Autonomes Fahren
Fahren wir bald mit dem Robotaxi nach Hause?
Stand 12.08.25 - 16:06 Uhr
Schon nächstes Jahr könnten in München die ersten Robotaxis unterwegs sein. Bisher stehen dem noch gesetzliche Hürden gegenüber, die aber 2026 fallen sollen.
So sehen die Robotaxis der Firma Baidu in Peking aus ©Sarunyu L / Shutterstock.com
China und USA produzieren Robotaxis
Die zukünftigen Robotaxis sollen vom chinesischen Technologie-Konzern Baidu kommen. Seit 2021 sind die autonomen Taxis des Unternehmens in Chinas Großstädten wie Peking und Shanghai unterwegs, jetzt sollen sie im nächsten Jahr auch nach Deutschland exportieren. Auch die eigene Software-Plattform Apollo Go ist bereits für den internationalen Markt verfügbar. Waymo, ein Tochterunternehmen von Google, stellt ebenfalls autonome Autos her. Die Firma nutzt dafür gewöhnliche E-Autos und rüstet sie mit einer komplexen Radar-Lasertechnik zum autonomen Auto auf.
- Anzeige -Lyft bereitet sich vor und kauft Freenow
Erst vor zwei Wochen gab der Fahrdienstleister Lyft mit Sitz in der bayerischen Hauptstadt bekannt, dass der Kauf der Taxi-App Freenow für 175 Millionen Euro abgeschlossen ist. Zuvor war die App im Besitz von BMW und Mercedes. Über Freenow sollen in Zukunft dann die Buchung und der Kundenservice für die Robotaxis laufen, natürlich kann man aber weiterhin auch normale Taxis, Mietwagen oder Scooter buchen. Lyft wird außerdem die Software Apollo Go von Baidu nutzen.
Lockerung der Gesetze zu autonomen Fahren
Autonomes Fahren unterliegt in Deutschland bisher sehr hohen gesetzlichen Auflagen, die nächstes Jahr aber gelockert werden sollen. Bis 2030 soll unter der Voraussetzung, dass die Technologie bis dahin ausreichend entwickelt und sicher ist, autonomes Fahren von der Bundesregierung komplett freigegeben werden. Eine Strategie für autonomes Fahren im Straßenverkehr wurde dafür schon entwickelt.
Fahrerlose U-Bahn schon in Nürnberg unterwegs
Bisher gibt es im öffentlichen Nahverkehr schon einige fahrerlose Verkehrsmittel. In Nürnberg wurde die erste automatische U-Bahn schon im Jahr 2008 eingeführt und im niederbayerischen Landkreis Kelheim gibt es drei Teststrecken für autonome Kleinbusse. Die A9 zwischen München und Nürnberg wurde zudem um ein digitales Testfeld für autonomes Fahren erweitert. Geforscht wird in Bayern vor allem an der Technischen Hochschule Ingolstadt, wo bereits das Forschungsfahrzeug „Anton“ über das Unigelände düst.
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