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Neue Unterwasserbewohner

Neue Bewohner mit scharfen Z├Ąhnen im Tierpark Hellabrunn

Aktualisiert 13.05.2022 - 14:50 Uhr

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Nachdem im Februar der letzte der verbliebenen Schwarzspitzen-Riffhaie aus tiermedizinischen Gr├╝nden in hohem Alter eingeschl├Ąfert worden war, wurde das Haibecken im Hellabrunner Aquariumf├╝r neue Bewohner bezugsfertig gemacht. Diese Woche sind zwei Schwarzspitzen-Riffhai-Weibchen ins Hellabrunner Haibecken eingezogen.

Neue Bewohner mit scharfen Z├Ąhnen im Tierpark Hellabrunn

┬ęTierpark Hellabrunn

Neue Tierpark-Bewohner sagen "Hai"

Neugierig erkunden die beiden Schwarzspitzen-Riffhaie ihre neue Umgebung im Hellabrunner Haibecken, wo ihnen ├╝ber 100.000 Liter Salzwasser zur Verf├╝gung stehen. Neben einer gro├čen Netzmur├Ąne leisten noch diverse kleinere Riffbewohner den Neuank├Âmmlingen Gesellschaft.
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Die beiden Haie sind Schwestern, die im August 2020 im SeaLife Oberhausen geboren wurden. In europ├Ąischen Zoos und Aquarien werden Schwarzspitzen-Riffhaie erfolgreich gez├╝chtet und im Rahmen eines Europ├Ąischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) zwischen Zoos und Aquarien ausgetauscht, um eine Reservepopulation f├╝r diese Tierart zu schaffen.

Auch das Nachbarbecken hat neue Bewohner

Der Tierpark Hellabrunn hat als Teil des EEP zwei junge Weibchen aufgenommen, die hier aufwachsen sollen und den Tierparkbesuchern als Botschafter ihrer Art die Schutzbed├╝rftigkeit dieser Tiere und ihres Lebensraums zeigen. Denn in ihrer nat├╝rlichen Heimat, den K├╝stenregionen des Indischen Ozeans und um die Inselgruppen des westlichen Zentralpazifiks herum, leiden Schwarzspitzen-Riffhaie unter der Zerst├Ârung ihrer Habitate und Wasserverschmutzung, werden aber auch als Nahrungsquelle bejagt. Die Art wird daher auf der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature) als ÔÇ×gef├ĄhrdetÔÇť eingestuft.

Doch neben den Schwarzspitzen-Riffhaien hat Hellabrunn noch weitere charismatische Mitbewohner in seinem Aquarium aufgenommen. Zeitgleich sind in das Nachbarbecken der Schwarzspitzen-Riffhaie zwei m├Ąnnliche Korallen-Katzenhaie eingezogen, die ab sofort als neue Hai-Art in Hellabrunn gepflegt werden. Die Tiere werden circa 70 cm lang, haben eher zur├╝ckgebildete Flossen, aber mit ihrer braunen Grundfarbe und den hellen Flecken ein insgesamt elegantes Erscheinungsbild. Die ├╝blicherweise bodenlebenden Fische trifft man in der Natur zumeist in K├╝stenn├Ąhe an, wo sie sich von Fischbrut, Garnelen, kleineren Fischen sowie Schnecken oder Muscheln ern├Ąhren.
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Hellabrunn unterst├╝tzt Monitoring-Programm

ÔÇ×Hellabrunn unterst├╝tzt mit der Aufnahme der beiden m├Ąnnlichen Korallen-Katzenhaie das Europ├Ąische Monitoring-Programm dieser mittlerweile durch die IUCN als ÔÇÜpotenziell gef├ĄhrdetÔÇś eingestuften Fischart. Auch der Lebensraum dieser Meeresbewohner im Pazifik wird durch menschengemachte Eingriffe immer weiter zerst├Ârt, was negative Auswirkungen auf den Gesamtbestand hat.ÔÇť erkl├Ąrt Lena Bockrei├č, Zoologin und zust├Ąndige Kuratorin in Hellabrunn.

ÔÇ×Dar├╝ber hinaus planen wir, die beiden Korallen-Katzenhaie in absehbarer Zeit mit zwei m├Ąnnlichen Epauletten-Haien zu vergesellschaften, die den Tierbesatz mit dem gemeinsamen Lebensraum des westlichen S├╝dpazifiks hier sinnvoll abrunden.ÔÇť, so Bockrei├č weiter.

Hellabrunns Vorstand und Tierparkdirektor Rasem Baban erg├Ąnzt: ÔÇ×Es ist uns als wissenschaftlich gef├╝hrter Zoo sehr wichtig, zunehmend bedrohte und gef├Ąhrdete Arten in Hellabrunn zu pflegen und eng vernetzt mit den europ├Ąischen Erhaltungszucht- und Monitoring-Programmen zusammenzuarbeiten.┬áZudem sind wir im Hellabrunner Aquarium gerade dabei, unsere Edukationsbeschilderung sukzessive zu ├╝berarbeiten. Die Edukation wird im Sinne der Barrierefreiheit mit besseren Monitoren sowie mit Tierinformationen, die in einfacher Sprache gefasst sind, ausgestattet."

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