Pizza to go
Ökotest findet problematische Chemikalien in Pizzakartons
Stand 30.01.25 - 14:28 Uhr
Viele Pizzakartons enthalten problematische Chemikalien wie Bisphenol A und S, die in die Pizza übergehen können. Warum das ein Risiko ist und welche Alternativen es gibt, erfahren Sie hier.
© shutterstock
Pizzakartons mit problematischen Chemikalien belastet
Pizzafans aufgepasst: Ökotest hat Pizzakartons getestet – und dabei herausgefunden, dass viele die problematischen Chemikalien Bisphenol A (BPA) und Bisphenol S (BPS) enthalten. Die Stoffe gehen oft in die Pizza über. Den ganzen Test findest du hier.
- Anzeige -Woher kommen die Chemikalien?
Bisphenole werden nicht absichtlich eingesetzt, sondern gelangen über Altpapier in die Kartons – oft durch falsch entsorgte Kassenzettel. Seit 2025 sind BPA und BPS in Lebensmittelverpackungen verboten, aber für Papier gilt das Verbot nicht.
Ergebnisse des Tests
Fünf Kartons wurden von bekannten Pizzaketten wie Domino’s und Vapiano gekauft, fünf weitere von Großhändlern. Das Labor bestätigte: Nahezu alle enthielten BPA oder BPS. In vier Fällen wanderte BPA in die Pizza, BPS sogar in allen Fällen. In einem Fall wurde der empfohlene Grenzwert um 45.000 % überschritten.
BPA gilt als hormonell wirksam, reproduktionstoxisch und wird mit gesundheitlichen Risiken wie Brustkrebs und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern in Verbindung gebracht. Auch BPS ist bedenklich und könnte ähnlich wirken.
Die EU diskutiert derzeit Maßnahmen gegen den unbeabsichtigten Eintrag von Bisphenolen aus Recyclingpapier in Lebensmittel. Eine klare Regulierung für Papierverpackungen ist dringend nötig.
Tipps gegen schädliche Chemikalien
Wenn du dir eine Pizza mitnimmst, versuche, am Ende die Pizza möglichst schnell aus dem Karton zu nehmen – oder nutze wiederverwendbare Pizzaboxen aus Kunststoff, um Chemikalien und Müll zu vermeiden.
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