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Traditionen und Bräuche

Traditionen rund um den Maibaum

Aktualisiert 02.05.2017 - 11:48 Uhr

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Bald stehen in vielen Ortschaften wieder bunte Maibäume. Was es mit diesem Brauch auf sich hat, verraten wir hier.

Traditionen rund um den Maibaum

Alle Jahre wieder kommt es unter den bayerischen Ortschaften zu einer Art Wettstreit, wo der höchste und schönste Maibaum aufgestellt wird. Begleitet wird das Maibaumaufstellen dabei von einer Reihe an Traditionen.

Den Maibaum herrichten

In jeder Region sieht der Maibaum anders aus. Mancherorts wird er mitsamt Rinde aufgestellt, anderenorts wird er geschält und weiß-blau angestrichen. Auch Behang mit bunten Bändern, Verzierungen mit Schildern oder Figuren , aber auch Schmuck in Form von Kränzen ist sehr beliebt.

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Den Maibaum stehlen

Ein beliebter und spannender Wettkampf – insbesondere unter den Burschenvereinen – ist das Maibaumstehlen. Nach alter Tradition darf der Baum, der sich bereits mehrere Wochen vor dem Aufstellen vor Ort befindet, von anderen Gemeinden "gestohlen" werden. Damit dies nicht passiert, gibt es die Maibaumwache durch die Gemeindebevölkerung und –Burschenschaften. Diese bewachen den Maibaum durchgehend bis zum 1. Mai. Diebstähle werden in der Regel verhindert durch Berühren des Baumes und den Ausruf: "Der Baum bleibt da!".

Trotz Bewachung, gelingt es den Nachbargemeinden dennoch relativ häufig, den Maibaum zu stehlen. Ist dies passiert, kann der Maibaum wieder „ausgelöst“ werden. Zur Maibaum-Auslöse einigt man sich meist auf eine große Menge Bier, das dann bei der Übergabe des Maibaums gemeinsam getrunken wird.

Vor kurzem wurde der Maibaum vom Münchner Viktualienmarkt gestohlen. Rund 80 Burschen aus drei Vereinen hatten in der Nacht von 9. auf 10. April den 34 Meter langen Baum unbemerkt aus einer Lagerhalle geklaut. Diese Aktion wurde schon zweieinhalb Monate im voraus geplant. 

Den Maibaum aufstellen

Beim Aufstellen des Maibaums gibt es eine Besonderheit. Denn technische Hilfsmittel sind in der Regel nicht erlaubt. Daher werden alle kräftigen Männerhände des Ortes gebraucht, um den Maibaum erfolgreich in die Senkrechte zu bringen. Nach alter Tradition wird der Maibaum unter Einsatz von dicken, langen Stangen, den sogenannten "Schwaibeln", die zu "Scheren" zusammengebunden werden, nach Kommando aufgerichtet. Diese Arbeit kann über zwei Stunden dauern.

Den Maibaum feiern

Parallel zum Aufrichten des Maibaums findet das Maibaumfest statt. Bei Blasmusik sowie Speis und Trank werden die Aufsteller angefeuert. Highlights sind die traditionellen Volkstänze um den Maibaum, als Tanz in den Mai bekannt, oder die Wahl einer Maikönigin.

Im Raum München finden unter anderem folgende Maifeiern statt:

  • Perlacher Maibaumaufstellen – 1.5. ab 9 Uhr
  • Allacher Maibaumaufstellen – 1.5. ab 9 Uhr an der Eversbuschstraße
  • Pasinger Maibaumfest – 1.5. ab 10 Uhr
  • Maibaumaufstellen auf dem Viktualienmarkt – 1.5. ab 13 Uhr
  • Maifest auf dem Laimer Anger – 1.5. ab 11 Uhr

Auf den Maibaum kraxeln

Das Maibaumkraxeln ist eine Tradition, bei der es darum geht, den glatten Baum mit einer Gesamthöhe von zwölf bis fünfzehn Metern möglichst schnell zu erklimmen. Wer oben angekommen ist, läutet zum Beweis an der Glocke, die an der Spitze des Maibaums angebracht ist. Mancherorts werden ganz oben auch ein Paar Würschtl befestigt, die vom mutigen Kraxler dann herunter geholt werden. Eine große Ausrüstung brauchen die Kraxler übrigens nicht. Manch einer schmiert sich Pech an die Füße, um besseren Halt zu haben…

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