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Insolvenz bei Air Berlin

Air Berlin: Lufthansa ├╝bernimmt

Aktualisiert 12.10.2017 - 15:57 Uhr

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Die Fluggesellschaft Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet. Jetzt gibt es neue Informationen, dass die Lufthansa den Kaufvertrag unterschrieben hat.

Air Berlin: Lufthansa ├╝bernimmt

┬ę Foto: dpa

Die neuesten Infos rund um die Air Berlin Pleite

Die Fluggesellschaft Air Berlin hatte Mitte August, w├Ąhrend der Ferienzeit, Insolvenz angemeldet. Die Bundesregierung half mit einem┬áNotfallkredit ├╝ber 150 Millionen Euro aus, um den Flugbetrieb von Air Berlin aber auch den der Tochtergesellschaft Niki aufrecht zu erhalten.

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Die Lufthansa ├╝bernimmt

Die Lufthansa ├╝bernimmt Air Berlin und zahlt f├╝r die ├ťbernahme gro├čer Teile der insolventen Airline voraussichtlich etwa 210 Millionen Euro. Der Preis k├Ânne aber noch angepasst werden, wenn der Kaufvertrag dann vollzogen wird. Die Lufthansa ├╝bernimmt demnach die Tochtergesellschaften Niki und Luftfahrtgesellschaft Walter mit zusammen 1300 Besch├Ąftigten sowie 20 weitere Flugzeuge der Air Berlin.┬áMit dem Lufthansa-Gesch├Ąft sollte Air Berlin in der Lage sein, den Bundeskredit von 150 Millionen Euro zur├╝ckzuzahlen.

Gro├če Teile der insolventen Fluggesellschaft Air┬áBerlin gehen wohl an die Lufthansa. Beide Unternehmen wollten heute in┬áBerlin einen entsprechenden Kaufvertrag unterzeichnen, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Berlin ank├╝ndigte. Das Gesch├Ąft steht aber noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen ├ťberpr├╝fung.

Mit dem Bieter Easyjet werde weiter verhandelt. Die britischen Gesellschaft Easyjet soll bis zu 30 Maschinen samt Verkehrsrechten und Besatzungen übernehmen sollte. Die Verhandlungen würden fortgesetzt, sagte ein Sprecher der Air Berlin.

Kartellrechtliche ├ťberpr├╝fung

Die Sorge ist, dass die Lufthansa nach der ├ťbernahme von gro├čen Teilen der Air Berlin in Deutschland zu ├╝berm├Ąchtig wird. Weil der deutsche Marktf├╝hrer sich einen Gro├čteil des einstigen Konkurrenten sichert, f├╝rchten viele einen eingeschr├Ąnkten Wettbewerb, der zu steigenden Preisen f├╝hren k├Ânnte.

Die europ├Ąischen Kartellbeh├Ârden m├╝ssen dies nun untersuchen. Als Obergrenze f├╝r die alleinige nationale Zust├Ąndigkeit gilt ein Umsatz aller Beteiligten zusammen von f├╝nf Milliarden Euro. Diese Summe ├╝berschreitet allein die Lufthansa mit knapp 32 Milliarden Euro Gesamtumsatz (2016) klar.┬á

Gerade im innerdeutschen Flugverkehr d├╝rfte die Ermittlung des Marktanteils schwer fallen. Dort gibt es schlie├člich noch konkurrierenden Bahn- und Busverkehr. Die Pr├╝fung muss wohl nach einzelnen Strecken getrennt ablaufen.

Die EU-Kommission pr├╝ft auf Grundlage der europ├Ąischen Fusionskontrollverordnung. Die Sto├črichtung ist: keine marktbeherrschende Stellung eines Unternehmens – mit Blick auf die europ├Ąische Dimension.

In fr├╝heren Luftverkehrsverfahren hat die Kommission mehrfach Auflagen gemacht. So mussten K├Ąufer Start- und Landerechte auf einzelnen Strecken an Wettbewerber abgeben. Die geplante ├ťbernahme der irischen Aer Lingus durch den gro├čen Konkurrenten Ryanair untersagte die EU, weil das neue Unternehmen auf einer Vielzahl von Strecken marktbeherrschend geworden w├Ąre.

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