Sprit wird günstiger
ADAC und Branche warnen: Warum du unbedingt noch vor dem 1. Juni tanken solltest
Stand 25.05.22 - 12:07 Uhr
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Ab 1. Juni sollen die Kraftstoffpreise sinken. Viele Autofahrer freuen sich bereits. Doch du solltest keinen leeren Tank am ersten Juniwochenende haben – denn es könnte zu Engpässen kommen.
©shutterstock
Branche warnt vor Engpässen am ersten Juniwochenende
Berlin/München (dpa-AFX) – Wegen der für Juni beschlossenen Steuerentlastungen bei Benzin und Diesel erwartet die Tankstellenbranche einen Ansturm und mögliche Sprit-Engpässe.
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Verbraucherschützer schauen indes genau auf die Entwicklung der Preise. Mit Blick auf die Steuersenkung am 1. Juni warnte der Vorsitzende des Bundesverbandes Freier Tankstellen, Duraid El Obeid, in der "Rheinischen Post": "Eine hohe Nachfrage der Autofahrer wird auf ein niedriges Angebot stoßen."
Kraftstoffsteuer sinkt zum Juni
Von Anfang Juni bis Ende August soll Tanken billiger werden durch eine Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe. Der Steuersatz für Benzin sinkt so um fast 30 Cent, für Diesel um gut 14 Cent. Dabei geht die Steuerbelastung sogar noch weiter zurück – denn auf den entfallenen Teil der Energiesteuer wird auch keine Mehrwertsteuer mehr fällig. Wie das Bundesfinanzministerium bestätigte, liegt die steuerliche Entlastung insgesamt also bei 35,2 Cent pro Liter Benzin und 16,7 Cent pro Liter Diesel.
Die starke Senkung des Spritpreises stellt die Tankstellenbetreiber vor eine Herausforderung, wie der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Fuels und Energie, Christian Küchen, der Zeitung erklärte: Einerseits würden diese versuchen, ihre Bestände bis zum 1. Juni stark herunterzufahren, um so wenig wie möglich hoch versteuerten Sprit ab Juni billiger weiterverkaufen zu müssen. Andererseits sei damit zu rechnen, dass die Autofahrer ausgerechnet ab 1. Juni massenhaft an die Zapfsäulen fahren, um leere Tanks aufzufüllen. "Daher sind vorübergehende Engpässe an den Stationen nicht komplett auszuschließen", sagte Küchen.
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Tankstellen sind wohl vorbereitet
Hintergrund ist den Angaben zufolge, dass die Energiesteuer nicht erst an der Zapfsäule, sondern bereits an Raffinerien und Tanklagern erhoben wird. Treibstoff, der vor dem 1. Juni geliefert wird, enthält daher noch einen höheren Steueranteil. Am Ende des Steuerrabatts müsste der Effekt allerdings in die andere Richtung wirken.
Bei Aral ist man der Zeitung zufolge zuversichtlich: "Wir sind vorbereitet, die Logistikketten sind robust aufgestellt, so dass auch kurzfristige Belieferungen von Tankstellen möglich sind." Die Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen rät allerdings, den Tank vor dem 1. Juni nicht komplett leer zu fahren.
Auch der ADAC hatte zuletzt schon angemahnt, die Umstellung gut vorzubereiten, damit es nicht zu Engpässen kommt – und gefordert, die durch die Steuersenkung entstehenden Spielräume komplett weiterzugeben. Hier werden Verbraucherschützer am 1. Juni wohl genau hinschauen.
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