KI-Stift
Neuer KI-Stift als Spickhilfe für Prüfungen
Stand 09.07.25 - 15:57 Uhr
Ein neuer KI-Stift kann Aufgaben scannen. Auf TikTok posten Schüler, wie sie mit dem neuen Stift bei Prüfungen spicken.
©TikTok/scannix.de
Neuer KI-Stift ist beliebt bei Schülern
Schülerinnen und Schüler waren immer schon kreativ, wenn es darum ging bei Klassenarbeiten zu spicken. Wenn man sich eine Vokabel, eine besondere Formel oder den Fachbegriff nicht merken konnte, schrieb man sich Spickzettel. Inzwischen hat auch die Künstliche Intelligenz als Spicker endgültig auch ihren Weg ins Klassenzimmer gefunden.
- Anzeige -Der neue KI-Stift sieht aus wie ein Textmarker und kann ganz einfach im Federmäppchen aufbewahrt werden. Hinter dem Stift „Scannix“ steckt eine Firma aus Wuppertal. In dem Stift befindet sich nicht wie gewöhnlich Farbe, sondern eine Kamera, die auch handschriftlichen Text scannt. Im Inneren befindet sich eine KI, die die Aufgaben löst. Neben der Kamera besitzt der Stift eine Sprachaufnahmefunktion und er versteht 12 Sprachen. Im Unterschied zu ChatGPT sind Prompts, also eigene Eingaben oder Befehle an die KI, nicht mehr notwendig.
KI-Stift als Lernhilfe
Gründer Nick Ratschny zufolge entwickelt er den Stift, um das Lernen zu erleichtern. Auf TikTok posten Schüler Videos davon, wie sie mit dem Stift ihre Schulaufgaben lösen. „Danke an den ChatGPT-Stift für 15 Punkte in Mathe“ schreiben dort unter anderem Schülerinnen und Schüler. Auch auf der Webseite schreibt eine angebliche Nutzerin beispielsweise davon, wie der Stift ihr für ihren Start ins Studium half. Der Stift kostet knapp 65 Euro.
Lernen muss sich ans KI-Zeitalter anpassen
Die technischen Entwicklungen führen auch zu einer grundsätzlichen Debatte über Formen des Lernens. So fordert beispielsweise die Präsidentin des bayerischen Lehrerverbandes BLLV, dass das Lernen weniger auf ein Auswendiglernen ausgerichtet werden sollte, sondern vielmehr die Prozesse des Erwerbs von Wissen im Unterricht im Zentrum stehen sollten. Auch ein Verbot lehnt sie ab, stattdessen fordert sie: „Bulimisches Lernen muss beerdigt werden!“
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