- Anzeige -

Coronavirus in Bayern

Bayern: Erstimpfung erst wieder ab Juni

Aktualisiert 19.05.2021 - 17:29 Uhr

0

Fast 40 Prozent der Menschen in Bayern haben inzwischen die erste Impfung gegen das Corona-Virus bekommen. Jetzt wird das Tempo wieder langsamer, denn die Impfzentren konzentrieren sich auf die Zweitimpfungen. Doch es gibt ja noch die Haus├Ąrzte.

Bayern: Erstimpfung erst wieder ab Juni

┬ę Foto: shutterstock

Impfzentren fokussieren auf Zweitimpfungen 

M├╝nchen (dpa/lby) – Die Impfreihenfolge in den bayerischen Arztpraxen wird an diesem Donnerstag aufgehoben, doch in den Impfzentren gibt es vorerst kaum noch Erstimpfungen – weil die Vorr├Ąte f├╝r die anstehenden Zweitimpfungen gebraucht werden.

- Anzeige -

┬źIch gehe davon aus, dass wir ab der Kalenderwoche 23 in den Impfzentren wieder mit Erstimpfungen weitermachen k├Ânnen, die ├╝brigens auch bei den Haus├Ąrztinnen und Haus├Ąrzten und Fach├Ąrzten weiter abgegeben werden┬╗, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch in M├╝nchen.

Zu wenig Impfstoff vorr├Ątig

Bis zum 7. Juni aber m├╝ssten sich die Impfzentren angesichts der noch immer nicht ausreichenden Liefermengen auf die anfallenden Zweitimpfungen konzentrieren. Als Grund nannte Holetschek, dass durch die Verl├Ąngerung des Impfintervalls bei den Vakzinen von Moderna und Biontech im April besonders viele Menschen ihre erste Spritze erhalten hatten; bei ihnen steht nun der zweite Durchgang an. Hinzu komme der Wechsel des Impfstoffs von Astrazeneca auf die mRNA-Impfstoffe bei den Zweitimpfungen der unter 60-J├Ąhrigen.

- Anzeige -

Mehr als 1,1 Millionen Zweitimpfungen in Bayern geplant

┬źDass wir uns jetzt eine Zeit lang auf die Zweitimpfungen konzentrieren, ist jetzt eigentlich nichts ├ťberraschendes┬╗, betonte Holetschek deshalb. In den Impfzentren st├╝nden in den kommenden vier Wochen mehr als 1,1 Millionen Zweitimpfungen an.

In der Zwischenzeit ├╝bern├Ąhmen die Haus- und Fach├Ąrzte die allermeisten Erstimpfungen. Allerdings liege der Bedarf bei s├Ąmtlichen Impfstoffen weiterhin ├╝ber dem Verf├╝gbaren.

Wann hebt Bayern die Priorisierung auf?

Der vom Bund geplanten Aufhebung der Priorisierung auch in den Impfzentren steht Holetschek derweil skeptisch gegen├╝ber. Bayern werde voraussichtlich zun├Ąchst beim bisherigen Verfahren mit Priorisierungen anhand von Vorerkrankungen und Berufsgruppen bleiben, sagte er.

- Anzeige -

Zumal Bayerns Haus├Ąrzte von diesem Donnerstag (20. Mai) an unabh├Ąngig von der Impfreihenfolge mit s├Ąmtlichen Corona-Impfstoffen impfen d├╝rfen. Der Freistaat geht damit schneller voran als andere L├Ąnder: Bundesweit sind bislang lediglich die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson unabh├Ąngig von der Priorisierung freigegeben.

Mehr mobile Impf-Teams in Bayern geplant

Perspektivisch will Ministerpr├Ąsident Markus S├Âder (CSU) die Arbeit der Impfzentren nach der Aufhebung der Priorisierung stark auf einen Au├čeneinsatz ausrichten, um breite Bev├Âlkerungsschichten zu erreichen.

Unter anderem k├Ânnten mobile Teams ├╝ber Betriebs├Ąrzte ganze Unternehmen durchimpfen, sagte S├Âder. ┬źDann sollen im Juni in Schulen die Abschlussklassen geimpft werden und vielleicht noch vor den Sommerferien Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler ab zw├Âlf Jahren, sobald die Impfstoffe zugelassen sind.┬╗

- Anzeige -

Wann wird an bayerischen Schulen geimpft?

Eine erste Impfaktion an einer Schule wurde unterdessen aufgrund harscher Kritik abgeblasen: Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler eines Gymnasiums im M├╝nchner Vorort Planegg h├Ątten eigentlich am Freitag von einer ├Ârtlichen Praxis geimpft werden sollen, weil die Mediziner mit ihren priorisierten Patienten bereits durch sind. Obwohl die Aktion mit dem Landratsamt abgestimmt war, hatte Landrat Christoph G├Âbel (CSU) ├Âffentlich harsche Kritik ge├╝bt und mehr Sensibilit├Ąt und Verantwortungsbewusstsein gefordert.

G├Âbel sagte, er k├Ânne den Wunsch zwar nachvollziehen. ┬źIch kann jedoch niemandem vermitteln, dass gesunde Jugendliche geimpft werden, wenn ich noch eine Vielzahl vulnerabler Personen auf der Warteliste habe.┬╗

Dabei hatte S├Âder k├╝rzlich vorgeschlagen, Jugendliche ab 16 Jahren vermehrt zu impfen, da bei ihnen die Inzidenz am h├Âchsten sei. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Dienstag bekr├Ąftigt, dass den 12- bis 18-J├Ąhrigen bis zum Ende der Sommerferien in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden soll.

Mehr Beitr├Ąge aus Coronavirus Aktuell

- Anzeige -