Aktiv gegen falsche Müllentsorgung
Der Mülldetektiv von Poing kämpft gegen illegale Abfallentsorgung
Stand 05.08.25 - 15:06 Uhr
Walter Fortmühler ist Münchens erster Mülldetektiv und will Personen, die illegalen Müll bei Wertstoffinseln entsorgen, auf frischer Tat ertappen.
©shutterstock
Verdecktes Ermitteln auf Wertstoffinseln
Walter Fortmühler hat wohl einen der ungewöhnlichsten Jobs in München: Er ist Mülldetektiv in Poing. Der 68-Jährige parkt mit seinem Auto in unmittelbarer Nähe von Wertstoffinseln und beobachtet unauffällig die Container. Sobald eine Person etwas in den Containern entsorgt, das dort nichts zu suchen hat, zückt er seine Kamera und filmt die Tat. Auch das Auto und dessen Nummernschild werden fotografiert. Um noch mehr Täter zu erwischen, sucht er mit Handschuhen nach Hinweisen zu den Personen im Müll. Wenn er Glück hat, findet er auf einem illegal entsorgten Gegenstand eine Adresse oder einen Namen.
- Anzeige -Walter Fortmühler löst Müllproblem von Poing
Knapp 20.000 € kostet der Mülldetektiv die Gemeinde Poing, die ihn im Jahr 2020 anstellten. Grund für den neuen Job war ein riesiges Müllproblem in diesem Jahr. Aufklärung, Flyer und Bürgerversammlungen reichten jedoch nicht aus, um das Problem zu beseitigen. Walter Fortmühler hingegen scheint in seiner Position nun endlich den gewünschten Fortschritt zu bringen. Nach mittlerweile fünf Jahren konnte er die Zahl der Anzeigen gegen illegale Müllentsorgung von 400 pro Jahr auf 200 senken.
Der Werdegang eines Mülldetektivs
Dabei könnte seine berufliche Karriere eine Rolle spielen. Beim Militär absolvierte Fortmühler als Feldjäger eine Ausbildung zum Personenschützer, die seinen Jagdinstinkt weckte. Später arbeitete er sogar mit Prominenten wie Udo Lindenberg oder Sängerin Pink zusammen. Mittlerweile besitzt er außerdem eine Inkasso-Firma und einen Sicherheitsdienst.
Die direkte Konfrontation sucht Walter Fortmühler nie. Sobald er eine Person auf frischer Tat ertappt und auf seiner Kamera festgehalten hat, übergibt er die Beweise an die Gemeinde, die dann weitere Schritte einleitet.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Wegen vieler Baustellen ändern sich in München ab 3. August zahlreiche Bus- und Tramlinien.
Wiesn 2026: KI-Kameras, neue Wege und mehr Kontrolle sollen Überfüllung verhindern.
Im August 2026 starten neue Regeln für Familien, Bahnkunden, KI, Solaranlagen und Verpackungen.
Freie Fahrt, freie Schifffahrt, freier Bergspaß: Bayern belohnt Einser
Die Stadt München verlängert ihre Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Wassernutzung nicht. Auch die Wasser-Sparanordnung der Stadtwerke München läuft aus. Entspannung gibt es aber nur teilweise - denn die Lage beim Grundwasser bleibt weiter angespannt.
Waldbrände in Südeuropa sorgen für Unsicherheit: Das müssen Urlauber jetzt zu ihren Rechten wissen.
Vom Naturbad in München bis zum Wellenbad im Umland: Diese Freibäder in und um München sorgen für Abkühlung, Badevergnügen und echtes Sommerfeeling.
Donna Maria startet im September und bohrt für die 2. Stammstrecke drei Kilometer unter München.
Zum Augustbeginn drohen lange Staus: Der ADAC warnt vor einem besonders vollen Ferienwochenende.
Das Voting zum Jugendwort des Jahres 2026 hat begonnen. Zehn Begriffe sind noch im Rennen.
DESK
100 Tage im Amt: Krause setzt erste Akzente, doch Wohnen, Verkehr und Geldsorgen drücken weiter.
Urteil in München: Nach dem Auto-Anschlag auf eine Verdi-Demo erhält der Täter die Höchststrafe.
Am Starnberger See fallen wegen Niedrigwasser vier Haltestellen aus. Fahrgäste müssen ihre Touren neu planen.
Bayern steht ein sehr heißer Dienstag bevor. Danach steigt das Risiko für Gewitter und Waldbrände.
34-Jähriger stirbt nach Festnahme in München. LKA und Staatsanwaltschaft ermitteln.
Im Englischen Garten half die Feuerwehr München einem Mann mit schwerer Atemnot nach einem Insektenstich.
In Münchens Freibädern wartet in den Sommerferien ein kostenloses Mitmachprogramm auf Kinder und Jugendliche.













