Corona-Infektionszahlen
München übersteigt Inzidenzwert von 50
Stand 18.09.20 - 16:36 Uhr
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München hat am Freitag (18.09.2020) den Corona-Inzidenzwert von 50 überschritten. Was das nun bedeutet und ob Einschränkungen drohen - aktuelle Infos hier.
Foto: muenchen.de
Das sieht der Corona-Maßnahmenplan der Stadt nun vor
Um lokale Corona-Ausbruchsereignisse rechtzeitig eindämmen zu können, wurde für die 7-Tage-Inzidenz ein Schwellenwert von 50 sowie als „Frühwarnsystem“ ein Signalwert von 35 festgelegt. München hat diesen Schwellenwert nun überschritten.
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In München wurden für Donnerstag, 17. September (Stand 23.59 Uhr), 141 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 10.454 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 8.814 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.
Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 50,70. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.
Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,41 (Stand 17.9.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 141 Menschen neu anstecken. Je deutlicher die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu erwarten.
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Laut Oberbürgermeister Dieter Reiter wird es auch bei einer Inzidenz von 50 oder etwas darüber keinen Automatismus für Maßnahmen in München geben. Man werde zunächst die weitere Entwicklung am Wochenende abwarten, um sich dann am kommenden Montag (21. September) über Maßnahmen zu beraten. Alle Regelungen bleiben bis dahin in Kraft.
"Sollte sich der Trend allerdings fortsetzen und die Zahl der Infektionen weiter steigen, werden weitere Maßnahmen zu prüfen sein. Dazu gehört beispielsweise die Reduzierung der Personenzahl bei privaten Feiern von 100 auf 50 Personen im Innenbereich und von 200 auf 100 Personen im Außenbereich. Auch eine Verlängerung der Sperrzeit haben wir diskutiert. Über diese Maßnahmen – Verringerung der Personenzahl für private Feiern, Verlängerung der Sperrzeit – werden wir am Montag im Krisenstab nochmals beraten, wenn die Zahlen fürs Wochenende vorliegen“, so Dieter Reiter gegenüber der TZ München.
Bisher sieht die Stadt folgende Maßnahmen vor:
Schulen und Kitas sollen offen bleiben – auch bei einem Inzidenzwert über 50
Da besonders Familien unter der Situation leiden, wird besonnen vorgegangen. Der Schul- und Kitabetrieb wird so weit wie möglich aufrecht erhalten – nach den vorgegebenen Regeln des Freistaats. Die Maskenpflicht für Schüler ab der 5. Klasse bleibt allerdings bestehen.
Neues Alkoholverbot für das Wochenende – auch auf der Theresienwiese
Auch für das Wochenende vom 18. bis 19. September wird wieder ein zeitlich und räumlich begrenztes Alkoholverbot für Freitag- (18.9.) und Samstagnacht (19.9.) verfügt. Das Alkoholverbot gilt an den bekannten Hotspots Baldeplatz, Gärtnerplatz, Gerner Brücke, Wedekindplatz sowie an den Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke. Außerdem gibt es am Samstag ein Alkoholkonsumverbot auf der gesamten Fläche der Theresienwiese, gültig von 9 Uhr morgens bis 6 Uhr des Folgetages. Ziel dieses Verbots ist es, auf dem Gelände private Ersatzpartys zum ursprünglich geplanten Wiesnstart mit hohem Infektionsrisiko zu unterbinden.
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