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Streik in München

Warnstreik bei Müllabfuhr und Wertstoffhöfen in München

Aktualisiert 16.10.2020 - 16:36 Uhr

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Da die Gewerkschaft ver.di zur Arbeitsniederlegung aufgerufen hat, kommt es beim Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) von Freitag, 16. Oktober, bis voraussichtlich Montag, 19. Oktober, zu erheblichen Einschränkungen bei der Müllabfuhr und zu Schließungen der Münchner Wertstoffhöfe.

Warnstreik bei Müllabfuhr und Wertstoffhöfen in München

Foto: AWM

Wertstoffhöfe bleiben bis einschließlich Samstag geschlossen

München (dpa/lby) – Die Mülltonnen in München sollen im Zuge der Warnstreiks im öffentlichen Dienst bis Montag nicht geleert werden. Auch die Wertstoffhöfe der Stadt bleiben bis einschließlich Samstag geschlossen, wie der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) mitteilte. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu dem Warnstreik aufgerufen.

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Von Freitag bis Montag keine Müllabfuhr

Bis zu 60.000 Tonnen pro Tag können deshalb laut AWM nicht abgeholt werden. Auch der Sperrmüllabholdienst, das Giftmobil und das Wertstoffmobil sollen von Freitag bis Montag nicht ausrücken, das Gebrauchtwarenkaufhaus Halle 2 bleibe solange dicht.

Streiks bereits am Freitag

Schon für Freitag waren die Mitarbeiter der Müllabfuhr und der Wertstoffhöfe in München zum Warnstreik aufgerufen worden. Nach Angaben der Gewerkschaft legten insgesamt rund 1.800 Beschäftigte ihre Arbeit nieder – darunter auch Angestellte des Bau- und Sozialreferats, der Stadtbibliotheken und der München Klinik. In der Klinik Bogenhausen waren demnach zwei Stationen geschlossen und in Harlaching konnten einige OP-Säle nicht in Betrieb genommen werden.


Aktuelle Informationen zu den Streik-Auswirkungen erhalten die Münchnerinnen und Münchner im Internet unter www.awm-muenchen.de


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Warum wird in München gestreikt?

Mit den Warnstreiks will Verdi unter anderem auf die Leistung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes während der Corona-Krise aufmerksam machen. Noch vor dem Beginn der dritten Verhandlungsrunde am 22. und 23. Oktober erwartet die Gewerkschaft von den Arbeitgebern ein Angebot, das diese Leistungen anerkenne und wertschätze.

Verdi verlangt vom Bund und von den Kommunen nach eigenen Angaben unter anderem, die Einkommen um 4,8 Prozent anzuheben, mindestens aber um 150 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

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