Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung
Amok-Verdacht: Zwei Mädchen an Gymnasium in Oberbayern schwer verletzt – 16-Jähriger festgenommen
Stand 09.07.26 - 09:12 Uhr
Es soll sich um eine Amoktat handeln: In Schongau in Oberbayern hat ein Mann mehrere Menschen an einem Gymnasium teils schwer verletzt. Das ist bisher bekannt.
©Ingo Kramarek auf Pixabay
Update (8. Juli, 20:00 Uhr)
Schusswaffe versagte
Bei der mutmaßlichen Amoktat an einem Gymnasium in Schongau gab der 16-jährige Tatverdächtige nach Angaben von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zunächst einen Schuss ab, durch den niemand verletzt wurde. Anschließend versagte die Waffe, sodass keine weiteren Schüsse fielen. Daraufhin soll der Täter Messer gezogen und offenbar wahllos auf Schüler und Lehrkräfte eingestochen haben. Kurz darauf konnte er von Schülern und Lehrkräften überwältigt werden.
Zwei 13-jährige Mädchen wurden auf dem Schulgelände schwer verletzt, befanden sich laut Polizei am Nachmittag jedoch außer Lebensgefahr. Nach Angaben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ist der 16-Jährige kroatischer Staatsangehöriger und befand sich in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung.
Update um 16:38 Uhr
Mögliche Amok-Tat in Oberbayern: Das ist bekannt
Am Welfen-Gymnasium in Schongau wurde um 12:50 Uhr ein Großeinsatz ausgelöst. Zahlreiche Einsatzkräfte, darunter auch sechs Hubschrauber, rückten an, nachdem mehrere verletzte Personen gemeldet worden waren.
Zwei Schwerverletzte und viele Schüler unter Schock
Nach aktuellem Stand wurden zwei 13-jährige Mädchen schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Laut Polizei schweben sie nicht in Lebensgefahr. Wie viele Menschen insgesamt betroffen sind, ist aber weiter unklar. Ein Polizeisprecher sagte, zahlreiche Schülerinnen und Schüler stünden unter Schock und würden psychologisch betreut.
Tatverdächtiger festgenommen
Der mutmaßliche Täter wurde bereits festgenommen. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen 16-Jährigen, der sich in Gewahrsam befindet. Die Ermittler gehen derzeit von einem Einzeltäter aus. Der Täter soll nach aktuellem Ermittlungsstand sowohl ein Messer als auch eine Schusswaffe bei sich getragen haben. Wie genau die Mädchen verletzt wurden ist nicht klar. Es gebe aktuell keine Hinweise auf weitere Verdächtige und keine konkrete Gefahr mehr.
Ermittlungen zum Ablauf und Motiv
Die Polizei spricht von einem Amok-Verdacht. Das Schulgebäude wird weiterhin durchsucht, während die Ermittlungen andauern. Lehrkräfte wurden aus der Schule gebracht, Schülerinnen und Schüler ihren Eltern übergeben.
Zum Motiv des 16-Jährigen ist bislang nichts bekannt.
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