Anstelle der Inzidenz
Regionale Klinikbelegung soll neuer Corona-Maßstab werden
Stand 26.08.21 - 14:49 Uhr
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Die Politik will bei der Pandemie-Einschätzung weg von den Infektionszahlen und stärker auf Krankenhäuser schauen. Mehr Infos zum neuen Maßstab anstelle der Inzidenz, hier.
Künftig soll die Zahl der Krankenhausaufnahmen für die Corona-Maßnahmen entscheidend sein. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Regierung plant neue Pandemie-Kennziffern
Berlin (dpa) – Die regionale Klinikbelegung mit Corona-Patienten soll nach Plänen des Bundesgesundheitsministeriums künftig der wesentliche Maßstab sein, um Gegenmaßnahmen wie Alltagsbeschränkungen auszulösen.
- Anzeige -Konkret soll nach einem Formulierungsvorschlag des Ministeriums für die Koalitionsfraktionen besonders die «Hospitalisierungs-Inzidenz» herangezogen werden – also die Zahl der zur Behandlung aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Der Schwellenwert, ab dem Gegenmaßnahmen greifen, sei «jeweils unter Berücksichtigung der regionalen stationären Versorgungskapazitäten festzusetzen mit dem Ziel, eine drohende Überlastung der regionalen stationären Versorgung zu vermeiden.» Einbezogen werden könnten etwa auch die Infektionsdynamik und die Zahl geimpfter Personen.
Hintergrund ist, dass die bisher als Haupt-Indikator genutzte Zahl der Neuinfektionen (Inzidenz) angesichts des Impffortschritts nicht mehr so direkt auf die Klinikbelastung durchschlägt. Spahn sagte dem RND: «Die Inzidenz hat ausgedient. Um die Pandemielage zu beurteilen, ist die Hospitalisierungsrate sehr viel aussagekräftiger.» Sie zeige, ob die Pandemie trotz hoher Impfquote noch gefährlich werde.
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