Ąsident Armin Laschet (CDU) betonte, am kommenden Mittwoch weitere Schritte absprechen zu wollen. Damit relativierte er eine Ank├╝ndigung seines Schulministeriums, dass alle Grundsch├╝ler ab dem 11. Mai tageweise ┬źin einem rollierenden System┬╗ wieder die Schule besuchen w├╝rden.

Eine Forschergruppe um den Virologen Christian Drosten von der Berliner Charit├ę warnt in einer vorab ver├Âffentlichten Studie vor einer uneingeschr├Ąnkten ├ľffnung von Schulen und Kinderg├Ąrten in Deutschland. Kinder sind laut der noch nicht von unabh├Ąngigen Experten gepr├╝ften Analyse in der Corona-Pandemie vermutlich genauso ansteckend wie Erwachsene. Die Zahl der Viren, die sich in den Atemwegen nachweisen l├Ąsst, unterscheide sich bei verschiedenen Altersgruppen nicht, berichteten die Wissenschaftler.

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Merkel verwies auch auf eine Vereinbarung der Kultusminister der L├Ąnder vom Dienstag, wonach ab dem 4. Mai schrittweise die letzten Klassen der Grundschulen wieder in die Schulen zur├╝ckkehren k├Ânnten sowie Sch├╝ler, die 2021 ihren Abschluss machen wollen.

Sch├╝ler sollen vor den Sommerferien zumindest teilweise in Schule gehen

Nach dem Beschluss der Kultusminister soll jede Sch├╝lerin und jeder Sch├╝ler vor den Sommerferien zumindest tage- oder wochenweise die Schule besuchen k├Ânnen. Die konkreten Entscheidungen blieben aber am Ende L├Ąndersache. Den Kultusministern zufolge wird es f├╝r die rund elf Millionen Sch├╝ler in Deutschland vor den Sommerferien aber keine richtige R├╝ckkehr in den Schulalltag mehr geben. Geplant ist eine Mischung aus Pr├Ąsenzunterricht und Lernen daheim.

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Bereits in der vergangenen Woche kehrten Tausende Jugendliche in vielen Bundesl├Ąndern zur├╝ck, allerdings nur die Abschlussklassen – f├╝r Pr├╝fungen oder Pr├╝fungsvorbereitungen. Am Montag waren in weiteren L├Ąndern Abiturienten, Berufssch├╝ler und Sch├╝ler gefolgt, die vor dem mittleren Schulabschluss stehen.

├ľffnung von Kitas noch unklar

Die Familienminister von Bund und L├Ąndern hatten zuletzt vorgeschlagen, dass die Kitas vorsichtig und schrittweise wieder aufmachen sollten – aber ebenfalls keinen konkreten Zeitplan genannt. Sie gaben lediglich die Empfehlung, ┬źin den kommenden Wochen und Monaten aus bildungs- und entwicklungspsychologischen Gr├╝nden┬╗ einen Wiedereinstieg zu erm├Âglichen. Der solle stufenweise mit immer mehr Kindern erfolgen, nach jeder Stufe solle abgewartet werden, wie sich die Infektionszahlen entwickeln. Klar sei aber, dass Erzieherinnen und Erzieher die vorgegebenen 1,5 Meter Abstand bei der Arbeit mit Kindern unter sechs Jahren nicht einhalten k├Ânnten, betonten die Minister.

Kanzleramtschef Helge Braun ├Ąu├čerte am Donnerstag die Hoffnung, dass alle Kita-Kinder vor den Sommerferien noch einmal in den Betreuung k├Ânnten. Letztlich h├Ąnge das aber von der Entwicklung der Infektionszahlen ab, sagte er dem Sender Hit Radio FFH.

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Schwierige Situation f├╝r Eltern und Familien – nicht nur mit Homeoffice

Viele Eltern kleiner Kinder f├╝hlen sich von der Politik alleine gelassen, weil zwar Gesch├Ąfte und Schulen nach und nach wieder ├Âffnen, es aber bei Kitas noch keine Perspektive gibt. Notbetreut werden vor allem Kinder, deren Eltern dringend am Arbeitsplatz gebraucht werden, etwa im Gesundheitswesen. Die Notbetreuung war zuletzt erweitert worden, in vielen L├Ąndern zum Beispiel auf Alleinerziehende.

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