Warnstreik
Dienstag: Verdi bestreikt erneut Nahverkehr in München
Stand 15.04.26 - 09:01 Uhr
Die Gewerkschaft Verdi ruft ihre Mitglieder, die im öffentlichen Nahverkehr beschäftigt sind, zur Arbeitsniederlegung auf. Betroffen sind unter anderem München, Nürnberg und Augsburg.
©Stefan Puchner/dpa
U-Bahn, Bus und Tram in München betroffen
München (dpa/lby) – Die Gewerkschaft Verdi ruft für Dienstag, 14. April 2026, zu ganztägigen Warnstreiks im Nahverkehr mehrerer großer bayerischer Städte auf. Unter anderem soll der Arbeitskampf U-Bahn, Bus und Tram in München und Nürnberg lahmlegen, wie Verdi mitteilt.
Auch in Augsburg, Regensburg, Fürth, Bayreuth, Dachau, Passau, Landshut und Schweinfurt werden die öffentlichen Verkehrsmittel der Gewerkschaft zufolge bestreikt. Nicht betroffen sind S- und Regionalbahnen.
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• U-Bahn und Tram zunächst außer Betrieb – einige werden aber fahren
• Bus-Betrieb stark eingeschränkt
Bus- und Tram-Betrieb während des Streiks
Wie bereits an den vergangenen Streiktagen ist dann nur ein stark eingeschränkter Betrieb möglich. Beim Bus ist etwa die Hälfte der Fahrzeuge einsatzbereit, weil die privaten Busunternehmen, die für die MVG fahren, nicht bestreikt werden. Bei der Tram hängt die Inbetriebnahme maßgeblich davon ab, wie viele Fahrerinnen und Fahrer sich zum Dienst melden.
Druck vor fünfter Verhandlungsrunde
Mit der Aktion am Vortag der fünften Verhandlungsrunde für Bayern will Verdi Druck auf die Arbeitgeber machen. Inzwischen hat die Gewerkschaft ihre Forderungen ein Stück weit reduziert und will eine Erhöhung der Entgelte um 550 Euro in zwei Schritten bei einer Laufzeit von 24 Monaten sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Auch die Arbeitgeber hatten nach der letzten Verhandlungsrunde mitgeteilt, dass sie ihr Angebot verbessert hätten, die Forderung der Gewerkschaft aber als «realitätsfern» abgelehnt.
Man habe «großes Verständnis für den Frust der Fahrgäste» und sei sich der angespannten Situation in Anbetracht der hohen Energiepreise bewusst, heißt es von Verdi. «All diese Probleme können jedoch nur politisch gelöst und nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.»
Mit Material der dpa
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