Kommende Woche
Mehrere Tage lang: Verdi bestreikt erneut Nahverkehr in München
Stand 18.02.26 - 14:04 Uhr
Hunderttausende Pendler müssen in München kommende Woche schon wieder nach Alternativen zum ÖPNV suchen.
©Foto: Frank Hammerschmidt/dpa
U-Bahn, Bus und Tram in München betroffen
Verdi ruft für kommende Woche zum mehrägigen Nahverkehrs-Warnstreik in München auf. Betroffen sind der Gewerkschaft zufolge U- und Trambahnen sowie Buslinien, die nicht von privaten Dienstleistern bedient werden. Die von der Bahn betriebene S-Bahn sowie Regionalbahnen sind nicht betroffen. Es ist der dritte Warnstreik in München in der aktuellen Tarifrunde.
An welchen Tagen kommende Woche gestreikt wird, ist noch nicht bekannt.
Es ist der dritte Warnstreik in München in der aktuellen Tarifrunde.
- Anzeige -Was fährt in München beim Streik in München?
• U-Bahn und Tram zunächst außer Betrieb
• Bus-Betrieb stark eingeschränkt
Bus- und Tram-Betrieb während des Streiks
Wie bereits an den ersten beiden Streiktag ist dann nur ein stark eingeschränkter Betrieb möglich. Beim Bus ist etwa die Hälfte der Fahrzeuge einsatzbereit, weil die privaten Busunternehmen, die für die MVG fahren, nicht bestreikt werden. Bei der Tram hängt die Inbetriebnahme maßgeblich davon ab, wie viele Fahrerinnen und Fahrer sich zum Dienst melden.
Verdi: 668,75 Euro mehr pro Monat gefordert
In Bayern fordert Verdi unter anderem eine Entgeltsteigerung von 668,75 Euro und eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Die bayerischen Städte weisen das als zu teuer zurück. Die Finanzlage vieler Kommunen ist wegen der stark gestiegenen Kosten ohnehin schlecht, im öffentlichen Nahverkehr sind die Defizite der kommunalen Verkehrsgesellschaften in den vergangenen Jahren gestiegen.
Der Tarifvertrag Nahverkehr gilt in Bayern laut Verdi für etwa 20 Unternehmen mit 9.000 Beschäftigten. Den bislang letzten Tarifabschluss im bayerischen ÖPNV gab es 2023. Dieser «Tarifvertrag Nahverkehr» (TV-N) war schon 2024 ausgelaufen. Verdi hatte sich damals jedoch entschieden, den bayerischen Tarif nicht separat neu zu verhandeln, sondern abzuwarten, bis auch in den übrigen Bundesländern wieder Verhandlungen anstehen.
Mit Material der dpa
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