DSGVO
Die Datenschutzgrundverordnung und ihre Folgen
Stand 28.07.20 - 11:21 Uhr
Anzeige
Seit wenigen Monaten ist sie nun in Kraft, die neue Datenschutzgrundverordnung der EU, kurz DSGVO. Welche, teilweise skurrilen, Folgen die Verordnung für die Verbraucher hat, findest du hier.
Europaweites Gesetz für den Verbraucherschutz
Im Mai trat in der gesamten Europäischen Union die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Die DSGVO, so die weniger sperrige Abkürzung, setzt in allen Mitgliedsstaaten hohe Standards an den Verbraucherschutz. Für viele Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen kam das Inkrafttreten scheinbar überraschend. Dabei stand bereits seit fast zwei Jahren fest, dass die DSGVO im Mai 2018 in Kraft tritt.
- Anzeige -In Deutschland galten schon vor der europaweit einheitlichen Regelung sehr hohe Standards beim Datenschutz, die teilweise in das neue Gesetz übernommen wurden. Aber auch hierzulande führt die neue Grundverordnung zu Änderungen, die weitreichende Konsequenzen haben.
Die Folgen für die Schufa
In Deutschland kann fast kein Vertrag ohne eine Bonitätsprüfung der Schufa durchgeführt werden. Wer einen neuen Handyvertrag, Rahmenkredit oder ein Bankdarlehn benötigt, muss der Überprüfung der eigenen Bonität zustimmen. Gleiches gilt auch für eine Kreditauskunft.
Die Auskunftspraxis der Schufa galt bislang als wasserdicht. Klagen gegen die undurchsichtigen Geschäftspraktiken und die Ermittlung des Schufa-Scores wurden bis auf höchster richterlicher Ebene in Deutschland geführt, am Ende bekam die Schufa immer Recht.
Die neuen Bestimmungen der DSGVO könnten die Praxis der Schufa nun unwirksam machen. Nun haben alle Bundesbürger ein kostenloses Auskunftsrecht, sowohl postalisch als auch elektronisch. Das verwehrt die Schufa allen Antragsstellern. Im Einklang mit der DSGVO müsste die Schufa einen kostenlosen Zugang auf allen Wegen ermöglichen. Derzeit überprüft die hessische Datenschutzbehörde die Regelungen, ein Ergebnis steht noch aus.
Die skurrilen Folgen der DSGVO
Zwei Jahre hatten alle Beteiligten Zeit, sich auf die neue Verordnung vorzubereiten. Passiert ist in dieser Zeit wohl nur sehr wenig. Welche Auswirkungen das Inkrafttreten hatte, lässt schmunzeln. So hat eine regionale Zeitung aus Ostdeutschland die seit Jahren gängige Praxis eingestellt, ihren Abonnenten zum Geburtstag zu gratulieren. Zu groß war die Angst, gegen die DSGVO zu verstoßen. Glückwünsche zum Geburtstag fallen nun ersatzlos weg.
Die "Bewegungs- und Rehabilitationssportgemeinschaft Ingelheim" hat über Nacht ihren gesamten Vorstand verloren. Er trat geschlossen zurück, weil man sich nicht mit den Vorgaben der Verordnung zum Datenschutz befassen wollte. Und Nutzer einer App zur Steuerung smarter Lampen saßen zu Hause plötzlich im Dunkeln. Die App aus den USA wurde in Europa deaktiviert – auch hier aufgrund der Datenschutzgrundverordnung.
Anwälte wittern gutes Geschäft
Im Internet sind seit Inkrafttreten der DSGVO zahlreiche Internetseiten nicht mehr zugänglich. Diverse Unternehmen, private Blogs und Communitys haben ihre Dienste vorerst eingestellt. Dabei befürchten sie weniger die neue Verordnung als vielmehr windige Anwälte.
Die Furcht vor einer Abmahnwelle ist groß.
Schon in den ersten Tagen der Gültigkeit der DSGVO haben sich betroffene Personen gemeldet, die von Anwälten wegen einer fehlerhaften Datenschutzangabe auf ihrer Webseite abgemahnt wurden. Möglich macht die Gesetzgebung in Deutschland. Hiernach kann jede Person eine andere Person abmahnen, wenn diese sich "wegen Verletzung von Vorschriften des Datenschutzrechts" strafbar macht.
Die bayrische Landesregierung unter Vorsitz von Ministerpräsident Söder möchte der neuen Geschäftspraktik deutscher Anwälte einen Riegel vorschieben. Im Bundesrat wurde eine Gesetzesinitiative eingebracht, die Abmahnung auf Grundlage der neuen DSGVO vorerst ausschließt. Unternehmen sollen die Gelegenheit bekommen, die neue Vorordnung schrittweise einzuführen ohne von Abmahnungen finanziell in den Ruin getrieben zu werden.
Mehr Beiträge und Themen
Harry Kane ist der beste Spiele der Welt! Am 26. Oktober erhielt der Engländer den heißbegehrten Award vor Kylian Mbappe und Lamine Yamal.
Vincent Kompany ist nach BILD-Informationen am Freitag (23. Oktober) mit einem Notarzt in eine Münchner Klinik gebracht worden. Der Trainer des FC Bayern hatte zuletzt mit einer Virusinfektion zu kämpfen.
Die Allianz Arena leuchtet bis 24. Oktober in Klimastreifen. Führungen zeigen Klimaschutz im Stadion.
Puma bei Erding? Die Tierart bleibt unklar. Die Polizei beendet die Suche, ermittelt aber weiter.
Nach der PHP-Sicherheitslücke sind Bayerns Behörden-Webseiten meist wieder online.
MünchenBudget 2026: Stimmt bis 1. November über Projekte für eure Stadt ab. Eine Million Euro stehen bereit.
Kein Alkohol mehr am Bahnsteig: Was an DB-Bahnhöfen verboten ist - und was ihr weiter dürft.
München plant einen Mietenmonitor. Er soll zu teure Wohnungsanzeigen erkennen - doch die CSU übt Kritik.
Nur wenige Kilometer vom Münchner Flughafen entfernt wurde in der Nacht offenbar eine freilaufende Raubkatze gesichtet. Nach erster Einschätzung der Behörden könnte es sich um einen Puma handeln. Das Landratsamt Erding mahnt zu höchster Wachsamkeit: Hunde sollten angeleint und Kinder nicht unbeaufsichtigt gelassen werden.
Nach der Wiesn sind noch zahlreiche Marken für Maßen und Hendl übriggeblieben? Das könnt ihr damit jetzt anstellen
DESK
Harry Kane bleibt in München! Der Bayern-Star verlängert bis 2029 und will mit dem Verein weitere Titel holen.
Hubert Aiwanger wurde mit 55 Jahren tot in einem Berliner Hotel gefunden. Die Todesursache ist noch unklar.
Der Harry-Potter-Weihnachtsmarkt bringt vom 28. November bis 6. Dezember Zauber auf Münchens Praterinsel.
Nadel im Halloween-Kaubonbon: Ein Neunjähriger bleibt unverletzt. Die Münchner Polizei bittet Eltern um Vorsicht.
Neue Paketgebühr, Bahn-Angebote und Weihnachtsmärkte: Das ändert sich für euch im November 2026.
Ein Stück Gasteig für daheim: Ersteigert Möbel und Erinnerungsstücke. Die Startgebote liegen bei einem Euro.
Du bist an Halloween in München unterwegs? Dann plane für deinen Heimweg etwas mehr Zeit ein: In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November 2026 sorgen Bauarbeiten für zahlreiche Änderungen bei der S-Bahn. Hier findest du die wichtigsten Infos.







