Öffentlichkeitsfahnung
Erfolgreiche BKA-Fahndung: Festnahme im Missbrauchsfall
Stand 10.10.17 - 13:31 Uhr
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Die Bundesweite Öffentlichkeitsfahndung des BKA war erfolgreich. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Er soll mindestens ein Mädchen sexuell missbraucht und Bilder der Tat im Darknet verbreitet haben.
Nach BKA-Fahndung: Kinderschänder festgenommen
Wiesbaden/Frankfurt/Main (dpa / 95.5 Charivari) – Das Bundeskriminalamt fahndete am Montag, 9. Oktober, in einer bundesweit angelegten Großaktion nach einem bis dato unbekannten Tatverdächtigen. Er soll ein minderjähriges Mädchen sexuell missbraucht und Bilder davon veröffentlicht haben. Da keine Bilder vom mutmaßlichen Täter vorhanden waren, wurde mit den Bildern des Mädchens gefahndet.
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt erhofften sich mit Unterstützung der Öffentlichkeit das bisher unbekannte Opfer und den unbekannten Tatverdächtigen zu identifizieren sowie einen nicht auszuschließenden andauernden sexuellen Missbrauch beenden zu können.
Fahndungserfolg: 24-Jähriger festgenommen
Wenige Stunden nach der aufsehenerregenden öffentlichen Fahndung mit Missbrauchsfotos eines kleinen Mädchens, haben die Ermittler einen 24-Jährigen aus Niedersachsen unter dringendem Tatverdacht festgenommen.
Der Mann stamme aus dem persönlichen Umfeld des vierjährigen Kindes und sei kein Unbekannter der Familie gewesen. Nähere Angaben zu dem Festgenommenen aus dem Landkreis Wesermarsch wollen die Ermittler nicht machen.
Dem Mann wird vorgeworfen, das kleine Mädchen zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 mehrfach schwer sexuell missbraucht zu haben. Der 24-Jährige soll Aufnahmen des sexuellen Missbrauchs gemacht und diese anschließend auf einer kinderpornografischen Plattform im sogenannten Darknet – einem abgeschirmten Bereich des Internets – verbreitet haben. Das Kind ist inzwischen wieder in elterlicher Obhut. Es soll ihm den Umständen entsprechend gut gehen.
Nach zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung aufgrund der öffentlichen Fahndungsbilder konnte der 24-Jährige am Montagabend festgenommen werden. Durch einen Hinweis habe schließlich sowohl das kleine Mädchen als auch auch der mutmaßliche Täter identifiziert werden können, erklärten die Ermittler.
Beweismittel gefunden
In der Wohnung des Mannes seien Beweismittel sichergestellt worden, teilten das Bundeskriminalamt (BKA) und die Generalstaatsanwaltschaft mit. Details zu den Funden wurden nicht genannt. Der Beschuldigte sollte noch am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Das BKA hatte in Abstimmung mit der Generalstaatsanwaltschaft den ungewöhnlichen Schritt, Fotos vom Opfer zu veröffentlichen, als letzte Maßnahme zur Identifizierung des Täters begründet.
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