Innovatives Projekt
Pilotprojekt in München – Drohnen fliegen Feuerwehr voraus
Stand 02.12.25 - 10:07 Uhr
Schneller als die Feuerwehr: In München sollen automatisierte Drohnen bei Bränden und Unfällen künftig als Erste am Einsatzort sein. Das sollen die Fluggeräte bringen.
©Foto: Branddirektion München
Drohnen helfen der Feuerwehr
München (dpa/lby) – Egal ob bei Bränden oder bei Unfällen – in München sollen künftig automatisierte Drohnen noch vor der Feuerwehr am Einsatzort sein. Die Drohnen lieferten schon vor dem Eintreffen der ersten Kräfte hochauflösende Lagebilder und ermöglichten eine frühzeitige Erkundung sowie eine präzise Einsatzplanung, teilte die Feuerwehr mit.
- Anzeige -Nach Angaben der Behörde ist es der erste automatisierte Drohnenbetrieb im deutschen Feuerwehrwesen in dieser Größenordnung. So wie in München gebe es auch andernorts bereits Drohnen, diese würden aber am Einsatzort manuell von Feuerwehrleuten gesteuert. Die Erfahrungen des Pilotprojekts, das am Mittwoch beginnt, will die Münchner Behörde mit anderen Feuerwehren teilen.
Drohnen in Dockingstationen
Auf zwei Wachen in den Stadtteilen Ramersdorf und Schwabing stehen automatisierte Drohnen in Dockingstationen bereit. Sie können im Notfall ausgesandt werden und werden während ihres Fluges auch die ganze Zeit von ausgebildeten Pilotinnen und Piloten überwacht. Die 40 mal 40 Zentimeter großen Fluggeräte in den Farben der Feuerwehr können die gesamte Stadt und die Umgebung anfliegen und live Bilder vom Einsatzort senden, während die Fahrzeuge mit den Rettungskräften noch unterwegs sind.
Live-Bilder bei der Anfahrt zum Einsatzort
«Mit den automatisierten Drohnen erhalten wir schon auf der Anfahrt ein deutlich besseres Lagebild», erklärte Christian Schnepf, Leiter der Abteilung Einsatz-Informations- und Kommunikationstechnik. «Das hilft uns, den Einsatzort zu verifizieren, Gefahren frühzeitig besser einzuschätzen und unsere Einsatzkräfte gezielter einzusetzen.»
Bei Bränden könnten Drohnen innerhalb weniger Minuten die Rauchentwicklung zeigen und helfen, die Ausbreitung des Feuers zu erkennen. Bei Unfällen zeigten sie das Ausmaß des Geschehens und mögliche Gefahrenstellen. So könnten Einsatzwege schneller festgelegt und Maßnahmen eingeleitet werden.
Piloten überwachen Drohnen
Die Feuerwehr arbeitet bei dem Projekt mit dem Unternehmen Skyflow zusammen, das die Einsätze mit Drohnenpilotinnen und -piloten begleitet. Nach sechs Monaten sollen die Erkenntnisse ausgewertet und auch anderen Feuerwehren zur Verfügung gestellt werden. Anfang 2026 sollen zudem auch im Landkreis München Drohnen stationiert werden. Die Feuerwehr verweist darauf, dass die Drohnen nicht dauerhaft überwachen und es umfangreiche Schutzmaßnahmen vor allem zur Flugsicherheit gibt.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Die Wiesn ist zur Hälfte rum - die Stadt zieht Bilanz
München geht für Deutschland ins Olympia-Rennen. Nun richtet sich der Blick auf die internationale Vergabe.
Der Bundestag stimmt für den Tankrabatt. Was ab Oktober für Benzin und Diesel geplant ist.
VW und Audi rufen fast eine Million Autos zurück. Prüft, ob euer Wagen wegen der Lenkung in die Werkstatt muss.
Krank nach der Wiesn? Die LMU erforscht die Wiesngrippe. So helft ihr mit und schützt euch vor Infekten.
Uli Hoeneß darf seine zwei Linden behalten. Doch der Nachbarstreit ist möglicherweise noch nicht vorbei.
Zwei Kellnerinnen handeln bei einem Notfall auf der Wiesn sofort - und helfen, einen 78-Jährigen wiederzubeleben.
München führt bei der Olympia-Bewerbung. Am 26. September fällt die Entscheidung des DOSB.
The Kolors bringen Italo-Pop und große Gefühle nach München - jetzt Tickets sichern!
DESK
Kein Alkohol mehr am Bahnsteig: Was an DB-Bahnhöfen verboten ist - und was ihr weiter dürft.
München plant einen Mietenmonitor. Er soll zu teure Wohnungsanzeigen erkennen - doch die CSU übt Kritik.
Nur wenige Kilometer vom Münchner Flughafen entfernt wurde in der Nacht offenbar eine freilaufende Raubkatze gesichtet. Nach erster Einschätzung der Behörden könnte es sich um einen Puma handeln. Das Landratsamt Erding mahnt zu höchster Wachsamkeit: Hunde sollten angeleint und Kinder nicht unbeaufsichtigt gelassen werden.
Nach der Wiesn sind noch zahlreiche Marken für Maßen und Hendl übriggeblieben? Das könnt ihr damit jetzt anstellen
Historischer Rekord auf dem Oktoberfest 2026: 7,4 Millionen Gäste feierten auf einer friedlichen Wiesn. Alle Infos, Zahlen & kuriose Fundstücke im Überblick!
Ayana auf dem Cover, zwölf Tierbilder im Kalender: Hier bekommt ihr den Hellabrunn-Kalender 2027 für zehn Euro.
Was bringt der Oktober 2026? Wir zeigen euch, was sich beim Tanken, im Alltag, bei digitalen Behördengängen und an Bahnhöfen ändert.











