Oktoberfest-Alternative der Wirte
Starttermin für die Wirtshauswiesn steht fest
Stand 12.08.20 - 11:09 Uhr
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Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es kein Oktoberfest in München. Doch die Münchner müssen nicht auf Bier, Blasmusik und Tracht verzichten. Die Wirte planen eine Wirtshauswiesn - jetzt steht der Starttermin dafür fest.
© Foto: shutterstock
Das sind die Pläne der Wiesn-Wirte
Corona-Testzelte statt Bierzelte: auf der Theresienwiese ist in diesem Jahr wegen Corona alles anders. Trotzdem soll in München ein bisschen Festlaune aufkommen. Zusätzlich zum "Sommer in der Stadt", bei dem Schausteller auf Münchens großen Plätzen ihre Fahrgeschäfte betreiben, haben sich auch die Wirte eine Oktoberfest-Alternative überlegt.
- Anzeige -In rund 50 großen und kleineren Häusern in der Innenstadt soll es typische Wiesn-Schmankerl, wie Hendl oder Haxn geben und natürlich auch Wiesn-Bier. Das wird auch in diesem Jahr von allen sechs Festbier-Brauereien gebraut. Nun steht auch der Starttermin für die sogenannte "Wirtshauswiesn" fest.
An diesem Tag soll die Wirtshauswiesn starten
Am 19. September hätte Oberbürgermeister Dieter Reiter eigentlich das erste Fass Bier im Schottenhamel Festzelt auf dem Oktoberfest angezapft. Im Morgengrauen wären die ersten Gäste in Dirndl und Lederhose zur Festwiese gezogen, um die besten Plätze zu ergattern. Der 19. September 2020 wurde daher von den Wirten als Starttermin für die Wirtshauswiesn ausgewählt. Dauern soll die Wirtshauswiesn 16 Tage lang.
Die Wirtshauswiesn knüpft an die Ursprünge der Wiesn vor gut 200 Jahren an, sagt der Sprecher der Münchner Innenstadtwirte, Gregor Lemke. "Als 1810 die erste Wiesn stattgefunden hat, gab es keine Zelte. Es gab nicht diese Verpflegungsmöglichkeiten auf der Theresienwiese. Die Menschen sind danach in die Stadt gezogen, in die Wirtshäuser. Da haben wir eine Analogie zur Wirtshauswiesn."
- Anzeige -"Wir sind in der Findungsphase"
Die Marke Wirtshauswiesn ist schon geschützt. An der Umsetzung wird noch getüftelt. "Wir sind noch in der Findungsphase," sagt Lemke. "Die politischen Vorgaben für die Corona-Krise, die Ende September greifen werden, kennen wir noch nicht." Partystimmung eng an eng mit Tanzen auf den Bänken wird es nicht geben – schlechte Karten für Flirtwillige. Vorgabe: Abstand, Maske – und Tracht.
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