Coronavirus in Bayern
Zahlreiche Durchsuchungen in Bayern wegen falscher Impfbescheinigungen
Stand 13.01.22 - 10:13 Uhr
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In mehreren Bundesländern hat die Polizei wegen mutmaßlich gefälschter Impfpässe Wohnungen durchsucht. Ein Hausarzt aus Bayern soll mehr als 100 Menschen falsche Bescheinigungen ausgestellt haben.
In einem Impfausweis ist der Eintrag einer Erstimpfung gegen das Coronavirus zu lesen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Polizei mit 200 Beamten im Einsatz
Donauwörth (dpa) – Die Polizei hat in Bayern und drei weiteren Bundesländern Wohnungen von mehr als 100 Personen durchsucht, die sich falsche Impfbescheinigungen besorgt haben sollen.
- Anzeige -Die Ermittler stellten bei der Aktion, die am frühen Donnerstagmorgen begann, unter anderem Impfausweise und Smartphones sicher. Zudem wurde bei Beschuldigten Blut entnommen, um den Impfstatus zu klären, wie ein Sprecher der Polizei erklärte.Ausgangspunkt der Durchsuchungen ist der Fall eines Hausarztes im Landkreis Donau-Ries, der Scheinimpfungen verabreicht und Impfbescheinigungen ohne Impfung ausgestellt haben soll.
Arzt soll Scheinimpfungen verabreicht haben
Die Durchsuchungen richten sich nun gegen Personen, die im Verdacht stehen, den Arzt bewusst aufgesucht zu haben, um eine Impfung bescheinigt zu bekommen, ohne sich impfen zu lassen. Gegen sie wird laut Polizei wegen der Beihilfe beziehungsweise Anstiftung zum Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse und deren Verwendung ermittelt. Außerdem stünden Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz im Raum. Gegen den Arzt wurde zwischenzeitlich ein Berufsverbot verhängt.
Bei den Durchsuchungen waren am Donnerstagmorgen mehr als 200 Beamte im Einsatz, zunächst verliefen sie nach Angaben eines Polizeisprechers friedlich.
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