Corona Einschränkungen Paris
Paris macht im Kampf gegen Corona Bars und Cafés dicht
Stand 05.10.20 - 16:36 Uhr
0
Volle Bars, viel Alkohol und lockeres Treiben ohne Abstand - gleichzeitig steigende Corona-Zahlen: Damit ist jetzt Schluss in Paris. Doch bis zum letzten wollten Regierung und regionale Behörden dann doch nicht gehen.
Ein Passant geht mit Mundschutzmaske über den Place du Trocadéro, während im Hintergrund ein Teil des Eiffelturms zu sehen ist. Foto: Michel Euler/AP/dpa
Paris verschärft erneut Corona-Regeln
Paris (dpa) – Paris tritt wegen der alarmierenden Corona-Lage auf die Bremse und schließt Bars und Cafés. «Die Epidemie schreitet zu schnell voran», warnte der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement am Montag.
- Anzeige -Man müsse verhindern, dass das Gesundheitssystem überlastet werde. In der Stadt und den Vorstädten gilt nun die «maximale Alarmstufe». Das hat noch eine Reihe weiterer Einschränkungen zur Folge – Restaurants dürfen allerdings geöffnet bleiben. Die neuen Maßnahmen gelten zunächst ab Dienstag für zwei Wochen.
Paris am Rande der Gesundheitskrise?
Die Lage in der französischen Hauptstadt ist sehr angespannt. Es gebe täglich mehr als 3500 neue bestätigte Corona-Neuinfektionen im Großraum Paris. In der Hauptstadt steckten sich in den vergangenen sieben Tagen mehr 260 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus an. Unter Jüngeren sei diese Zahl sogar noch höher und liege bei rund 500, so die Gesundheitsbehörden. Mehr als ein Drittel der Intensivbetten sind demnach mit Covid-19-Patienten belegt.
Die «maximale Alarmstufe» galt bisher nur in Marseille und dem französischen Überseegebiet Guadeloupe. Danach kann noch der Gesundheitsnotstand ausgerufen werden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betont immer wieder, dass man mit dem Virus leben müsse. Die Regierung hatte in den vergangenen Wochen allerdings einen Zickzack-Kurs mit widersprüchlichen Botschaften eingeschlagen. Zunächst hatte sie die regionalen Behörden in die Pflicht genommen – dann plötzlich selbst Vorschriften gemacht. In den betroffenen Regionen fühlte man sich bevormundet.
- Anzeige -In Paris das Leben einschränken ohne der Stadt zu schaden
Überraschend ist daher nun auch, dass Restaurants in der Hauptstadt geöffnet bleiben dürfen. Sie müssen strengere Hygienevorschriften erfüllen. In Marseille hingegen mussten alle Restaurants und Bars schließen, als in der südfranzösischen Hafenmetropole die «maximale Alarmstufe» ausgerufen wurde. Dagegen hatte es massiven Protest gegeben. Die Restaurants durften nun nach einer statt zwei Wochen wieder öffnen. Dafür hatten sich Regionalpolitikerinnen und -politiker stark gemacht.
Sicher auch um erneuten Ärger zu vermeiden, hatte sich die Regierung am Sonntag mit Vertreterinnen und Vertretern aus Paris getroffen. «Die Stadt wird an der Seite des Staates stehen», versicherte die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und dankte der Regierung für die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Es werde Maßnahmen geben, um die wirtschaftlichen Schäden zu lindern. «Die Gesundheitskrise hat extrem harte Folgen», mahnte sie mit Blick auf die Wirtschaft.
- Anzeige -Diese Einschränkungen gelten demnächst in Paris
In Paris galten bereits verschärfte Regelungen – so mussten Bars etwa bisher um 22 Uhr schließen. Einschränkungen für den Alkoholverkauf zum Mitnehmen und den Konsum auf öffentlichen Plätzen bleiben bestehen. Künftig bleiben nun in Paris und den inneren Vorstädten auch Turnhallen und Schwimmbäder zu. Lediglich Minderjährige dürfen dort noch zum Beispiel im Rahmen ihres Vereins Sport machen.
Für Einkaufszentrum gilt eine Beschränkungen von vier Quadratmetern pro Kunde. In Altersheimen sind nur noch Besuche von maximal zwei Personen gestattet – nach Vereinbarung. Studentenpartys und Feste sind in öffentlichen Räumen verboten. Kinos und Theater dürfen geöffnet bleiben. Hör- oder Speisesäle dürfen nur zur Hälfte gefüllt werden.
- Anzeige -Ganz Frankreich im Kampf gegen Corona
Frankreich ist von der Corona-Pandemie hart getroffen. Mehr als 32.000 Menschen sind bisher gestorben. Am Wochenende zählte das Land knapp 17.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Im Frühjahr galten sehr strenge Ausgangsbeschränkungen im ganzen Land. Die Regierung betont immer wieder, dass solche generellen Beschränkungen nicht wieder eingeführt werden sollen. Für fast das gesamte Land hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausgerufen.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Was bringt der Oktober 2026? Wir zeigen euch, was sich beim Tanken, im Alltag, bei digitalen Behördengängen und an Bahnhöfen ändert.
Die Wiesn ist zur Hälfte rum - die Stadt zieht Bilanz
München geht für Deutschland ins Olympia-Rennen. Nun richtet sich der Blick auf die internationale Vergabe.
Der Bundestag stimmt für den Tankrabatt. Was ab Oktober für Benzin und Diesel geplant ist.
VW und Audi rufen fast eine Million Autos zurück. Prüft, ob euer Wagen wegen der Lenkung in die Werkstatt muss.
Krank nach der Wiesn? Die LMU erforscht die Wiesngrippe. So helft ihr mit und schützt euch vor Infekten.
Uli Hoeneß darf seine zwei Linden behalten. Doch der Nachbarstreit ist möglicherweise noch nicht vorbei.
Zwei Kellnerinnen handeln bei einem Notfall auf der Wiesn sofort - und helfen, einen 78-Jährigen wiederzubeleben.
München führt bei der Olympia-Bewerbung. Am 26. September fällt die Entscheidung des DOSB.
The Kolors bringen Italo-Pop und große Gefühle nach München - jetzt Tickets sichern!
DESK
MünchenBudget 2026: Stimmt bis 1. November über Projekte für eure Stadt ab. Eine Million Euro stehen bereit.
Kein Alkohol mehr am Bahnsteig: Was an DB-Bahnhöfen verboten ist - und was ihr weiter dürft.
München plant einen Mietenmonitor. Er soll zu teure Wohnungsanzeigen erkennen - doch die CSU übt Kritik.
Nur wenige Kilometer vom Münchner Flughafen entfernt wurde in der Nacht offenbar eine freilaufende Raubkatze gesichtet. Nach erster Einschätzung der Behörden könnte es sich um einen Puma handeln. Das Landratsamt Erding mahnt zu höchster Wachsamkeit: Hunde sollten angeleint und Kinder nicht unbeaufsichtigt gelassen werden.
Nach der Wiesn sind noch zahlreiche Marken für Maßen und Hendl übriggeblieben? Das könnt ihr damit jetzt anstellen
Historischer Rekord auf dem Oktoberfest 2026: 7,4 Millionen Gäste feierten auf einer friedlichen Wiesn. Alle Infos, Zahlen & kuriose Fundstücke im Überblick!
Ayana auf dem Cover, zwölf Tierbilder im Kalender: Hier bekommt ihr den Hellabrunn-Kalender 2027 für zehn Euro.











