Mobiles surfen
3G-Abschaltung: an diesen Terminen ist es soweit
Stand 24.01.23 - 14:51 Uhr
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Seit einigen Jahren wird stark an dem Ausbau des 5G-Netzes gebaut. Und jetzt ist es bald soweit, das 3G-Netz wird abgeschaltet. Fast die Hälfte der Handys sind davon stark betroffen und könnten dann nur noch im Schneckentempo surfen.
Foto: Shutterstock
Kein 3G-Netz mehr: 45 Prozent der Handys sind stark betroffen
Um einen besseren Standard zu schaffen und international konkurrenzfähig zu bleiben, hat die Bundesnetzagentur die Abschaltung des 3G-Netzwerks und den 5G-Ausbau beschlossen. Bis Ende 2021 soll auf keinem mobilen Netzwerk mehr mit 3G gesurft werden.
- Anzeige -Warum wird 3G für 5G abgeschaltet?
Die 3G/UTMS-Technologie kam bereits 2004 auf den Markt und versorgte die ersten Smartphones mit einer für die damalige Zeit unvorstellbaren Datengeschwindigkeit. In der Zwischenzeit kamen dann mit LTE und 4G neue Lösungen auf, die mit der Leistungsfähigkeit der neuen Smartphones einhergingen. Das 3G/UTMS- Netz ist also schlichtweg veraltet, weil es nicht die Bandbreite liefert die unsere Handys heutzutage benötigen.
Außerdem hat die Bundesnetzagentur als Vorgabe beschlossen, dass 2020 eine Mobilfunkgeschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) für 98 Prozent der bundesweiten Haushalte zu gewährleisten ist. Selbst mit der besten 3G-Technologie sind maximal 42 Mbit/s möglich. Durchschnittlich ist die Mobilfunkgeschwindigkeit des 3G-Netzes allerdings bei weniger als 10 Mbit/s.
- Anzeige -Wer ist von der 3G-Abschaltung betroffen?
Betroffen sind vor Allem Personen, die einen Prepaid-Vertrag oder einen günstigen Handytarif bei einem Discounter-Anbieter abgeschlossen haben. Erst seit 2019 überwiegen die LTE-fähigen SIM-Karten, allerdings nutzen diese nur 55 Prozent der Deutschen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass 45 Prozent, also ca. 48 Millionen Nutzer, noch auf 3G angewiesen sind.
- Anzeige -Mobilnetz: Die 3G-Abschaltung bei der Telekom
In den Telekom-Verträgen steht bereits seit 2017, dass eine Versorgung mit 3G-Netz nur bis zum 31. Dezember 2020 garantiert ist. Inzwischen hat die Telekom auch ein konkretes Datum bekannt gegeben, und wird am 30. Juni 2021 ihr 3G-Netz abschalten. Ziel ist es, Platz für den Ausbau des 4G- und 5G-Angebotes zu schaffen.
Wer mit dem Telekom-Netz surft, hat überwiegend kostenlos Zugriff auf LTE. Regionen, die bislang mit 3G versorgt werden, werden dann mit 4G unterwegs sein. Und auch die Handytarife werden angepasst. In vielen Angeboten ist ein LTE-Paket inklusive. Wenn das 3G Netz dann abgeschaltet ist, wird es laut Telekom LTE aber in jedem Vertrag geben.
- Anzeige -Die Abschaltung von 3G bei Vodafone
Auch Vodafone schaltet gemeinsam mit der Telekom am 30. Juni 2021 sein 3G-Netz ab. Laut Vodafone selbst macht der 3G/UTMS- Datenverkehr nur noch knapp fünf Prozent der Gesamtauslastung ihres Mobilfunknetzes aus, weniger als drei Prozent der Kunden würden es überhaupt noch in Anspruch nehmen. Auch diese 3 Prozent sollen nach der 3G-Abschaffung hochgestuft werden: Vodafone bietet allen Betroffenen an, ihre Tarife kostenfrei umzustellen. Wer also noch keinen Zugriff auf LTE hat, bekommt Zugriff auf das 4G-Netz. Wem eine LTE-fähige SIM-Karte fehlt, der soll kostenlos seine SIM-Karte austauschen können.
- Anzeige -Das Ende für 3G bei O2
Auch O2 möchte langfristig sein 3G-Netz abschalten. Allerdings hat der Telefon-Anbieter noch kein genaues Datum dafür genannt. Der Teléfonica-Konzern möchte bis spätestens 2022 schrittweise für effizientere Technologien wie LTE Platz schaffen. Bis dahin betreibt O2 die Netztechnologien GSM, UMTS und LTE weiter, während sie ihr 5G-Netz ausbauen.
Grundsätzlich können bereits alle Kunden im O2-Netz auf LTE zugreifen, auch über Anbieter wie Aldi Talk oder Blau. Bei gedrosseltem Datenvolumen surfen diese weiter im LTE-Netz.
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